Standard   History The first Lines The Mahlemuit Rasseporträt

 

 

Standard

Anerkannt AKC 1960 / FCI 1966

FCI-Standard Nr. 243
Übersetzung: Elke Peper 05.01.2000
Ursprung: U.S.A.

Datum der Publikation des gültigen Original-Standards: 14.08.96
Verwendung: Schlittenhund
Klassifikation FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp Sektion 1 Nordische Schlittenhunde ohne Arbeitsprüfung

 

ALLGEMEINE ERSCHEINUNG : Der Alaskan Malamute ist einer der ältesten Schlittenhunde der Arktis und hat ein mächtiges, substanzvolles Gebäude mit tiefem Brustkorb und kräftigem, gut bemuskeltem Körper. Der Malamute steht in aufrechter Haltung auf seinen Pfoten und verkörpert mit seiner aufrechten Kopfhaltung und seiner Wachsamkeit, seinen Interesse und Neugier ausstrahlenden Augen, Stolz und große Bewegungsfreude. Sein Kopf ist breit.Die Ohren sind dreieckig und aufgerichtet, wenn seine Aufmerksamkeit geweckt ist. Der Fang ist massiv und verschmälert sich nur wenig vom Ansatz zur Nase hin. Er ist weder spitz oder lang noch kurz und dick. Das Haarkleid ist dick mit rauhem Deckhaar von ausreichender Länge, um die Unterwolle zu schützen. Malamutes können verschiedene Farben haben. Typisch ist eine Kopfzeichnung, die sich wie eine Kappe über den Kopf erstreckt, wobei das Gesicht entweder völlig weiß ist oder einen Strich und/oder eine Maske aufweist. Die Rute ist gut behaart und wird über dem Rücken getragen; sie hat das Aussehen eines wedelnden Federbusches. Der Malamute muß schwere Knochen und leistungsfähige Läufe, gute Pfoten, einen tiefen Brustkorb, eine kraftvolle Schulterpartie sowie alle weiteren körperlichen Voraussetzungen aufweisen, die dieser braucht, um seine Arbeit effizient verrichten zu können. Seine Bewegung muß gleichmäßig, harmonisch, unermüdlich und vollkommen effizient sein. Er wurde nicht als Renn-Schlittenhund für Geschwindigkeitswettbewerbe gezüchtet. Der Malamute ist für Kraft und Ausdauer gebaut und jedes Merkmal, das Wesen eingeschlossen, das die Erfüllung dieses Verwendungszwecks beeinträchtigt, muß als schwerer Fehler angesehen werden.

WICHTIGE PROPORTIONEN:  Der tiefste Punkt des Brustkorbes befindet sich unmittelbar hinter den Vorderläufen, ungefähr auf der Hälfte der Widerristhöhe. Die Körperlänge, gemessen vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker, übertrifft die Widerristhöhe.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) Der Alaskan Malamute ist ein anhänglicher, freundlicher Hund, kein "Ein-Mann-Hund". Er ist ein treuer, ergebener Begleiter, verspielt, wenn er dazu aufgefordert wird; vor allem beeindruckt er aber durch seine Würde, wenn er ausgewachsen ist.

KOPF: Breit und tief, weder grob noch unförmig; seine Größe steht in gutem Verhältnis zur Gesamtgröße des Hundes. Sein Ausdruck ist weich und zeigt seine liebevolle Veranlagung.


OBERKOPF: 

SCHÄDEL: Breit und mäßig gewölbt zwischen den Ohren, zu den Augen hin allmählich schmaler und im oberen Bereich flacher werdend, zu den Wangen hin in einer Rundung verlaufend. Zwischen den Augen ist eine leichte Furche. Die Profillinien des Schädels und des Vorgesichts zeigen an ihrem Verbindungspunkt eine leichte Abweichung von der Geraden nach unten.

STOP: Flach.

GESICHTSSCHÄDEL:

NASENSCHWAMM: Bei allen Farbschlägen, außer bei Rot, sind Nase, Lefzen und Lidränder schwarz pigmentiert. Bei roten Hunden ist eine braune Pigmentierung zugelassen. Eine mit hellerem Streifen versehene "Winternase" ist annehmbar.

FANG: Groß und massig im Verhältnis zum Schädel; er verjüngt sich leicht vom Ansatz zur Nase hin in Breite und Tiefe

LEFZEN: Straff anliegend.

KIEFER / ZÄHNE: Breite Kiefer mit großen Zähnen, Scherengebiß. Vor- oder Rückbiß sind ein Fehler.

BACKEN: Mäßig abgeflacht.

AUGEN:  Blaue Augen sind ein ausschließender Fehler

Schräg eingesetzt, braun, mandelförmig und von mittlerer Größe sind erwünscht

Bei roten Hunden werden hellere Augen akzeptiert

Augen zu hell

 

OHREN : Mittelgroß, jedoch klein im Verhältnis zur Größe des Kopfes. Die Ohren sollten die Form eines Dreiecks mit leicht abgerundeter Spitze haben. Sie sind weit voneinander an den Aussenkanten des hinteren Schädelbereichs auf einer Höhe mit den äußeren Augenwinkeln angesetzt, so dass der Eindruck entsteht, dass sie, wenn sie aufgerichtet sind, vom Schädel abstehen. Die aufgerichteten  Ohren weisen leicht nach vorn, aber wenn der Hund arbeitet, werden die Ohren manchmal zum Schädel hin gefaltet. Zu hoch angesetzte Ohren sind fehlerhaft.  

HALS: Das Genick sollte kräftig und leicht abgerundet sein.  

KÖRPER: Kompakt gebaut, wobei die Lendenpartie aber nicht zu kurz ist. Der Körper trägt kein Übergewicht, die Knochenstärke steht in gutem Verhältnis zur Körpergröße.Rücken: In gerader Linie leicht zu den Hüften hin abfallend.

LENDEN: Fest und gut bemuskelt. Eine lange Lendenpartie, die den Rücken schwächen könnte, ist fehlerhaft.

BRUST: Gut entwickelt.

RUTE: In Verlängerung der Wirbelsäule mäßig hoch angesetzt. Wenn der Hund nicht arbeitet, wird die Rute über dem Rücken getragen. Sie liegt weder flach auf dem Rücken auf, noch wird sie fest auf dem Rücken eingerollt getragen, noch ist sie so kurz behaart wie die eines Fuchses. Die Rute des Malamute ist reich behaart und gleicht einem wedelnden Federbusch.  

GLIEDMASSEN: 

VORDERHAND:  Die Vorderläufe sind starkknochig und stark bemuskelt; sie sind von vorn gesehen bis hinunter zum Vordermittelfuß gerade.

SCHULTERN: Mäßig schräg gelagert.

VORDERMITTELFUSS: Kurz und kräftig, von der Seite gesehen leicht schräg gestellt.


HINTERHAND: Breit. Von hinten gesehen stehen und bewegen sich die Hinterläufe auf einer Linie mit den Vorderläufen, weder zu eng noch zu breit. Afterkrallen an den Hinterläufen sind unerwünscht und sollten kurz nach der Geburt der Welpen entfernt werden.

Perfekter Stand hinten und vorne

OBERSCHENKEL: Sehr stark bemuskelt.

SPRUNGGELENK: Mäßig gewinkelt, tief stehend.

PFOTEN:  Ähnlich einem "Schneeschuh", fest und tief, mit gut gepolsterten Ballen, fest und kompakt wirkend. Die Pfoten sind groß; die Zehen liegen eng beieinander und sind gut gebogen. Zwischen den Zehen wächst schützendes Haar. Die Ballen sind dick und strapazierfähig, die Zehennägel kurz und kräftig

GANGWERK:
Die Bewegung des Malamute ist gleichmäßig, harmonisch und kraftvoll. Er ist behende für seine Größe und seinen Körperbau. Von der Seite gesehen läßt die Hinterhand starken Schub erkennen, der sich über die gut bemuskelte Lendenpartie auf die Vorderhand überträgt, die diesen Schub in gleichmäßige, raumgreifende Schritte umsetzt. Von vorn oder hinten gesehen bewegen sich die Läufe geradlinig vorwärts, weder zu eng noch zu breit. Im schnellen Trab nähert sich die Trittspur der gedachten Mittellinie des Körpers. Ein gestelzter Gang oder jede sonstige Bewegung, die nicht vollkommen effizient und mühelos ist, muß bestraft werden.

Perfektes Gangwerk:

von vorne

von der Seite

von hinten

HAARKLEID:
Haar: Der Malamute hat dickes, rauhes - keinesfalls langes, weiches - Deckhaar. Die Unterwolle ist dicht, ca. 2,5 bis 5 cm (1 bis 2 inches) lang, ölig und wollig. Das Deckhaar variiert, ebenso wie die Unterwolle, in seiner Länge. Es ist relativ kurz bis mittellang an den Körperseiten, während es um Hals und Schultern, den Rücken hinunter, über der Kruppe, an den Hinterseiten der Oberschenkel und an der buschigen Rute länger ist. Während der Sommermonate haben Malamutes gewöhnlich kürzeres, weniger dichtes Haar. Der Malamute wird in natürlichem Haarkleid gezeigt. Trimming ist nicht erlaubt, mit Ausnahme der Pfoten, damit diese ordentliche Konturen haben.

FELLFARBE

Schwarz-weiß: Deckhaar schwarz mit schwarzer oder dunkelgrauer Unterwolle

 Seal-weiß : Deckhaar schwarz oder mit schwarzen Spitzen, Unterwolle weiß oder cremefarben. Der Hund erscheint von weitem gesehen schwarz, doch handelt es sich nicht um eine rein schwarze Farbe, da die Unterwolle hell ist.

 Wolfsgrau-weiß: Deckhaar grau, Unterwolle hellgrau, cremefarben oder weiß. Der Hund erscheint eindeutig grau, auch wenn er mit schwarzem Haar  umrandet ist. Es tritt keine rötliche Schattierung auf.

Wolfsable-weiß: Deckhaar schwarz oder grau mit rötlichen Schattierungen. Unterwolle rötlich. Sowohl die schwarze oder auch die rote Farbe ist offensichtlich.

Silber-weiß: Deckhaar hellgrau, Unterwolle weiß

 Rot-weiß: heller oder dunkler rötlicher Schimmer, es tritt kein schwarzer Faktor zu Tage. Nasenschwamm : braun (lederfarben)  oder fleischfarben möglich, die Lefzen, die Nase und die Augenfarbe sind entsprechend abgestimmt in die Farbe.  (Anmerkung :  Ebenfalls zugelassen ist die sogenannte Schneenase (aufgehellter Mittelstreifen im Nasenschwamm) und bei Hunden mit roter Fellfarbe kann das Auge heller (bernsteinfarben) sein)

Reinweiß: Deckhaar wie Unterwolle weiß. Die Maske ist oft etwas cremefarbig. Die einzig erlaubte Einheitsfarbe ist Reinweiß.

 Weiß ist auch stets die vorherrschende Farbe an Unterkörper, Teilen der Läufe, Pfoten und Teile der Gesichtszeichnung.  

GESICHTSABZEICHEN

Haube: eine durch Farbe markierte Haube bedeckt Kopfoberteil und Ohren und spitzt sich gegen die Gesichtsmitte zu.

Brille: dunkle Abzeichen unter den Augen, die sich seitwärts gegen die Haube ausbreiten.

Gesichtsbalken: dunkle Abzeichen, die sich von der Haubenspitze bis zur Nase erstrecken.  

Augenschatten: dunkle Abzeichen unter den Augen, die sich aber nicht seitwärts zur Haube erstrecken.

Blesse: weißes Abzeichen zwischen der Haubenspitze und Gesicht. Größe und Breite können variieren.

Stern: kleiner, weißer Stern mitten im Gesicht.

Geschlossenes Gesicht: dunkle Farbe überdeckt das ganze Gesicht, kein auffälliges weißes Abzeichen.

Offenes Gesicht: den Kopfoberteil bedeckende Haube, aber keine anderen Gesichtsmarkierungen.  

ABZEICHEN

Brustband: dunkles Band über die Brust 

Adler-Brustband: zwei dunkle Bänder, über die Brust gekreuzt (dem Emblem des Adlers gleichend)     

HALSABZEICHEN

Halsband: weißes Band, rund um den Hals laufend 

Schulterfleck: in der Größe variierender weißer Fleck auf dem Widerrist oder an der Halsbasis.    

Fehler: assymetrische Zeichen

(Anmerkung: Halsband und Schulterfleck werden bei einem Ausstellungshund nicht gerne gesehen)

GRÖSSE UND GEWICHT:
Es gibt eine Bandbreite der Größe dieser Rasse. Die erwünschte Größe zum Lastenziehen ist bei Rüden: 63,5 cm (25 inches) Widerristhöhe bei einem Körpergewicht von 38 kg (85 lbs.). Bei Hündinnen: 58,5 cm (23 inches) Widerristhöhe bei einem Körpergewicht von 34 kg (75 lbs.). Die Bedeutung der Größe sollte jedoch nicht über derjenigen von Typ, Proportionen, Bewegung und anderen funktional wichtigen Merkmalen stehen.Wenn Hunde zu beurteilen sind, die gleichwertig in Typ, Proportionen und Bewegung sind, muß der Hund, der der erwünschten Arbeitsgröße am nächsten kommt, bevorzugt werden.            

