Vorraussetzung für die Zucht - Zuchthunde

-Ein Auszug aus der DCNH - Zuchtordnung, Stand Juni 2003-

 

4.1. Grundsätzliches

Es darf nur mit gesunden  und wesensfesten Hunden der vom DCNH vertretenen Rasse gezüchtet werden, die im Besitz einer gültigen Zuchtzulassung (ZZL) sind

4.2. Zuchtzulassung (ZZL)

Die Zuchtzulassung ist Pflicht für alle Rassen und besteht aus:

  • der Phänotypbeurteilung 

  • dem Untersuchungsbefund auf HD (Hüftgelenksdysplasia) 

  • dem Befund der AU (Augenuntersuchung)

  • den rassespezifischen zusätzlichen Vorraussetzungen 

Die Zuchtzulassung darf nur von Zuchtzulassungsberechtigten vom DCNH erteilt werden oder verweigert werden. Die zuchtbuchführende Stelle trägt die entsprechenden Ergebnisse der Zuchtzulassung inklusive der Gültigkeitsdauer (Zeitdauer, Zahl der Deckakte, Zahl der Würfe) in die Ahnentafel ein.

4.3. Zur Zucht nicht zugelassen

sind Hunde, die dem Rassestandard nicht genügend entsprechen und insbesondere solche mit zuchtausschließenden Fehlern (z.Bsp. Wesensschwäche, angeborene Taubheit oder Blindheit, Hasenscharte, Skelettanomalien, erbliche Augenkrankheiten,  -z.Bsp. PRA, Primärglaukom, HC/grauer Star, Epilepsie, festgestellte HD- D und E.)

 Phänotypbeurteilung: 

Zweck der Phänotypberurteilung ist es, gesunde, wesensmäßig einwandfreie und den jeweiligen Standardforderungen entsprechenden Hunden die Zuchtverwendung im DCNH zu ermöglichen. Hunden mit zuchtrelevanten Mängeln werden von der Zucht ausgeschlossen. Die Phänotypbeurteilung wird von ZZL-Berechtigten durchgeführt und auf einem speziellen ZZL-Schein dokumentiert.

Mindestalter  beträgt 13 Monate. Hierfür werden den Hunden auch noch Beschränkungen durch den DCNH auferlegt.

Beschränkungen: Wird eine Phänotypbeurteilung vor dem Ende des 2. Lebensjahres durchgeführt, hat sie eine maximale Gültigkeitsdauer von 2 Jahren. Eine Phänotypbeurteilung nach Vollendung des 2. Lebensjahres muss nur einmal erfolgen. Bei Auflagen und Einschränkungen, die unabhängig vom Alter erteilt werden können, muss eine erneute Vorstellung erfolgen. Weitere oder abweichende

 

 Hüftgelenksdysplasie (HD)

Für das Röntgen ist der vereinseigene Bewertungsbogen zu verwenden, erhältlich bei der zuchtbuch führenden Stelle. Der Röntgen-Tierarzt bestätigt darauf:

  • dass er die Identität des Hundes anhand der Ahnentafel überprüft hat,

  • dass er den Hund für die Erstellung der Aufnahme ausreichend sediert hat,

  • dass keine weiteren Hilfsmittel verwendet wurden.

Die Untersuchung wird vom Röntgen-Tierarzt auf der Ahnentafel eingetragen. Die HD-Untersuchung wird von der zentralen Auswertungsstelle des DCNH ausgewertet. Der Gutachter ist nach den Maßgaben des VDH für den DCNH bestellt. Das Untersuchungsergebnis wird von der zuchtbuchführenden Stelle in die Ahnentafel eingetragen. Die Röntgenaufnahme für die zentrale Auswertungsstelle darf nur einmal ausgefertigt werden. Der HD-Befund soll zur ZZL vorliegen.  

Das Mindestalter für die Untersuchung beträgt 12 Monate

Eine Zuchtzulassung können nur Hunde mit den Befunden HD-A oder HD-B ohne Einschränkung erhalten.Hunde mit dem Befund HD-C können eine Zuchtzulassung nur mit folgenden Auflagen erhalten:

  • der Zuchtpartner muss einen Befund von HD-A oder HD-B haben

  • die Zuchtzulassung wird für nur einen Wurf mit Nachzuchtbeurteilung gewährt.

Für jeden weiteren Zuchteinsatz müssen mehr als 50% aus dem jeweils vorangegangenen Wurf einen besseren HD-Grad aufweisen.Hunde mit dem Befund HD-D oder HD-E sind nicht zur Zucht zugelassen.

Augenuntersuchungspflicht

 Voraussetzungen : Alle Hunde, die zur Zucht zugelassen werden sollen, sind auf erbliche Augenkrankheiten zu untersuchen. Die Augenuntersuchung (AU) hat durch einen vom DCNH zugelassenen Tierarzt zu erfolgen. In Deutschland sind dies die dem „Dortmunder Kreis“ (DOK) angehörenden Tierärzte. In der Regel ist die Augenuntersuchung am Tage der Zuchtzulassung zu machen. Eine AU, die am Tag der Erst-ZZL nicht älter als 2 Monat ist wird anerkannt. Rüden ab dem vollendeten 8. Lebensjahr sind von einer erneuten AU befreit, sofern seit dem vollendeten 6. Lebensjahr eine regelkonforme AU vorliegt. Für Rüden, die nach dem vollendeten 8.Lebensjahr erstmals zur Zucht zugelassen werden sollen, ist eine AU vorzuweisen, die nicht älter als 2 Monate ist. Für importierte Hunde mit gültigem, anerkanntem Augenuntersuchungsbefund muss bei der ZZL keine Nachuntersuchung erfolgen, sofern dieser Befund nicht älter als 6 Monate ist.

Regeln für die Gültigkeitsdauer der AU und weitere Untersuchungen sind in den rassespezifischen Anhängen dokumentiert.

Beschränkungen: Von erblichen Augenkrankheiten befallene Hunde erhalten keine Zuchtzulassung. Hunde mit Befunden „vorläufig nicht frei“ erhalten keine ZZL solange kein Befund „frei von erblichen Augenkrankheiten“ vorliegt. Bei einigen Krankheiten wie z.B. Corneadystrophie, Distichiasis und MPP wird zur Auflage gemacht, dass der Zuchtpartner frei von der entsprechenden Krankheit sein muss. Wurfwiederholungen sind nicht erlaubt, wenn direkte Nachkommen an einer zuchtausschließenden erblichen Augenkrankheit erkrankt sind. Hunde, die bekannte Gen-Träger von PRA sind, dürfen nicht zur Zucht verwendet werden. Als solche anzusehen sind die Eltern und die Kinder von an PRA erkrankten Hunden.

Die ZZL-Gebühren in der jeweils festgesetzten Höhe sind für jeden vorgeführten Hund zu entrichten, unabhängig davon, ob die ZZL erteilt wird.

Zur ZZL sind vorzulegen:

  • die Abstammungsurkunde

  • das HD-Gutachten

  • der Befund der Augenuntersuchung

  • weitere rassespezifische Untersuchungen

Anmerkung: Rassespezifische Untersuchungen sind z.Bsp. beim Shiba Inu die Patellaluxtation und beim Grönlandshund ist die rassespezifische zusätzliche Vorraussetzung die Leistungsprüfung Stufe 1.

 

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