Rüde

Hündin

WICHTIGE  ZUSAMMENFASSUNG:
Beim Richten des Alaskan Malamute muß seine Fähigkeit, als Schlittenhund in der Arktis schwere Lasten zu ziehen, höchste Priorität haben. Der Grad der Abwertung eines Hundes sollte von dem Ausmaß abhängen, in dem der Hund von der Beschreibung des idealen Malamutes abweicht und in dem der jeweilige Mangel die Arbeitsfähigkeit des Hundes tatsächlich beeinträchtigen würde. Die Läufe des Malamute müssen ungewöhnliche Stärke und gewaltige Schubkraft erkennen lassen. Jegliches Anzeichen von eingeschränkter Leistungsfähigkeit der Läufe und Pfoten in der Vorder- oder Hinterhand, sowohl im Stand als auch in der Bewegung, muß als schwerer Fehler angesehen werden. Solche Fehler wären Spreizpfoten, Kuhhessigkeit, ein schlechter Vordermittelfuß, steile Schultern, mangelnde Winkelungen, ein stelziges Gangwerk (oder jede andere Bewegung, die nicht harmonisch, kraftvoll und gleichmäßig ist), Schlaksigkeit, Substanzlosigkeit, Schwerfälligkeit, mangelnde Knochenstärke und eine schlecht proportionierte Gesamterscheinung.     

FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließender Fehler: Blaue Augen.

N.B.: Rüden müssen zwei offentsichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.            

Die Bilder wurden uns von Susan L. Richardson zur Verfügung gestellt. Weitere Veröffentlichungen nur mit Genehmigung von Susan L. Richardson. 

The pictures are made available for us by Susan Richardson. Further publications of these pictures are only allowed with the permision of Susan L. Richardson.

 

Rasseporträt

Zwei Kennzeichnungen sind es, die auf ihn zutreffen:

 KÖNIG DER HUNDE
FRACHTLOKOMITIVE DES NORDENS

 Dies sagt schon aus, dass es sich um einen wohlproportionierten, natürlich schönen Hund mit sehr viel Format und Ausstrahlung  handelt und um ein arbeitswilliges und leistungsfähiges Tier dazu. Der ALASKAN MALAMUTE, ein Vollblut-Schlittenhund mit sehr viel Kraft und Ausdauer, mit unbändigem Bewegungs- und Beschäftigungsdrang und kaum zu übertreffender Selbstständigkeit ist ein unverfälschter Naturbursche und hat eine im positivsten Sinne des Wortes „naive“ Wesensart;  wenn man ihn durch Unverstand und falsche Haltung verdirbt so stellt er sich von Natur aus positiv zu seiner Umwelt, seinem Lebensraum, seinem menschlichen Kameraden und auch zur Leistung, die man von ihm verlangt. Er ist eine lebensfroher, fantasievoller, erfindungsreicher Hund, bringt Vertrauen entgegen, ist äußerst direkt und ehrlich, dieser Hund „lügt“ nie, erwartet aber seinerseits ein absolut korrektes Verhalten vom Menschen, der sich ja die Rolle des Meuteführers, erobern muss und diese auch nur bei für einem Schlittenhund korrektem Benehmen zu halten vermag.

Dem ALASKAN MALAMUTE weht stets ein Hauch ursprünglicher Natur und derer klar gezeichneten Gesetze um die Nase und wir alle, die wir dieser Rasse – ich möchte sagen verfallen sind- kämpfen für ihre Erhaltung, bleibe uns dieses lebenswürdige Rauhbein, dieser Holzfäller mit goldenem Herzen noch lange so erhalten. Sowohl sein Äußeres (wenn inzwischen vielleicht auch im kynologischen Sinne etwas besser standardisiert) wie auch seine Wesensart, sein angeborenes Geschick im Umgang mit Vorgängen in der Natur, in seinem Umfeld (sprich Anpassungsfähigkeit), seine rasche Entschlusskraft, Leistungsfähigkeit und Beschäftigungs- und Leistungswille prägen ihn heute wie damals zu einem ganz besonderen, unverkennbaren, faszinierenden Hund mit viel Ausstrahlung und Format. Er ist ein Geschöpf mit physischer Kraft und Härte und einem so liebenswürdigen aber auch sehr feinfühligem Wesen, ein Hund, der durch seiner Selbstständigkeit und seine unzähligen, überdurchschnittlichen Fähigkeiten (Orientierungssinn, Gespür für Vorgänge in der Natur, bevorstehende Witterungsänderungen, Begehbarkeit von gefährlichem Gelände und so fort) vielfältige körpersprachliche Ausdrucksfähigkeit dem Menschen und Artgenossen gegenüber ein Überleben der Menschen in arktischen Regionen, denen er sich bedingungslos als  Helfer zur Verfügung stellte, überhaupt ermöglichte. Der ALASKAN MALAMUTE fühlt sich als gleichgestellter Kamerad, als Helfer des Menschen und nicht als dessen Unterton und schon gar nicht als „Gehorsamkeitsmaschine“. Befehle werden entgegengenommen und ausgeführt, sofern sie von ihm nicht als unsinnig taxiert werden.

Selbstverständlich muss sich der Halter von Alaskan Malamutes als Meuteführer durchsetzen und zwar mit viel Konsequenz aber auch mit Fingerspitzengefühl, ein Malamute ist ein großer, stählerner und auch heftiger Hund mit Muskelkraft und sowohl auch physischer und psychischer Ausdauer und man muss sich ganz tüchtig anstrengen, um als sein Meuteführer von ihm anerkannt zu werden.

An dieser Stelle wollen wir zurückblenden auf die Ursprünge der Rasse, wie wir sie der Geschichte entnehmen können. Der nordwestliche Teil des nordamerikanischen Kontinentes wurde bekanntlich von russischen Seefahrern entdeckt und „Alashak“ oder „Alyeska“ genannt, was weites Land bedeutet. Ihren Berichten zufolge machten sie Bekanntschaft der dortigen Eingeborenen, welche Hunde benutzten, um schwer beladene Schlitten zu transportieren. Die „Mahlemiuts“ ein Eskimo-Stamm, der vor etwa 2000 Jahren mit Völkern, welche aus Sibirien kommend in den amerikanischen Kontinent einwanderten, siedelten sich im nordwestlichen Teil Alaska längs den Ufern des Kotzebue-Sound an. Mit ihnen kamen Schlittenhunde, welche ihnen als unentbehrliche Helfer dienten und von ihnen gezüchtet wurden.

Während Jahrhunderten blieb dieses Zuchtmaterial in Alaska isoliert und der nach dem erwähnten Volksstamm benannten ALASKAN MALAMUTE blieb als eigentlicher Eskimo-Hund bis ins 19.Jahrhundert der einzig ureingesessene Hundetyp jener weiten Gebiete. Die dortigen Naturvölker betrieben eine auf natürliche Selektion basierende Zucht und als Kriterien zählten Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit, um die Härten des Klimas zu ertragen und zu überleben.

Von allen, die im Laufe der Zeit mit den Mahlemiuts in Kontakt kamen, wurden sie als ein Stamm von höchster Entwicklungsstufe bezeichnet und niemals wurden sie erwähnt, ohne dass auch von ihren beachtenswerten Hunden berichtet worden wäre. Berichte von russischen und amerikanischen Forschern, Abenteurern und auch von Missionaren enthalten Aufzeichnungen, wonach die Mahlemiuts mit ihren Hundegespannen zu treffen waren; sie brachten Fracht und Post von Point Barrow entlang der Küste an alle Orte, wo immer auch weiße Menschen lebten. Auch waren sie Boten der russischen „Muscovy Whaling Company“ als diese sich in dieser arktischen Region niederließ.

„Die Mahlemiuts waren Eingeborene von beeindruckendem Aussehen und auch erheblich größer als ihre grönländischen Nachbarn. Sie waren äußerst arbeitsam, sehr geschickt im Jagen und Fischen, fertigten perfekte Schlitten an und besaßen Hunde von bemerkenswerter Schönheit und Ausdauer. Diese Hunde legten mehrere Hundert Meilen zurück und ließen sich offensichtlich leichter von ihren menschlichen Gefährten lenken als dies bei anderen arktischen Hunden oft beobachtet wurde. Diese Hunde waren leistungswillig und schienen in ihrer Energie unermüdlich zu sein“ Dieser Bericht wurde verfasst, kurz nachdem Alaska in amerikanischen Besitz übergegangen war (1867)

Tausende von Meilen legte ein Missionar in Alaska mit Hundegespannen zurück und auch er bezeichnete die sich nunmehr „Malamute“ nennenden Eingeborenen als Volk von hochstehendem Typus: „Sie sind friedlich, glücklich, arbeiten hart, jeder Mann hat nur eine Frau, sie sind gute Führer und besitzen wundervolle Hunde. Wenn auch unzivilisiert, so haben sie doch erkannt, wie wichtig es ist, gute Tiere zum Schlittenziehen zur Verfügung zu  haben, und dass ohne deren Hilfe ein Vorwärtskommen in dieser unwirtschaftlichen Region zeitweise überhaupt ausgeschlossen ist. Diese Hunde sind sehr kräftig gebaut, haben einen dichten Doppelmantel (harte Grannen mit dicht auf der Haut liegender, wärmender Unterwolle), ein natürliches Stehohr,  herrlich buschige Ruten, die wie wehende Fahnen über dem Rücken getragen werden (und die der harten Witterung ausgesetzten zusammengerollten ruhenden Hunden schützend über ihr Gesicht breiten; wir wissen heute, dass zugleich die Atemluft unwesentlich vorgewärmt wird). Sie haben  harte Pfoten. Die Farben variieren, doch ist meist das wolfsgraue oder schwarz-weiß dominierend. Diese Hunde besitzen beachtenswerte Ausdauer und Tapferkeit. Der Stamm der „Malamutes“ sowie deren Hunde werden von allen anderen Naturvölkern außerordentlich respektiert“

Temperament und Wesensart des ALASKAN MALAMUTES wurden von der Umgebung, in der er gehalten und gezüchtet wurde, offensichtlich geprägt. Da die Behandlung der Schlittenhunde im allgemeinen im Norden unsanft und der Lebensweise der unzivilisierten Volksstämme angepasst war, kontrastierte der edle, freundliche und zuverlässige Charakter der Schlittenhunde der „Mahlemiuts“ aufs Angenehmste mit anderen Hunden, auf die Arktisreisende sonst wo zu treffen pflegten.

Es kam die  Zeit, wo Alaska durch Weiße besiedelt wurde, sie brachten denn auch allerhand Hunde mit sich, darunter auch arktische aus Nord- und Ostkanada sowie aus Sibirien stammende Typen und, nachdem nun häufig Vermischungen vorkamen, geriet der Bestand an reinen ALASKAN MALAMUTES in größte Gefahr. Zu jener Zeit wurden gerade die Schlittenhunderennen populär in Alaska und mit dem Ziel „Geschwindigkeit“ im Auge nahm man Kreuzungen von arktischen Hunden mit fremden Rassen vor. Diese Tendenz verstärkte sich noch und der Zerfall des arktischen Schlittenhundes musste befürchtet werden.

Idealistische Hundefreunde und Anhänger dieser herrlichen alaskischen Rasse – sie stammten größtenteils aus dem südlichen Teil Amerikas- entwickelten einige Jahre danach Aktivitäten und suchten in entlegenen, noch isolierten alaskischen Siedlungen nach unverfälschten und noch rein erhaltenen ALASKAN MALAMUTES, um diesen lokalen Hundetyp vor dem Verschwinden zu bewahren und ihn in Form einer kynologischen fundierten, standardgemäßen Rasse zu erhalten und weiter zu  züchten. Dave Irwin, ein Abenteurer, der sich lange im hohen Norden aufgehalten hatte, brachte ein sehr typisches Hunde-Paar mit zurück und Nachkommen dieser Hunde wurden zu Stammhaltern der neue aufzubauenden Rasse. Eine andere einflussreiche Linie war die M’Loot-Linie (Paul Voelker) und schliesslich die von Arthur Walden initiierte Kotzebue Linie. Diese Zucht ging dann über an Mr. Milton Seeley und Mrs.Eva B. Seeley, die sich in der Folge um die offizielle Anerkennung der Rasse durch den AKC (American Kennel Club) bemühte.

Dem Buch „The complete Alaskan Malmaute“ von Eva B.Seeley (Chinook Kennels) ist zu entnehmen, dass im Jahre 1929 aus Bessie nach Yukon Jad ihr erster Wurf von sehr einheitlicher, ausgezeichneter Qualität fiel. Es waren die Rüden Gripp, Tugg, Kearsage und Finn of Yukon. Gripp wurde später der erste AKC-Schönheits-Champion nicht zuletzt aber auch der Leithund des olympischen Gespanns von Eva B.Seeley in Lake Placid. Er war es auch, der anlässlich einer Schlitten-Tour durch die Berge seiner Eigentümerin das Leben rettete. Admiral Byrd unternahm seine beiden Antarktis-Expeditionen mit Hunden aus dieser Zucht. Leider kamen diese Hunde wie auch die von A.A.Allen im zweiten Weltkrieg eingesetzten Alaskan Malamutes nicht mehr zurück.

Die offizielle Anerkennung der Rasse erfolgte im Jahre 1935. In den folgenden Jahren wurden aus Alaska und dem Yukon Territory weitere Hunde rekrutiert und diese, zusammen mit den Zuchtprodukten der Seeley’s bildeten den Grundstock für die nun kontrolliert vorgenommene Rassehundezucht. Die erste im Zuchtbuch des AKC eingetragene ALASKAN MALAMUTE war der schon genannte Gripp of Yukon.

Der ALASKAN MALAMUTE wird seither in seinem Ursprungsland USA regelmäßig gezüchtet und erfreut sich einer beachtlichen Beliebtheit. Sowohl in USA als in unseren Breiten wurden die ursprünglichen Stämme wie M’Loot und Kotzebue sukzessive untereinander vermischt und nur selten noch kann man einen reinen Abkömmling dieser beiden markanten Rassen antreffen. Immerhin gibt es noch reine Kotzebue-Hunde aus der Zucht von Eva B.Seeley und auf dem Umweg via Belgien stehen heute auch in der Schweiz und Deutschland  Nachkommen von reinen Kotzebues.

Obwohl von den meisten Züchtern durchdacht und seriös, nach modernen zum Teil wissenschaftlichen Prinzipien gezüchtet, ist der ALASKAN MALAMUTE einer Naturrasse stets noch sehr nahe und die Bandbreite innerhalb des Standards ist denn auch beachtlich. Diesem Umstand muss bei der Beurteilung dieser Rasse seitens von Experten stets Rechnung getragen werden. Der ALASKAN MALAMUTE zählt wie der Grönlandhund und der Canadian Eskimo, zu den großen und schweren Schlittenhunderassen. Snowmobiles und Helikopter sind in den arktischen Regionen auf dem Vormarsch und verdrängen nach und nach den über sehr lange Zeit zum Überleben unentbehrliche Schlittenhund, wenn er auch heute noch in gewissen Regionen und unter bestimmten Bedingungen unersetzlich ist.

Wir haben ihn nach Europe geholt und wir haben denn auch die Verantwortung, dass er sich seiner artspezifischen Bedürfnissen gemäss hier wohlfühlt und er in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibt. Er ist ein wohlproportionierter Hund mit natürlich schönen Formen, ist ausgerüstet für harte klimatische Bedingungen, hat eine ungeheure Kraft und Ausdauer und ist befähigt, schwere Lasten über weite Distanzen zu ziehen, was ihm den Ruf der Frachtlokomotive des hohen Nordens eingebracht hat. Der ALASKAN MALAMUTE ist ein Arbeitshund und als solcher sollte er ausreichend Gelegenheit zur Bewegung haben. Er ist der ideale Begleiter für Wanderer, Zeltler, Fischer, also für alle, die ein Leben in der freien Natur gerne genießen. Er ist stets guter Laune und nie zimperlich. Als Familienhund gehalten ist er ein gutmütiger und geduldiger Spielgefährte für Kinder und auch bei den erwachsenen Familienmitgliedern weiß er sich durch seine Ausstrahlung, seine Würde beliebt zu machen. Wer gerne mit seinem Hund etwas unternimmt, wer vor Wind und Wetter nicht zurück schreckt, wer sich auch gerade im Winter oft im Freien, im Schnee tummeln möchte, wer seinen Hund als Helfer beim Ziehen von Lasten auf Rädern oder Kufen einsetzen will, der wird von der immerwährenden Freundlichkeit aber auch vom verbissenen Arbeitseifer des ALASKAN MALAMUTE immer wieder beglückt sein.

Auch als Packdog eignet sich der kräftige ALASKAN MALAMUTE ganz ausgezeichnet. In den Ursprungsländern, wenn das Gelände unwegsam wird und ein Weiterkommen mit dem Schlitten nicht mehr möglich ist, so werden die Hunde analog zu unserem Saumtieren als Träger von Lasten eingesetzt. Der „Dog Pack“ eine optimale ausgedachte Tragtasche, ist auch bei uns in Spezialgeschäften käuflich. Ein ausgewachsener Schlittenhund kann 1/3 bis ½ seines eigenen Körpergewichtes tragen. Einem ausgewachsenen Malamute Rüden (in der Regel ca.40 Kilo) kann also eine Last von etwas 15 Kilo zugemutet werden, das sind auf Wanderungen immerhin die Windjacken, das Picknick, der Feldstecher usw. Wichtig ist dabei natürlich der gute Sitz der Satteltasche und die beidseitig gleichmäßige Verteilung der Last. Auch soll der Hund etwa stündlich von der Last befreit werden, damit er sich etwas erholen und vor allem auch säubern kann.

Wer sich einen ALASKAN MALAMUTE anlacht, sollte sehr sportlich, kräftig und fit sein, um mithalten zu können. Wer nicht in der Lage ist, den Hund am Schlitten arbeiten zu lassen, muss ihn anderweitig bewegen und beschäftigen und zwar intensiv und dies bedeutet einen großen Zeitaufwand. Der ALASKAN MALAMUTE liebt  seine Familie, die er ja als seine Meute betrachtet, will sich ausgiebig draußen aufhalten und bewegen können. Er hat viel Fantasie und beschäftigt sich gerne, mit Arbeit, mit Bewegung, mit Spiel, mit Graben, mit Baden. Niemals darf man einen Malamute sein Leben in Untätigkeit oder isoliert und alleine fristen lassen, das verkraftet er moralisch auf keinen Fall. Der ALASKAN MALAMUTE ist zutraulich zu Menschen, Rüden können unter Umständen gerne mal ihre Machtposition an andere Rüden zu messen versuchen. Eine korrekte aber auch konsequente und unmissverständliche Führung seitens des Besitzers ist stets erforderlich.

Appell ist eine Sache, die an sich mit nordischen Hunden, mit Schlittenhunden ganz besonders, sehr wenig gemeinsam hat. Beim Malamute, bei Einzelhaltung mit naher Beziehung zu seiner Familie und durch reichlich Zeitaufwand in Form von täglichen Spaziergängen und/oder Training lässt sich mit viel Geduld und Konsequenz ein gewisser „Appell“ erreichen und es ist nicht selten, dass man den Hund unter Berücksichtigung des Umfeldes (Wald mit Wild, weidende Schafe, Hühner- und Hasenställe, das Meerschweinchen des Nachbarn, Autobahnen etc) auch teilweise frei laufen lassen kann. Immer aber muss man sich des spezifischen Verhaltens eines naturnahen Tieres bewusst sein und das vergisst man oft bei seiner notorischen Freundlichkeit und Vertrautheit dem Menschen gegenüber, handle es sich nun um seinen eigenen „Meutenführer“ sprich Halter oder um Passanten, die er mit einem freundlichen Gruß durch Prankenhieb unter Umständen einzuschüchtern vermag.

Der ALASKAN MALAMUTE ist weder ein Schutz- noch ein Wachhund, ein Schlittenhund muss freundlich und zutraulich sein, weder scheu noch aggressiv. Auch bellt er nicht sondern drückt sich viel eher in einer Art Wolfsgeheul aus. Schlittenhunde, die in der Nähe einer Kirche wohnen, heulen mit den Glocken nur zu gerne um die Wette....

Während beim rennmässig betrachtet schnelleren Siberian Husky große Gespanne (sagen wir 7-12 Hunde) sehr oft anzutreffen sind, ist es doch bei den schwereren Rassen noch schwieriger, ein so großes Team voll zu beherrschen und die Gespanngrößen beim AM bewegt sich den Beobachtungen der letzten Jahre zufolge eher zwischen drei und fünf Hunden.

Wer die Möglichkeit hat, den AM als Schlittenhund zu beschäftigen, wird erleben, wie wunderschön und befriedigend es ist, eine gemeinsame Leistung zusammen mit seinem vierbeinigen Kamerad zu erbringen. Dabei ist stets zu bedenken, dass man die schweren Schlittenhunderassen wie davon einer eben der ALASKAN MALAMUTE ist, nicht unbedingt an der Geschwindigkeit messen soll, sondern eher an Distanz, Ausdauer und Schwere der Last, denn das ist ihm auf den Leib geschrieben.

Der Artikel wurde mir von Helly Vogt zur Verfügung gestellt. Sie war von 1966 bis 2001 Hauptzuchtwart für alle nordischen Hunde (inkl. Alaskan Malamute und Grönlandhund) im Schweizer Club für Nordische Hunde und 2002 bis 2006 Rassezuchtwart für den Malamute und Grönlandhund.

Artikel von 1991 © Helly Vogt

 

 

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Die Geschichte des Alaskan Malamute

 

Frachtlokomotive des hohen Nordens, dies ist die Bezeichnung für den größten und stärksten Schlittenhund. Benannt wurde er nach den „Mahlemiuts“, einem  Eskimostamm, dessen Ahnen  vor 2000 Jahren von Sibirien nach  Alaska auswanderten und sich im nordwestlichsten Teil längs an den Ufern des Kotzebue Sound niederließen. Über viele Jahrhunderte war der Schlittenhund der Mahlemiuts ein echtes, bodenbeständiges  Zuchtprodukt, das den harten Anforderungen genügen musste. Der Hund wurde natürlich von den dortigen Naturvölkern nicht auf dieselbe Weise nach einem Standard gezüchtet, wie wir das heute tun. Der „Standard“ zu jener Zeit war Leistungsfähigkeit als Zugtier, Wächter und Jäger und Widerstandsfähigkeit, um die Härten des Klimas zu überleben. Durch jahrhundertlange Isolation jener Regionen wurde dort der Alaskan Malamute zu einem relativ einheitlichen Typ.

 

Mahlemiut Familie, Shaktolik -1881

Als russische Seefahrer Alaska entdeckten, nannten sie es „Alashak“ oder „Alyeska“, was „weites Land“ bedeutete. Sie machten die Bekanntschaft der dortigen Eingeborenen, welche, wie sie zu berichten wussten, Hunde einsetzten, um schwere beladenen Schlitten zu ziehen. Viele überlieferte Berichte von Missionaren, Entdeckern und Abenteurern berichten von den Mahlemiuts. Diese wurden von allen, welche früher oder später mit ihnen in Kontakt kamen als ein Stamm mit hoher Entwicklungsstufe betrachtet, aber nie wurden sie ohne ihre Hunde erwähnt. Der Charakter und das Temperament der Alaskan Malamutes scheint von der Umgebung in der sie gehalten und gezüchtet wurden, geprägt worden zu sein. Während Schlittenhunde im Norden eher unsanft behandelt wurden, scheinen die Mahlemiuts ihren Hunden mehr Beachtung und Freundlichkeit geschenkt  zu haben. Das Wesen der Malamutes unterschied sich auffallend von dem anderer Schlittenhunde, dies  wussten Arktisreisende immer  erwähnenswert zu berichten. Wahrscheinlich ist auch im Laufe dieser Zeit eine Selektion auf einen freundlichen und zuverlässigen Hund erfolgt.

                     

Mahlemiut-Familie mit Schlittenhunden, Aufnahme 1881

              

 Nachdem die Hunde der Mahlemiuts zuvor in relativer geographischer Isolation gehalten und gezüchtet wurden, änderte sich dies als Alaska von den Weissen besiedelt wurde.  Eine große Wende brachte auch als im Jahr 1896 im Klondike Gold entdeckt wurde. Durch den Goldrausch kam es zu einem extrem  großen Bedarf an Zug- und Packhunden, dieser wurde aber auch durch die immer populärer werdenden Schlittenhunderennen vergrößert. Die von Siedlern und Goldsuchern mitgebrachten  Hunde wurden mit dem Alaskan Malamute verpaart.  Zu Grund bezeichnete  man diese Periode von  1909 – 1918 als ein Zeitalter des „Zerfalls des arktischen Schlittenhundes“.

1908 wurde der Nome Kennel Club  gegründet. Diese Organisation war für die Durchführung eines 408 Meilen langen Schlittenhunderennens durch Alaska - dem "All-Alaska-Sweepstake" - verantwortlich. Menschen aus ganz Alaska und den benachbarten Gebieten packten ihre Schlitten und die schnellsten Hunde, die sie finden konnten zusammen, um an diesem Rennen teilzunehmen. Den Gewinnern dieser abenteuerlichen Veranstaltungen waren außerordentliche Anerkennung und ein Preisgeld sicher, und sie wurden sofort innerhalb und außerhalb der Region berühmt.  Scott Allen, John Johnson, Leonhard Seppala waren nur einige der besten Musher und Trainer dieser Zeit. Scotty Allen war für den Sport besonders wichtig. Er war an der Organisation des ersten offiziellen Schlittenhunderennens, des "All-Alaska-Sweepstake" beteiligt

In den zwanziger Jahren erfolgten Importe von idealistischen Hundefreude in den südlichsten Teil der USA. Ziel war es mit unverdorbenen, rein erhaltenen Malamutes  diesen lokalen Hundeschlag als Rasse zu erhalten und so vor der endgültigen Auslöschung zu bewahren.  Ein Abenteuerer namens Dave Irwin, der sich längere Zeit im hohen Norden aufgehalten hatte, brachte ein typisches Hundepaar mit in die südliche USA. Nachkommen dieser Hunde, im Besitz von Dick Hinman, wurden mit zu Stammeltern der Rasse in den USA.

 Für die erste Antarktika-Expedition von E.Byrd  im Jahr 1928 war  Arthur Treadwell Walden als Leiter der Schlittenhundeführer für die Beschaffung und Ausbildung der Hunde zuständig, einige wurden auch aus seinem Zwinger (Chinook Kennel) rekrutiert. 

 Byrd-Expediton (1928-1930)

Unter anderem war Arthur T. Walden auch der Gewinner des ersten offiziellen internationalen Schlittenhunderennen im Jahr 1922 in dem Staat New Hampshire.  Man geht davon aus dass dieses Rennen mit zu der Reinzucht des Alaskan Malamute und des Siberian Husky beigetragen hat. Arthur Walden war  der erste Präsident des New England Sled Dog Club. In seinem Zwinger war auch der Anfang der Kotzebue Linie.

Arthur Walden

Während den Vorbereitungen zur Expedition von Admiral Richard E. Byrd wurden einige Hunde in Arthur Waldens Zwinger gebracht. Alan Alexander "Scotty" Allen  informierte Eva Seeley darüber  dass zwei Hunde  grösser als Sibirian Huskies waren und er sagte ihr "Dass diese Hunde  den großen Schlittenhund von Alaska verkörpern sollen."   Einer dieser Hunde erregte die Aufmerksamkeit von Eva Seeley, sie nannte ihn Rowdy,  sein Name beschrieb genau den Charakter des Hundes. Rowdy war bei seiner ersten Begegnung mit Seeley zwei Jahre alt. Die Byrd-Expedition nahm noch einige Hunde mit, die Rowdy ähnelten, was die Seeleys vermuten ließ, dass diese Hunde als Gruppe, wenn nicht sogar als Rasse existierten. Eva Seeley war begeistert von den großen Hunden, deren sanftes Temperament das wolfsähnliche Aussehen Lügen straften und begannen darauf hin die Suche nach anderen Exemplaren dieser grossen Schlittenhunde.  Sie bekamen  den Rüden Yukon Jad von Leonhard Seppala und eine Hündin namens Bessie von Arthur Walden. Yukon Jad (geboren April 1927), aus Grey Cloud und Pearl, wurde von Frank Gough gezüchtet. Er wurde an Touristen als Petdog verkauft und landete bei Seppala als seine Besitzer auf eine lange Europareise gingen. Seppala hatte aber kein Interesse an diesem langsamen Frachtlokomotiven, da er Rennen nur mit Sib. Huskies fuhr. Er wusste dass Seeleys Interesse an diesen Hunden hatten und so gab er Ihnen Yukon Jad.  Mit diesen beiden Hunden gründeten sie ihre berühmte Kotzebue-Linie. Yukon und Bessie brachten im Jahr 1929 vier Welpen - alles Rüden- auf die Welt. Sie wurden Gripp, Tugg und Kearsarge und Finn of Yukon genannt. Gripp wurde später mit einer der ersten registrierten Alaskan Malamutes. Er war auch der erste Champion seiner Rasse beim AKC. Nach ihm wurde der erste Standard geschrieben, der 1960 geändert wurde. Gripp wurde 16 Jahre alt. Tugg ging verloren und Kearsarge starb während der zweiten Antarctic Expedition

 

 

 

 

 

Über Rowdy of Nome sagte Eva Seeley in einem Interview: Er war der Anfang von allem, ein grossartiger Hund. Scotty Allen brachte diesen Hund von Alaska mit und Arthur Walden gab ihn mir. Angeboten wurde ihr Rowdy und Holly aber von Ed Goodale (ein Oberst und Musher bei  Byrd erster Expedition)

Gripp of Yukon

1931 übernahmen die Seeley's von Kate und Arthur Walden den Zwinger "Chinook" und fortan waren Alaskan Malamutes und Sib. Huskies der Mittelpunkt in ihrem Leben.  Im Jahr 1935, nach 7 Jahren intensiver Zucht, ließen die Seeley's die Rasse durch den AKC anerkennen. Die ersten registrierten Hunde waren unter anderem: Rowdy of Nome (geboren 1928), Gripp, Finn und Kearsarge of Yukon (*24.08.1929), Taku of Kotzebue (geboren 03.08.1933) Patsy und Sheila of Kotzebue (16.07.1935), Kobuk, Kaltag, Navarre und Wanda of Kotzebue, geboren am 18.06.1937.  Am 17.April 1935 wurde auch der Alaskan Malamute Club gegründet. Schon bald darauf wurde das Stammbuch des AKC geschlossen. Eine Weile sah es so aus, als sollten diese Tier der Kotzebuelinie aus Neu-England die einzigen Gründertiere der Rasse werden. Aber der zweite Weltkrieg und zweite große Antarktis-Expeditonen von Byrds reduzierte den Hundebestand dramatisch, so dass aus dieser Notsituation heraus, da zu wenig Zuchthunde vorhanden waren  um das Bestehen der Rasse zu sichern,  das Stammbuch erneuert für Ersteintragungen geöffnet wurde.

Eva's Zwingername war "Kotzebue". In den 50zigern machte sie es sich zur Gewohnheit die Malamuten so zu nennen dass "Kotzebue" am Anfang und "of Chinook" am Ende stand.

1970 begann Carol Williams Zusammenarbeit mit Eva Seeley. Eva Seeley starb am 28.Dezember 1985 im Alter von 94 Jahren. Ihren letzten Wurf hatte Eva Seeley mit Carol Williams im Jahr 1986, da sie als Mitbesitzer  der Hündin in der Ahnentafel eingetragen war. Eva Seeley letzter Wille war, dass Carol Williams unter ihren Zwingernamen weiterzüchtet, was sie auch im ihren Testament festgehalten hat. Es gibt viele Zwinger die versuchen das Erbe von Eva Seeley weiterzutragen und die Linie Kotzebue zu erhalten.

Eva Seeley v.l.n.r.  Gripp of Yukon, Finn of Yukon und Kearsarg of Yukon   

Als der Krieg zu Ende war, veräußerten viele Führer ihre Hunde und zwei dieser Hunde gelangen in Paul Voelker's Hände und wurden somit Mitbegründer seines Zwingers. Dies war das Zuchtpaar Dude's Wolf und Dogde's Lou. Einige seiner Hunde erwarb er in Marquette, Michigan und er reiste auch nach Alaska um dort Hunde zu holen. Er war mit seinem Zwinger  "M'Loot" mit einer der einflussreichsten Züchter.  Einer seiner berühmtesten Hunde war Gentleman Jim, der im zweiten Weltkrieg diente und dem in der Hall of Working Fame gedacht wird.

Hunde aus seiner Zucht:

Aipuk M'Loot, DOB 11.7.1946 (Mukluk M'Loot x Fox)

Oolik M'Loot, DOB 07.05.1946 ( Pete x Cile)

1947 begann Robert J. Zoller mit dem  Aufbau der dritten berühmten Linie. Sein Ziel war es in der „Husky-Pak-Linie“ die besten Eigenschaften der M’Loot und der Kotzebue-Hunde zu vereinen. Robert Zoller und seine Frau Laura strebten einen Malamute-Typ von einheitlicher Größe, kräftigem Knochenbau und Gebäude an.

Robert Zoller mit Ch.Apache Chief of Husky-Pak und (im Uhrzeigersinn) Ch.Cherokee of Husky-Pak, Ch. Husky-Pak Marclair's Sioux und Arctic Storm of Husky-Pak

Seine Suche begann mit einem Besuch des Chinook-Kennels, aber für sein Gefühl waren die Kotzebue-Hunde zu klein. Bei einem Besuch bei Dick Hinman  war  Zoller sehr begeistert von zwei Hunden Irwin's Gemo und dessen Sohn Hinman's Alaska. Daraufhin kaufte er er einen Enkelsohn von Gemo namens Kayak of Brookside. Zoller entschied dass er noch einen  zweiten Malamute wollte. Zur Wahl standen eine M'Loot Hündin von Seguin, Texas und ein Rüde und Hündin deren Vater Alaska, später Ch.Spawn's Alaska, war. Da sie sich nicht entscheiden konnten, kauften sie alle drei. Das Geschwisterpaar hieß Apache Chief und Arctic Storm of Husky Pak, die Hündin  Husky-Pak Mikya of Seguin.

Arctic Strom of Husky-Pak (Mutter vom B und C-Wurf)

 

Apache Chief und Arctic Storm entsprachen den Vorstellungen von Zoller und sie waren zu 3/4 M'Loot und zu 1/4 andere Linien. Er verpaarte Kayak mit Miyka und Arctic Storm.  Um  Typ und Kopfform zu verbessern suchten die Zollers für ihren C-Wurf nach einem qualitativen, nicht zu kleinen Kotzebue Rüden. Ihre Wahl viel auf Toro of Bras Coupe . Besitzer von Toro waren Earl und Natalie Norris. Aus der Verbindung Arctic Storm of  Husky Pak und Toro wurden sechs Welpen geboren. Ein Welpe wurde nie ausgestellt, aber die restlichen erhielten alle den Championtitel : Ch. Cliqout of Husky Pak (sein Kopf ist auf dem AMCA Logo zu sehen); Ch.Cheyenne of Husky Pak; Ch. Cochise of Husky Pak; Comanche of Husky Pak und Cherokee of Husky Pak. 1968 entschlossen sich Robert und Laura Zoller von der Zucht und Show zurückzuziehen. 

 

Ch.Comanche of Husky Pak

 

Ch.Cliquot of Husky Pak

     
    Kim of Kotzebue
     
  Toro of Bras Coupe
     
    Kotzebue Kleopatra
     
C- Wurf
     
    Spawns Alaska
   
  Arctic Storm Husky Pak
     
    Chitina
     

 

Im wesentlichen gehen die Alaskan Malamutes auf die Hunde der Kotzebue, der M'Loot und Husky Pak Linie zurück.

Der erste Eintrag ins Zuchtbuch vom DCNH, der mir vorliegt, ist ein Wurf aus Grey Ghost und Mutter Sena Lake’s Silver Girl, Tragezeit vom 26.11.1965 bis zum 25.01.1966,  Wurfstärke 3/5, eingetragen ins Zuchtbuch 6 Welpen ( Rüden: Avik – grau/weiß, Alk – schwarz/weiß, Hündin: Atka grau/weiß, Atai  - grau/weiß, Aika grau/weiss und Aymara ebenfalls grau/weiß. Züchter: Heinz Kaul / Zwinger vom Eis Kap. Sena-Laks Silver Girl wurde zusammen mit ihrem Bruder  Sena-Laks Silver Boy aus USA importiert, beide waren sie reinweiss.

 Im Jahr 1970 erhielt der Direktor des Duisburgers Zoo von den Inuits zwei Alaskan Malamutes geschenkt, die wurden zunächst in Winnipeg aufgenommen und dann nach Deutschland geschickt. Die Vorfahren dieser Hunde sind leider nicht bekannt. Der Duisburger Zoo hatte von 1971 an 6 Würfe aus Tim und Tanja vom Duisburger Zoo. Aus dieser Verbindung entstanden Attu und Arctis vom Duisburger Zoo. Der Zoo machte eine Vollgeschwisterverpaarung. Eine Hündin aus diesem Wurf ist Candy vom Duisburger Zoo, Mutter von  Chugach’s Asiak, der erste gezogene Rüde von Irene Ertel-Seebacher (ehemalige Rassebeauftragte der Alaskan Malamute vom DCNH). Im DCNH Zuchtbuch ist als Züchter von Tim und Tanja der Assinoboine Park Zoo in Churchill/Manitoba in Kanada vermerkt.  

 

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Die ersten Linien

Welpen von der Hündin Am./Can.Ch. Timberlane's Good Karma (Glaciers' Storm Kloud x Russell's Yveti Rose, 21.03.1969)

 

Lorna Jackson - LORN HALL

Eine von  den reinen M'Loot Züchtern war, Kanada's Lorna Jackson. Sie bekam ihre Hunde direkt von Paul Voelker. Ch. Lorn Hall Oogorook M'Loot (Gentleman Jim x Noma) und Lorna-Hall Tonto M'Loot (Mikiuk x Noma). Oogorook war der erste weisse Champion. Er wurde auch als Such-und Rettungshund nach der Verwüstung von Hurrikans eingesetzt. Lorn-Hall's Yukon war ein TV Star. Seine Showkarriere wurde beendet als bei einer Szene eine Kamera auf ihn fiel  und er dabei verletzt wurde. Er starb 1962.

      Dude's Wolf 
    Gentleman Jim 
      Dodge's Lou 
  Can.Ch. Lorn-Hall's Oogerook M'Loot
      Silver King
    Noma
      Silver Girl
Ch.Lorn-Hall's Yukon, 04.02.1949
      Tobuk #1
    Mikiuk
      Kapuk
  Lorn-Hall Tonto M'Loot
      Silver King
    Noma
      Silver Girl

 

 

Jean Lane - MULPUS BROOKS

Wie die Seeley's züchtete und arbeitete Jean Lane mit beiden, dem Siberian Husky und dem Alaskan Malamute unter ihrem Zwingernamen Mulpus Brooks. Ihre Malamuten findet man hinter einigen Champions von heute. Sie kaufte Ch. Mulpus Brook's Master Otter, gezüchtet von Paul Voelker und Ralph Schmitt und deckte mit ihm ihre Hündin Mulpus Brook's Dusty Lane. 

Ch. Mulpus Brook's Master Otter *27.02.1946

Er war der erste "Working Dog" der in der Gruppe auf den ersten Platz kam. Er starb im Alter von circa 10  Jahre. 

Aus dieser Verbindung entstand Ch.Mulpus Brook's the Bear, welcher den Dawsons (Zwinger Kobuk) gehörte. "The Bear" war der erste Malamute der Gruppensieger wurde, dies war im Jahr 1954. Er starb im Mai 1965.

 

      Tobuk I
    Mikiuk
      Kabuk
  Mulpus Brook's Master Otter
      Silver King
    Noma
      Silver Girl
Ch. Mulpus Brook's The Bear, 16.01.1952
      Koyuk
    Chisholm's Viking
      Kiska I
  Mulpus Brook's Dusty Lane
      Schmoos M'Loot
    Chisholm's Nothern Star
      Tora

 

 

Bill und Lois Dawson - KOBUK

Sie besaßen und züchteten einige von den großartigsten und einflussreichsten M'Loot Hunden. Ihr erster Malamute war ein Welpe namens Baloo (Prairie Lash x Shawnee Bell). Ihr wichtigster Kauf war der Erwerb von Ch. Mulpus Brooks The Bear von Jean Lane.  Durch The Bear und Ch. Baloo  wurden die Dawson zu Züchtern von einer der wichtigsten Hündinnen  in der Zuchtgeschichte, der wunderschönen  Kobuk's Dark Beauty,  Besitzer Belva Ritkind (Kodara). Rebel starb am 23.11.1965.

      Mikiuk
    Ch. Mulpus Brooks Master Otter
      Noma
  Ch. Mulpus Brooks The Bear
      Chisholm's Viking
    Mulpus Brooks Dusty Lane
      Chisholm's Northern Star
Ch. Kobuk's Dark Beauty, 28.12.1953, callname Rebel
      Ch. Mulpus Brooks Master Otter
    Ch. Prairie Lash
      Tonga
  Ch. Baloo
      Ch. Mulpus Brooks Master Otter
    Shawnee Belle
      Tonga

 

 

aus ihrer Zucht: 

Owner Sena Lak Kennel, Rufname Mitzi, Farbe: Alaskan Seal + white

      Mikuik
    Mulpus Brooks Master Otter
      Noma
  Ch.Prarie Lash
      Gentleman  Jim
    Tonga
      Tosha
Ch.Kobuk's Manassas Mischief, 31.05.1955
      Kayak of Brookside
    Husky Pak Blackhawk
      Arctic Storm of Husky Pak
  Ch.Ayiyak of Roy El
      Nahnook II
    Kiana of Roy El
      Tuyah of Silver Sled

 

 

Belva Rifkind - KODARA

 Ihr gehört Kobuk's Dark Beauty, eine Top-Zuchthündin in der Malamute-Geschichte. Belva züchtete eine Anzahl von Champions aus einem Mix von zwei Linien.  Eine von Belva's gezüchtete Hündin war unter anderem Kodara's Royal Reward.  Die Hündin arbeitete in einem 5er-Schlittenhundegespann. Im August 1970 starb sie an Nierenversagen.

      Spawn's Alaska
    Apache Chief of Husky-Pak
      Chitina #1
  Husky-Pak Erok
      Ch.Toro of Coupe Bras
    Kelerak of Kobuk
      Helen of Coupe Bras
Kodara's Royal Reward, 27.03.1961
      Mulpus Brook's Master Otter
    Mulpus Brook's The Bear
      Mulpus Brook's Dusty Lane
  Kobuk's Dark Beauty
      Prairie Lash
    Baloo
      Shawnee Belle

 

 

 

Minnie Graham - BEAR PAW

Bildquelle AMCA Newsletter

Minnie Graham 14.09.1928 - 13.11. 2007

Ein bekannter  Malamute von Minnie war Bearpaw Elk of Tote-Um, geworfen 21.09.1963, aus Kodara El Toro x  Siska of Erowah. Elk war der erste rot-weisse Malamute der Champion in USA und Kanada wurde. Er war Leaddog in einem 3-Schlittenhunde-Team, Weightpull-Gewinner und auch Gewinner von vielen BOB's (Bester der Rasse). 

Bearpaw Elk of Tote Um

 

Einer ihrer ersten Hunde war Barb-Far Marclar's Marook (Apache Chief of Husky-Pak x Cheyenne of Husky-Pak) Die Hündin starb im Alter von 5 Jahren. Husky-Pak Forecast by Cliquot war auch ein Grundstock ihrer Zucht, geworfen wurde der Rüde am 17.12.1954, Eltern: Cliquot of Husky-Pak x Deeka of Husky-Pak, Züchter Barbara Sykes & R.J.Zoller.

      Koyuk nicht reg.
    Ch. Spawn's Alaska
      Kiska #1
  Ch. Apache Chief of Husky-Pak
      Schmoos M'Loot 
    Chitina #1, nicht reg.
      Tora
Barb-Far Marclar's Marook,15.10.1954
      Ch.Kim of Kotzebue
    Ch. Toro of Bras Coupe
      Kotzebue Cleopatra
  Ch. Cheyenne of Husky-Pak
      Ch. Spawn's Alaska
    Ch. Arctic Storm of Husky-Pak
      Chitina #1, nicht reg.

 

Bildquelle AMCA Newsletter

1956 Minnie und ihre Foundationhunde "Barb-Far Marclar's Marook (li) & "Husky Pak's Forcast by Cliquot

 

aus der Verbindung Ch.Kodara El Toro x Siska of Erowah sind auch diese beiden Hündinnen:

Bearpaw Egavik of Tote Um, Bes.Diana Ross/Tote Um  Bearpaw Eska

 

Diane Ross - TOTE-UM

 Nachkommen von Dark Beauty waren der Grundstock für die Zucht von Diane, unter anderem auch der Rüde "Kodara El Toro", Züchter Belva Rifkind. Im Alter von 10 Jahren war Kodara El Toro  Leaddog von einem  7-Schlittenhunde- Team in dem Disney Film "Lefty, the Ding A Ling Lynx". In ihrem Besitz war auch die Hündin "Sno-Pak Princess Kyah", Eltern: Sno-Pak Snonose x Kenai of Jo-Ger's, geworfen 11.12.1961. In der Verbindung mit Kodara El Toro warf die Hündin  am 18.05.1963   Tote-Um's Bjornne (Hündin), Tote-Um's Malabou (Rüde), Tote-Um's Silver Minx (Hündin, welche auch in ihrem Besitz blieb) und Tote-Um's Tanook (Rüde)

      Ch. Spawn's Alaska
    Ch. Apache Chief of Husky-Pak
      Chitina #1 not reg.
   Ch.Husky-Pak Erok 
      Ch. Toro of Bras Coupe
    Ch. Kelerak of Kobuk 
      Helen of Bras Coupe 
Kodara El Toro, 04.12.1959
      Ch. Mulpus Brooks Master Otter
    Ch. Mulpus Brook's The Bear
      Mulpus Brook's Dusty Lane 
  Kobuk's Dark Beauty
      Ch. Prairie Lash
    Ch. Baloo
      Shawnee Belle 

 

Aus ihrer Zucht: 

      Ch.Apache Chief of Husky Pak
    Ch.Husky Pak Erok
      Ch.Kelerak of Kobuk
  Ch. Kodara El Toro
      Ch.Mulpus Brook The Bear
    Kobuks Dark Beauty
      Ch.Baloo
Ch.Kodaras Nikki of Tote Um, 02.04.1962
      Husky Pak Forecast by Cliqout
    Ch.Amarok
      Barb Far Marclars Marook
  Siska of Erowah
      Lad Lin Tongass
    Lad Lin Pita
      Husky-Pak Glacier

 Bes.Dr.L.M.& Mrs.Leo Rifkind / KODARA

 

Dorothy Pearson-REDHORSE

Dorothy und ihr Ehmann erhielten ihren ersten Malamute, Banshee of Husky Pak(DOB 29.03.1950), am 29.02.1951 von Robert Zoller.  Sie verpaarten Banshee mit Moosecat M'Loot und bekamen neun Welpen. Aus dieser Verbindung behielten sie  Aabara of Redhorse. 

Aabara of Redhorse

Aaraba als Welpe

      Tobuk #1
    Mikiuk
      Kapuk
  Moosecat M'Loot
      Mobey
    Unutkook
       Miska
Ch. Aabara of Redhorse DOB 25.08.1953 - 18.1.1966 
      Hinman's Alaska
    Kayak of Brookside
      Mayos Nome
  Banshee of Husky-Pak
      Spawn's Alaska
    Arctic Storm of Husky-Pak
      Chitina #1

Von Delta Smith kaufte sie Timber Trail Cheechako  und diese verpaarte sie mit Ch.Durango of Husky Pak und aus dieser Verbindung entstand Ch.Dagan of Redhorse. Dorothy deckte mit Dagan die Hündin Husky-Pak Morning Star, aus dieser Verbindung behielt sie dann M'London of Redhorse, welcher später  Vater von drei Champion wurde.

Unalik of Redhorse

Ch.M'London of Redhorse x Kyana of Kobuk (10.12.1968, Enkeltochter von Timber Trail Cheechako)

Viking of Redhorse

Ch.Suisun of Redhorse x Kyaha of Kobuk (31.12.1969, Urenkel von Timber Trail Cheechako)

 

 

Eleanor Dubuis - SENA LAK

In Valois, New York begann sie mit Kiana of Klondike (geboren 1954), gezüchtet von  Walter und Evelyn Lesh. Beeindruckt von den ersten Husky Pak Hunden deckte sie Kiana mit Rüden aus verschiedenen Zwingern welche hauptsächlich auf die M'Loot Hunden mit einer Prise von Hinman/Irwin Hunden durch Kayak of Brookside (Himan's Alaska x Mayos Nome) zurückgingen.

Aurora of Sena Lak, DOB 1957, schwarz-weiss, Rufname Rory ( Silver Sleet of Sno Shu x Kiana of Klondike)

Sena-Lak's Lady Llano, DOB 1957, schwarz-weiss, Rufname Kiska ( Mulpus Brooks The Bear x Kobuk's Manassas Mischief

 

Marchetta und Ralp Schmitt - SILVER SLED

Sie haben ihre Zucht mit Hunden aus der Linie von Robert Zoller / M'Loot aufgebaut.  Die Schmitts verpaarten Nahnook I mit Ooloo M'Loot und aus dieser Verbindung stammte Nanook II und Gyana of Silver Sled. Eine Inzuchtverbindung auf Nanook II produzierte Silver Sled Cabara und Pancho ( geboren 1949 oder 1950). Die Nachkommen aus verschiedenen Verbindungen dieser frühen M'Loots wurde für viele spätere Zwinger der Grundstock für ihre  Zucht.

Nahnook II im Alter von elf Jahren. Er war Sire von einigen Champions. 

 

Silver Sled Cabara 

Pancho 

 

aus ihrer Zucht:

Sir Twano of Silver Sled, DOB 28.05.1950 (Ch.King M'Loot x Ooloo M'Loot ) Er erhielt seinen Champion kurz nachdem er ein Jahr alt war

Thunderhead of Silver Sled, DOB 005.08.1951 ( Ch.King M'Loot x Ch.Gyana

 

Delta Wilson - TIMBER TRAIL

Delta Wilson (nun Smith) war interessiert an der neuen Rasse und schrieb Short Seeley einen Brief für Informationen zum Kauf einer Hündin, aber diese  hatte zu diesem Zeitpunkt  keine Hunde zu verkaufen. Auf der Internationalen Show in Chicago traf sie Marchetta Schmitt (Silver Sled). Marchetta hatte gerade einen Wurf von Nooka und Oogerook of Silver Sled. Von diesem Wurf bekam Delta die Hündin Tuyah of Silver Sled, geworfen  03.06.1949, dies war der Beginn ihres Zwingers Timber Trail.  Für Tuyah benutzte sie die Rüden Ch.Durango of  Husky Pak und Ch.Chinook Kotzebue Gripp. Timber Trail war ein Mix aus M'Loot, Hinman/Irwin und Kotzebue. Tuyah verstarb im Alter von 9 Jahren, am 28.02.1958.

Oogerock und Frost of Silversled, Oogerock auf der linken Seite, DOB 27.06.1948

 

Roy und Elsie  Truchons - ROY EL

Mit dem neuen Standard (1960) und einem großartigem jungen Rüden gezüchtet von Ihnen kamen die Truchons in die Szene. Es war der Rüde Ch. Spawn's Hot Shot of Roy-El ( Fakir of Roy-El x Snomasque White Diamond, geworfen 22.04.1960). Er beendete seinen Champion auf der National durch den Sieg "Bester der Zucht" Er war ein Mischung aus M'Loot und Kotzebue

Hot Shot erhielt seinen Championtitel innerhalb von 10 Monaten. Er war der jüngste Malamute der auf einer National Speciality Best of Breed wurde.

 

Sheila R.Balch  - INUIT

Sheila war Züchterin von zwei sehr bekannnten Rüden:   Am.Can.Bermuda Ch. Inuit's Wooly Bully und sein Sohn Am.Can.Ch. Inuit Sweet Lucifer. Sweet Lucifer war Gewinner von 13 National Speciality Shows.

Am.Can.Bermuda Ch. Inuit's Wooly Bully

gew. 15.11.1965

(Spawn's Hot Shot of Roy-El x Balch's Ingrid of Brenmar)

Züchter und Besitzer Sheila R. Balch

Spitzen Gewinner der östlichen USA 1968/69/70 und 107 BOB's (Bester der Rasse) eingeschlossen viele Spezialzuchtschauen. und Westminster 1970. Winner in USA, Canada und auf den Bermudas.

      Fakir of Roy-El
    Spawn's Hot Shot of Roy-El
      Snowmasque White Diamond
  Ch. Inuit's Wooly Bully
      Tigara's Karluk of Roy-El
    Balch's Ingrid of Brenmar
      Sno-Pak Nashoba
Inuit's Sweet Lucifer, 30.10.1970
      Tigara's Arctic Explorer
    Tigara's Torch of Arctica
      Tigara's Winsome Witch
  Voyageur's Elke
      Ceba's Silver Bow
    Jingo's Silver Trumpet
      Husky-Pak Jingo

 

 

Virginia (Penny) Devaney - VOYAGEUR

Sie bekam von Robert Zoller Ch.Husky Pak Jingo, geworfen 23.02. 1958. Sie war aus Ch.Husky Pak Eagle und Ch. Husky Pak Marclars Sioux. Die Hündin wurde gedeckt von Ch.Cebas Silver Bow. Aus dieser Verbindung kam Ch.Jingo's Silver Trumpet (18.01.1964). Bei ihrem ersten Wurf mit Ch.Husky Pak Jingo hatte Penny keinen Zwingernamen, so wurde der Wurf unter dem Namen der Mutter "Jingo" geboren und registriert. Für Jingo's Silver Trumpet's ersten Wurf benutze sie dann ihren Zwingernamen "Yoyageuer". 

Ch.Husky Pak Jingo

Ch.Jingo's Silver Trumpet

Trumpet wurde nur einmal verpaart und zwar mit Ch. Tigara's Torch of Arctica. Fünf von sechs Hunden (geboren 01.11.1966) aus dieser Verbindung erhielten einen Championtitel. Aus dieser Verbindung sind :

Ch. Voyageurs Cougar (Rüde)

 

Ch. Voyageur's Elke (Hündin, Mutter von Inuit's Sweet Lucifer, Vater Inuit's Wooly Bully,Züchter  Sheila Land, Besitzer Sheila Balch

Ch. Voyageur's Winged Victory (Hündin)

Ch. Voyageur's Witch of the Wind (Hündin, ging nicht in die  Zucht)

Ch. Phantom of the Icefloe (Rüde)

und Voyageur's Silver Scout (Rüde, ging nicht in die Zucht)

      Ch.Toro of Bras Coupe
    Ch. Tigara's Arctic Explorer
      Sno-Pak Kavik's Oonalik
  Ch. Tigara's Torch of Arctica 
      Rebel of Tigara
    Tigara's Winsome Witch 
      Ch. Tigara's Petite Parka
Ch. Voyageur's Cougar + Wurfgeschwister, 01.11.1966
      Cold Foot's Chilkott
    Ch. Ceba's Silver Bow
      Ceba-Sue 
  Ch. Jingo's Silver Trumpet
      Ch. Husky-Pak Eagle
    Ch. Husky-Pak Jingo 
      Ch. Husky-Pak Marclar's Sioux
 

 

Martha Giuffre - PAK-N-Pull

Martha kaufte die wunderschöne Dark Angel von Belva Ritkind's Kodara Zwinger. Dark Angel war Linienzucht auf Dark Beauty. Dark Beauty war beides die Mutter von Dark Angel und Mutter von Sno-Crest's Mukluk, Dark Angels Sire. Wieder eine reine M'Loot Verbindung mit Kotzebue durch Ch.Cochise of Husky Pak. Dark Angel war Top Hündin im Jahr 1962 und Best in Show.

      Ch. Toro of Bras Coupe
    Ch. Cochise of Husky-Pak
      Ch. Arctic Storm of Husky-Pak
  Ch. Sno-Crest's Mukluk
      Ch. Mulpus Brook's The Bear
    Kobuk's Dark Beauty
      Ch. Baloo
 Ch. Dark Angel , 04.08.1960
      Ch. Mulpus Brooks Master Otter
    Ch. Mulpus Brook's The Bear
      Mulpus Brook's Dusty Lane
  Kobuk's Dark Beauty
      Ch. Prairie Lash
    Ch. Baloo
      Shawnee Belle 

 

aus ihrer Zucht:

Ch.Pak N' Pull Hyak of Tote-Um, DOB 01.02.1964 (Ch. Pak N' Pull Kaltag x Dark Angel Bes. Tote-Um Kennel

Ch.Pak N' Pull Kaltag, DOB 27.10.1961 (Maloot of Kuvak x Pak N' Pull Arna

 

Thomas und Doris Baxter - T'DOMAR

Die Baxters kauften ihren ersten Alaskan Malamute bei Robert Spawn / Polar's Wilderness. In den späten 50zigern plante Tom die Zucht und nahm Kontakt zu mehreren Züchter auf. Robert Zollers Husky Pak Malamuten hatten das Aussehen von welchem Tom begeistert war. 1960 besuchten Tom und seine Frau Robert Zoller und kauften dort ihre erste Hündin - Husky Pak Gazelle.

Ch. Husky-Pak Gazelle Ch. Husky-Pak Eagle Ch. Apache Chief of Husky-Pak, ROM Ch. Spawn's Alaska
Chitina # 1
Ch. Kelerak of Kobuk Ch. Toro of Bras Coupe, ROM
Helen of Bras Coupe
Arctic Dawn Of Husky-Pak Ch. Apache Chief of Husky-Pak, ROM Ch. Spawn's Alaska
Chitina # 1
Ch. Husky-Pak's Mikya of Seguin Ch. Moosecat M'Loot
Eyak

 Ihr Ziel war es M'Loot, Kotzbue und Hinman/Irwin in der Zucht zu vereinen. Tom wählte für Gazelle's ersten Wurf Ch.Spawn's Kulak. Aus dieser Verbindung entstanden der Rüde und die Hündin welche die Basis für die ganze T'Domar Linie waren. Dies war T'Domar's Voodoo King und seine Schwester T'Domar's Taboo.   Zwei Top Gewinner aus Tom und Doris Zucht waren  Ch.T'Domar's  Bismark, geworfen 03.06.1965 (Ch. T'Domar's Voodoo King x T'Domar's Nootka) und dessen Tochter T'Domar Chitina, (Mutter: T'Domar Taboo) Chitina wurde Best of Show auf der  National 1969, weiterhin  Ch.T'Domar's Kulak (Vater von Ch.Uyak Buffalo Bill) und dessen Schwester T'Domar's Genghis Kimm Shadow (BOB auf der National Specialty 1968). 

      Ch. Barb-Far Lootok 
    Ch. Spawn's Kulak 
      Ch. Spawn's Chee-Chee
  Ch. T'Domar's Voodoo King
      Ch. Husky-Pak Eagle
    Ch. Husky-Pak Gazelle
      Arctic Dawn of Husky-Pak 
Ch.T'Domar's  Bismark, 03.06.1956
      Ch. Fakir of Roy-El
    Ch. Spawn's Hot Shot of Roy-El
      Snowmasque White Diamon
  T'Domar's Nootka
      Ch. Spawn's Kulak 
    T'Domar's Taboo
      Ch.Husky-Pak Gazelle

 

 

Alice und Robert Spawn -  Polar-Wilderness / Polar - Den

Ihr  erster Alaskan Malamute  war Ch.Alaska, später Spawns Alaska. Robert und Alice Spawn haben über die Jahre weg verschiedene Zwingernamen benutzt. Unter anderem Spawn's,  Polar (für ihren ersten Hund, einen weissen) Wilderness und den Namen Polar - Den. Aus ihrem ersten Wurf mit Polar und Arrow of Husky Pak behielten sie die Hündin Spawn's Chee Chee (DOB 01.12.1950). Die Eltern von Chee Chee waren die Gründer ihres Zwingers "Polar Wilderness"

      Nahnook I
    Nahnook II
       Ooloo M'Loot
  Polar
      King M'Loot
    Kola
      Gyana
Ch. Spawns Chee Chee
      Himans Alaska
    Kayak of Brookside
      Mayos Nome
  Arrow of Husky Pak
      Moosecat M'Loot
    Husky Pak Mikya of Seguin
       Eyak

   

 

 

 

her dam Arrow of Husky Pak, DOB 24.04.1949,  nicht registriert

her sire Polar, DOB 1949, nicht registriert

 

Doris Knorr - NORTHWIND/KANANGNARK

Doris Knorr hat unter dem Zwingernamen Northwind mit Hunden gezüchtet die zurückgehen auf den M'Loot Bestand von Silver Sled. Jedoch, nachdem sie mit Ch. Midnight Shadow of Kuvak, einem reinen Kotzebue-Rüde von Norris, gezüchtet hatte, wechselte sie ihren Zwingernamen in Kanangnark. Ihre Hunde finden wir in vielen Ahnentafeln von heute wieder. Die Hunde von Lois Olmen (Glacier Kennel) und Nancy Russell (vormals Timberlane, nun Storm Kloud) gehen auf ihre Hunde zurück

Hunde aus ihrer Zucht:

Kanangnark's Panther, DOB 20.11.193 

(Little Joe of North Wind x Dorry's  Sitka of North Wind)

Ch.Kit Fox II of North Wind, DOB 21.10.1962

( Midnight Shadow of Kuvak x Dorry's Sitka of North Wind)

 

Lois Olmen - GLACIER

Er züchtete hauptsächlich mit M'Loot Hunden.  Lois war auch der Züchter von Nancy Russel's Glacier's  Storm Kloud, Rufname "Daddy Bear" aus Kadluk of North Wind x Glacier Lady of the Arctic. Auf Grund des Riesenerfolges von  Bear änderte Nancy ihren Zwingernamen Timberlane in Storm Kloud.

      Alaskan Kakolik of Kuvak
    Midnight Shadow of Kuvak
      Alaskan Ooowuk of Kuvak
  Kadluk of North Wind
      Lobo of North Wind
    Nome of North Wind
      Klondike Kate of North Wind
Ch. Glacier's Storm Kloud, 01.04.1965
      Midwest's Moosecat Jack
    Kodiak of North Star
      Shuli Brooke of North Wind
  Glacier Lady of the Artic
      Midwest's Moosecat Jack
    Princess Rose of North Star
      Princess Keena of North Star

the picture of Daddy Bear is made available for us by Nancy Russell. Further publications of these picture is only allowed with the permision of Nancy Russell

 

Dr.Harold Schwartzapfel - UYAK

Der Name Uyak (ausgesprochen "ooyak") kommt von einem Ort auf Kodiak Island, Alaska.

Der Uyak Zwinger begann mit einem Familienhund Ch.Sena-Lak’s Simka. Er  wurde vom Besitzer selber auf Ausstellungen bis zu seinem Championtitel  vorgeführt. In den frühen Jahren trainierte und arbeitete Sohn John mit den Malamuten und Tochter Paula war sehr erfolgreich als Juniorhandler und professioneller Groomer. Die ganze Familie Schwarzapfel war an der Rasse Malamute interessiert und nahm gemeinsam an Aktivitäten teil. Mit dem Kauf von Ch.Karohonta Conestoga, die Gründerin des Uyak Kennels, begann in den späten 60zigern für die  Schwarzapfels der Einstieg in die Zucht. Conestoga kam aus Kaliforniena aus der Zucht von Cassandra Becker. Sie verpaarten die Kodaralinie mt T’Domar von Tom und Doris Baxter. Sie wählten T’Domar Hunde um den Knochenbau, Pfosten, Fell und Pigment zu verbessern. Diese Hunde waren sehr eng mit den Hunden von Husky-Pak/Robert Zoller verwurzelt. Die Uyak-Blutlinie wurde nicht nur durch eine einzige Verbindung (Ch.T’Domar’s Kulak x Ch.Karohonta Conestoga) gegründet, stattdessen waren viele ähnliche und parallele Paarungen beteiligt. Aus der einmaligen Verpaarung von  Ch.T’Domar’s Kulak mit Ch.Karohonta Conestoga sind: (DOB 08.08.1971)Ch.Uyak Buffalo Barny, Buffalo Bill, Buffalo Beky, Ch.Uyak Buffalo Barre und die Hündin Buffalo Bonny. Bekannt aus dieser Verbindung ist Ch. Uyak Buffalo Bill, ein Deckrüde der mit zur Entstehung der Rasse Alaskan Malamute beitrug.

Ch.Sena Lak's Simka, Züchter  SENA LAK

      Sena Lak's Thor
    Sena Lak's Thor II
      Ch.Aurora of Sena Lak
  Ch.Tana Beks M'Lootko of Sena Lak
      Ch.Kaiyuhs Attu
    Taras Tanya of Attu
      Tigara's Tara of Arctica
Ch.Sena-Lak's Simka, 03.04.1966
      Ch.Barb Far Lootok
    Ch.Spawns Kulak
      Ch.Spawns Chee Chee
  Sena Lak's Thora
      Sena Lak's Sno Wolf
    Ch.Sena Lak's Laskana
      Ch.Kiana of Klondike

 

 

Pure Kotzebue Zwinger:

Carol Williams - HERITAGE/CHINOOK

1970 begann Carol Williams Zusammenarbeit mit Eva Seeley. Eva Seeley starb am 28.Dezember 1985 im Alter von 94 Jahren. Ihren letzten Wurf hatte Eva Seeley mit Carol Williams im Jahr 1986, da sie als Mitbesitzer  der Hündin in der Ahnentafel eingetragen war. Eva Seeley letzter Wille war, dass Carol Williams unter ihren Zwingernamen weiterzüchtet, was sie auch im ihren Testament festgehalten hat. Ihr reinen Kotzebuehunde haben Kotzebue und Chinook als Zwingernamen.

Aus der Zucht von Eva Seeley:

Kotzebue Bering of Chinook  Kotzebue Panuck of Chinook

DOB 04.11.1963 aus Sno-Pak Sigdlumala x Tigara's Tundra of Arctica, Züchter Eva Seeley

Heritage KB Tribut of Chinook (DOB 07.10.1986 Mesquite of Timook x Kotzebue Taku of Chinook) Züchter: Carol Williams, Besitzer Chris Janelli

 

Melvin J. & Joann E. Pokrefky- COLDFOOT

Ihr Zwinger war bekannt für das "Desire to go" von ihren Hunden, welches mit einem reinen Kotzebue Hund namens Ch.Shuyak Caro of Cold Foot (geworfen 26.07.1956), gezüchtet von den Norris, begann. Sire: Sno-Paks Kaghis Tugg x Dam: Alaskan Agnishuk of Kuvak. Sein Vater wurde von Art und Nathalie Hodgen (Sno-Pak Zwinger) gezüchtet, einer der ältesten Kotzebue Zwinger ausser Chinook selber. Shuyak war Vater von einigen Champions und wurde als Schlittenhund im Team und beim Weightpull eingesetzt. Er war Grossvater und Vater von zwei Blindenhunden und hielt den Weightpull Rekord für fünf Jahre hintereinander. Das "Desire to go" von seiner Nachzucht war aussergewöhnlich gut. Shuyak wurde sehr alt und lief mit 12 Jahren noch als Lead im Gespann.

      Ch. Toro of Bras Coupe
    Kaghi of Kobuk 
      Helen of Bras Coupe
  Sno-Pak Kaghi's Tugg
      Igloo Pak's Gripp
    Musher Lane Kila 
      Musher Lane's Taku of Chinook
Ch.Shuyak Caro of Cold Foot, 26.07.1956
      Ch. Toro of Bras Coupe
    Ch. Keowuk of Kobuk
      Helen of Bras Coupe 
  Alaskan Agnishuk of Kuvak
      Ch. Kim of Kotzebue
    Helen of Bras Coupe 
      Kotzebue Cleopatra

Int.Ch. Coldfoot Wagnark, Bes. Helly Vogt 

Ch. Shuyak Caro of Cold Foot x Ch. Cold Foot's Chevak 

geworfen 10.8.1965 - 01.01.1977

Das Bild von Coldfoot Wagnark (Wagnark’ heisst übrigens Nordwestwind) wurde uns von Helly Vogt zur Verfügung gestellt.

 

 

Art und Nathalie Hodgen - SNO - PAK

1949 kauften sie von Mrs.Lawlor zwei Welpen – einen Rüden und eine Hündin. Musher Lane Kila  und der Rüde wurden nie ausgestellt. 

      Navarre of Kotzebue
    Jiffy of Kotzebue
      Pandora of Kotzebue
  Igloo Pak's Gripp
       St.Laurence Mukluk
    Tananna of Igloo Pak
      TinTin of Kotzebue
 Musher Lane Kila, 29.07.1949
      Navarre of Kotzebue
    Chinook's Karluk of Kotzebue
      Taku of Kotzebue
  Musher Lane's Taku of Chinook
       Navarre of Kotzebue
    Cleo of Kotzebue
      Pandora of Kotzebue

Als Kila drei oder vier Jahre alt war, beschlossen sie mit ihr zu züchten und wählten als Deckrüden Ch.Toro of Bras Coup, einer der besten Deckrüden zu dieser Zeit,  aus. Sie bekamen aus dieser Verbindung vier Welpen, wovon sie zwei, Kim und Kavik, behielten und die zwei anderen verkauften. Viele ihrer Hunde,  so wie Sno Pak's Kaghi's Tugg (Kaghi of Kobuk x Musher Lane Kila) haben die Zucht sehr beeinflußt.  

einige Hunde aus ihrer Zucht:

Sno Pak Yukon Bandit

Char-Co of Denbigh x Snowflake of Frostie Trail's

DOB 25.09.1975

Sno Pak Tanana

Sno-Pak Anvik x Tigara's Chisana of Kaiyuh

DOB 19.01.1965

Sno Pak  Akalla of Saskatoo

*no more info*

 

Sno Pak Kotzebue Kimo with Arthur Hodgen

Sno-Pak Kotzebue Klondike x Sno Pak Ruby Kataga

DOB 25.10.1983

 

Nathalie and Earl Norris -  ALASKAN / KUVAK

Norris war bekannt für seine Leidenschaft für Schlittenhunde und Rennen. Nathalie arbeitete für Eva Seeley. Sie  heirateten und zogen nach Alaska. Ihre Hunde trugen den Namen Alaskan / Kuvak, später nur noch Kuvak. Sie kauften Toro und seine Schwestern Helen, Lucy and Cookie von  Chauncey Weaver, einem Kanadier. Toro ging dann in den Besitz von Dorothy Dillingham / Tigara über und ist auf ihrem Grundstück begraben.

      Ch.Fakir of Roy-El
    Spawn's  Hot Shot of Roy-El
      Snwomasque White Daimond
  Inuit's Wooly Bully
      Ch. Tigara's Karluk of Roy-El
    Balch 's Ingrid of Benmar
      Ch.Sno-Pak Nashoba
Ch.Alaskan Issuk of Kuvak, 27.02.1971
      Stikeen of Tyee
    Maloot of Kuvak
      Kenai
  Wolf-Pak's K'Loot
      Alaskan's Kiunk of Kuvak
    Alaskan's Kan-Nak-A-Nak of Kuvak
      Alaskan Agnishuk of Kuvak

 

Ch. Kelerak of Kobuk DOB 31.05.1951

 (Ch.Toro of Bras Coupe x Helen of Bras Coupe)

Züchter: Earl + Natalie Norris, Besitzer Robert Zoller 

 

DC und Dorothy Dillingham - TIGARA

Der Zwinger Tigara wurde 1950 gegründet. Es begann alles damit dass sich DC Dillingham und Dorothy beim Santa Ana Valley Kennel Club trafen. Sie war zu diesem Zeitpunkt Besitzerin von zwei "Kotzebues" von Bras Coupe Alaskan Malamute. DC war ein bekannter Chow Züchter und Präsident von dem Santa Ana Valley Kennel Club, wo Dorothy Mitglied war. Ein Jahr später heirateten sie und gründeten eine Familie und den Zwinger Tigara. 1984 gingen die Dillinghams in den Ruhestand und Sam Walden übernahm ihren Zwingernamen "Tigara". DC verstarb am 01.September 1992  und Dorothy folgte ihm am 13. Februar 2006. Sie prägten den Werdegang der Rasse Alaskan Malamute wie kein anderer. Ihre Zucht basierte auf die Würfe die sie mit Toro of Bras Coupe und einigen anderen Sno Pak Hunden hatten (unter anderem Sno Pak Oonalik und Sno Pak Oapik). Dorothy war lange Mitglied des AMCA und aus ihrer Zucht kamen viele Champions von unverkennbarem Typ und Stil. Hier einige berühmten Hunde aus ihrer Linie: Ch. Tigara's Torch of Arctica, Ch. Tigara's Arctic Explorer, Ch. Tigara's Dortic Khan, Ch. Thor of Tigara, Ch. Tigara's  Arctica Tanunak und Rogue of Tigara.  Tigara's Winsome Witch wurde nie ausgestellt, aber man findet sie in vielen Ahnentafel durch ihren Sohn "Tigara's Torch of Arctica".  Tigara's Arctica Eve, ihr Vater war Toro of Bras Coupe, war Mutter und Großmutter von vielen Champions.

      Navarre of Kotzebue 
    Kim of Kotzebue
      Pandora of Kotzebue
  Ch. Toro of Bras Coupe
      Yukon Blizzard
    Kotzebue Cleopatra
      Antartica Cleo 
Ch.Tigara's Artica Eva, 11.6.1956
      Kim of Kotzebue
    Ch.Toro of Bras Coupe
      Kotzebue Cleopatra
  Ch. Alaskan Kuvak's Nasota 
      Kim of Kotzebue 
    Helen of Bras Coupe
      Kotzebue Cleopatra

 

 

aus ihrer Zucht:

Ch.Tigara's Torch of Arctica, DOB 20.05.1960 

(Tigara's Arctic Explorer x Tigara's Winsome Witch)

Ch.Tigara's Whip of Arctica, DOB 17.05.1965 

(Tigara's Jo-Dan of Artica x Tigara's Tomisha of Mar-Venus)

 

Co-ownerships sind in USA und Kanada sehr üblich, ein Hund kann 2-3 Eigentümer haben und noch bei einem anderen Halter stehen. Viele grosse Züchter von damals (heute vielleicht auch noch) handhaben dies so, z.B. Tigara war eine sogenannte Züchtergemeinschaften. Bei Tigara  gehörten zeitweise  mehrere Züchter zum Zuchtnamen Tigara, diese Leute waren bereit, nach den Vorgaben von Dillingham's zu züchten, das war ein durchdachtes Programm, welcher Rüde jetzt mit welcher Hündin gepaart wird. Dadurch  waren Sie aber auch laufend quer durch’s Land unterwegs um die Nachkommen selber zu sehen und zu wissen, was aus welcher Paarung geworden ist.  

Hier einige Hunde die mehrer Besitzer haben

Toro of Bras Coupe    05.07.46  Eigentümer Weaver & Norris, Züchter Eva B. Seeley

Kim of Kotzebue 01.07.41  Eigentümer  J.Milton & Seeley, Züchter J. Milton & Seeley

Cookie of Bras Coupe  05.07.46  Eigentümer  Weaver & Dillingham, Züchter Eva B. Seeley

Helen + Lucy  of Bras Coupe  06.09.46 Eigentümer  Weaver & Norris,  Züchter  Seeley

Tigara's Camelot of Tumleh 07.04.1971 , Eigentümer G.H.Schwalbe & Diana Carter,  Züchter G.H.Schwalbe

 

 

Hier noch einige Hunde die viel zu der Entstehung der Rasse beigetragen haben und in vielen Ahnentafeln zu finden sind:

Züchter Paul Voelker, Besitzer Silver Sled Kennel, nicht registriert

     
    Oomik
     
  Tobuk
     
    Nanook
     
Mikiuk, DOB späte 30ziger/frühe 40ziger / Rüde
     
    Peluk
     
  Kapuk
     
    Oolik
     

 

      Ch.Gripp of Yukon
    Navarre of Kotzebue
      Taku of Kotzebue
  Ch. Kim of Kotzebue
      Ch. Gripp of Yukon
    Pandora of Kotzebue
      Wray of Antarctica
Ch. Toro of Bras Coupe, DOB 05.07.1946
      Yukon Jad
    Yukon Blizzard
      Bessie
  Kotzebue Cleopatra
      Antarctica Taku's Milt
    Cleo of Antarctica
      Antarctica Taku

 

Ch.Toro of Bras Coupe

Er arbeitete sieben Jahre am Trainingswagen und Schlitten bevor er das erste mal ausgestellt wurde.

 

 

Text: 

The new complete Alaskan Malamute/ Maxwell Riddle + Beth J.Harris, The Alaskan Malamute Yesterday and Today/Barbara Brooks  +  Sherry E.Wallis, AMCA Pedigree Reference Journal.    Translation from english and configuration of Texts ©Sylvia Gremm

photo  scource :

The first lines: AMCA Pedigree Reference Journal, AMCA Newsletter, this is the alaskan Malamute/ Joan Macdonald Brearley

  History of the Alaskan Malamute: The new complete Alaskan Malamute/Maxwell Riddle + Beth J.Harris and AMCA Pedigree Reference Journal ©Sylvia Gremm

 

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Wo lebte das Volk der Mahlemiut  ???

ALASKAN  MALAMUTE  CLUB  OF  AMERICA

Newsletter Vol.51, No.12, Dezember 2003

History Committee “  

Artikel von Jane Wilson Adickes   

Wo lebte das Volk der Mahlemiut  ???   Als ich anfing, dieser Frage nachzugehen, nahm ich bewusst nicht meine zahlreichen Bücher über den Alaskan Malamute zur Hand sondern versuchte, das Vorkommen der verschiedenen Sippen des Volksstammes der Mahlemiut aus historischen Quellen zu eruieren. Normalerweise enthalten Bücher über Hunderassen einen historischen Rückblick; im konkreten Fall steht geschrieben, dass die Mahlemiut in der Gegend des Norton Sound und des Kotzebue Sound lebten. Bei Betrachtung der Landkarte ist zu erkennen, um ein wie großes Gebiet mit einer Reihe unterschiedlichster Klimata es sich handelt. Unter Zuzug von weiteren Dokumenten versuchte ich also, die geographische Lage ihrer Dörfer einzugrenzen.

 Die Mahlemiut waren eine kleine Volksgruppe und nur spärlich wurde über sie geschrieben. Das Orten der exakten Lage ihrer Dörfer erwies sich als eine schwierige Aufgabe, dies umso mehr als sie offenbar des Öfteren umherzogen. Schliesslich stiess ich auf eine 16 Mahlemiut-Dörfer umfassende Liste mit je einem sehr kurzen Beschrieb der einzelnen Siedlungen, verfasst von John R. Swanton, Bureau of American Ethnology Bulletin 145 / 1953. Es handelt sich um einen Auszug aus „The Indian Tribes of North America„ zugehörig zur Smithsonian Institution. Auf den Namen eines jeden Dorfes lasse ich die vollumfängliche Beschreibung folgen. Es handelt sich um offizielle Zensus-Daten (Volkszählung) und ich darf annehmen, dass  diese 16 Siedlungen in den Jahren um 1800 den Standort eines Großteils wenn nicht des gesamten Mahlemiut-Volkes bildeten. Das von „The Northern Plains Archive Project“ ins Internet gesetzte „Swanton’s Bulletin“ wird durch grossartige historische Informationen und Karten ergänzt. Die Website selbst lohnt eine Betrachtung, selbst wenn das Hauptaugenmerk nicht Alaska und den Inuit gilt; weitere Karten wurden in Aussicht gestellt. Ich bediente mich auch des "United States Geological Survey", um die Mahlemuit-Siedlungen so genau als nur möglich zu orten.

Die nummerierten Dreiecke bezeichnen die Lage der Mahlemiut-Dörfer. Weitere Angaben sind zu finden auf der website „query the GNIS online databases“ wo nach Dorfnamen gesucht werden kann. Gewisse Informationen konnte ich in dem 1967 veröffentlic hten „Dictionnary of Alaska Place Names. Geological Survey Professional Paper 567 (von Donald J. Orth) nachschlagen. Die Mahlemiut, welche an der Küste des Norton Sound nördlich von Shaktolik und bei der Landenge der Halbinsel Seward Peninsula siedelten, bewohnten die folgenden Dörfer (gemäss den nummerierten Dreiecken auf der Karte) : 

Von einem der Dörfer ist lediglich sein Name Akchadak-kochkond übrig geblieben und auch seine genaue Lage ging geschichtlich verloren.

 Atten (1) liegt an der Quelle des Buckland River und wird im USGS als frühes Eskimo-Dorf (1869) mit dem Namen Attenmut (oder auch Attemut) erwähnt. Seine Lage wurde angegeben mit „nahe der Quelle des Buckland Flusses, genauere Angaben sind nicht auszumachen

 Chamisso (2) auf Chamisso Island in der Eschscholtz Bay. Diese Insel hat eine Länge von einer Meile (1,36 km) und liegt 57 Meilen südwestlich von Selawik. Im „Dictionary of Alaska Place Names“ wird das Dorf anno 1827 von Capt.F.W.Beechey vom U.S. Signal Service als frühe Eskimo-Siedlung oder Camp mit der Bezeichnung E-owick aufgeführt

 Inglutaligemiut (3) am Inglutalik River. Eine genauere Ortung ist nicht möglich, sodass ich davon ausgehe, das Dorf liege an diesem Fluss, möglicherweise näher der Mündung; die allgemeine Lage stimmt in jedem Falle

 Kongik (4) am Buckland oder Konguk River. Die USGS platziert die Kongik-Siedlung an den Buckland River; die effektive Lage ist allerdings unbekannt, obwohl das Dorf im Zensus von 1880 als Kongigamute und mit einer Bevölkerungszahl von 90 Seelen erwähnt ist. Im Zensus von 1890, also 10 Jahre später, ist es unter dem Namen Kengugmiut mit einer Population von 54 aufgeführt

 Koyuktolik (5) am Koyuk River (keine weiteren Angaben)

Kugaluk  (6) in der Spafarief Bucht an den Ufern des Kotzebue Sound. Im USGS ist von dieser Siedlung nichts erwähnt, jedoch fand ich im „Dictionary of Alaska Place Names“ einen Eintrag, wonach das Dorf an der Nordostküste, zwischen Spafarief Bay und Kiwalik Lagoon lag. Die Zahl der Population wird mit 10 angegeben, die Lage mit 66 Grad 02’ N, 161 Grad 50’ W. Lt. L.A.Zagoskin berichtete anno 1850, dass Kugaluk nach dem Kiwalik River benannt wurde, allerdings verwendete er dafür auch die Bezeichnung Kualing-miut. Um 1890 wurde dieser Ort zum Handelsplatz der Bergbau-Aktivitäten im Raum von Candle

 Kungugemiut (7) am Buckland River. Dieses Dorf konnte ich nur ungefähr platzieren weil nicht klar ist, an welcher Stelle des Flusses es lag.

 Kviguk (8) an der Mündung des Kviguk Flusses, am Ufer des Norton Sound – weitere Angaben sind im USGS nicht verfügbar

 Kvinkak (9)  am Kvinkak River, am oberen Ende des Norton Sound

 Kwik (10)  zwei Dörfer : das eine an einem Flusslauf nahe der Landspitze des Norton Sound,das andere im Westen von Bald Head, Norton Bay, Anno 1880 nennt der Zensus für Kwik eine Bevölkerungszahl von 30. Andere für Kwik benutzte Bezeichnungen und Namen waren:                    Isaacs,  Kuik,  Kuikh,  Kuikli,  Kvigmut,  Kviougmiute,  Kwikh,  Kwikmute,  Queekmute und  Quick. Lt. D.H.Jarvis schreibt 1897 im USGS, dass Kwik ein Eskimo-Ausdruck für ‚Fluss’ ist

 Nubviakchugaluk (11)  an der Nordküste des Norton Sound; gemäss den im USGS enthaltenen Zusatzangaben befand sich dieses Dorf am nördlichen Ufer der Norton Bay, nahe der Mündung des Kwik River. Im Zensus 1880 wird die Bevölkerungszahl von Nubviakchugaluk mit 30 angegeben

 Nuklit (12) am Cape Denbigh, Norton Sound. Gemäss dem „Dictionary“ of Alaska Place Names“ ist eine ebenfalls verwendete Schreibweise Nukleet. Dieser Name wurde 1849 von Capt. M.D.Tebenov, IRN, verwendet. Gemäss Baker (1906) war Nuklit die Inuit-Bezeichnung für Cape Denbigh

 Shaktolik (13)  an der Ostküste des Norton Sound. Auf der website des eingeborenen Alaskan Iditarod Mushers, Palmer Sagoonick, fand ich die folgende kurze Geschichte über Shaktolik:

Shaktolik war das erste und südlichste Mahlemiut-Dorf am Norton Sound und wurde bereits anno 1839 besiedelt. Shaktolik wurde 1842-44 erstmals kartiert von Lt. A.L.Zagoskin von der Imperial Russian Navy, wobei er den Namen Tshaktogmyut verwendete. 12 Meilen nordöstlich, am Cape Denbigh, befindet sich lyatayet, ein sechs- bis achttausend Jahre alter Markstein von nationaler historischer Bedeutung. Ursprünglich befand sich das Dorf 6 Meilen flussaufwärts am Saktoolik River und verschob sich um 1933 zur Flussmündung. Dieser Ort war schweren Stürmen und Unwettern ausgesetzt und siedelte im Jahr 1967 an seine heutige, wesentlich besser geschützte Lage um. Zurzeit gibt es am ursprünglichen Ort lediglich zwei bewohnte Behausungen. Von 1930-1933 und 1944-1949 war eine Poststelle in Betrieb, sie wurde erst kürzlich wiedereröffnet, nachdem Shaktolik anno 1969 als Zweitklass-Stadt eingemeindet wurde. Das Gebiet von Shaktoolik war um 1905 ein wichtiger Scheideplatz für Rentierherden

 Taapkuk (14)  am Cape Espenberg, Kotzebue Sound. Im „Dictionary of Alaska Place Names“ wird Taapkuk 1847 von Lt. L.A.Zagoskin, IRN, als frühere Eskimo-Siedlung mit dem Namen Tapichakgmut aufgeführt; im Zensus 1880 ist die Populationsstärke mit 42 Seelen angegeben

 Ulukuk (15)  am Ulukuk River, im Osten des Norton Sound. Gemäss USGS war dies ein früheres Eskimo-Dorf, von dem Lt. L.A.Zagoskin 1842-1844 berichtete. Die USGS vermutet, dass es sich 20-30 Meilen im Osten des Norton Sound, am Unalakleet River, befand. Der Ulukuk ist ein Nebenarm des Unalakleet River, etwa 30-40 Meilen entfernt am Norton Sound. Obwohl meine beiden Quellen eine widersprüchliche Information bezüglich der genauen Lage dieses Dorfes liefern, lässt sich eine auf 20 Meilen exakte Schätzung abgeben

 Ungalik (16)  an der Mündung des Ungalik River am östlichen Ende des Norton Sound

 Mit einer neu erschienenen, aktuellen Karte in Händen, konnte ich mir nun ein viel klareres Bild darüber machen, wo in Alaska die Mahlemiut – Hunde lebten. Das in dieser Gegend vorherrschende Klima dürfte wohl der hauptsächlichste natürliche Selektionsgrund gewesen sein. Der nächste mich interessierende Punkt im Zusammenhang mit dem Klima der Seward Peninsula war die dort zu erwartende Schneequalität – kalte, wüstenähnliche Konditionen oder einfach die für Ebenen typische Kälte.

Wie es sich im Rahmen der Diskussionen über die Länge des Fells unseres Alaskan Malamute herausstellte, besitzt Alaska Wüsten-Zonen (www.alaska.com/three deserts of the north), deren zwei ganz in der Nähe der Seward Peninsula. Die Great Kobuk Sanddünen umfassen  25 Quadratmeilen (ca. 40 km2), dies ist die welt-grösste aktive Dünenfläche nördlich des Polarkreises. Obwohl heisse Sommertemperaturen erreicht werden (über 90’ Fahrenheit  ist es in der übrigen Zeit des Jahres sehr kalt. Diese Dünen befinden sich im Kobuk Valley National Park, etwa 90 Meilen (145 km) nördlich von Kotzebue.

Eine andere nur 5 Quadratmeilen grosse Dünen-Zone heisst Nohagabara Dunes und liegt in den Niederungen des Oberlaufs des Dagiti River, rund 35 Meilen westlich von Huslia bzw. 60 Meilen im Norden von Galena (siehe Landkarte Koyukuk National Wildlife Refuge, accompanying map). Ein Blick auf die Karte lässt erkennen, dass diese Tundra-Wüstenregion nicht dort liegt, wo die historischen Mahlemiut lebten. Dörfer und Wüstengebiet werden sogar durch Bergketten voneinander getrennt. Gemäss website des U.S.D.A. Forest Service handelt es sich bei der Seward Halbinsel um eineTundra-Wiesenlandschaft. Hiernach ein paar Angaben dazu:

 Seward Peninsula, Tundra-Meadow Province, 20'600 Quadratmeilen (53,4 km2)

Gestaltung der Landoberfläche: Das Gebiet beinhaltet ausgedehnte Hochebenen (150-600 m) mit breiten, konvexen Hügeln mit flacher Wasserscheide, durchzogen von V-förmigen Tälern. Einzelne Gruppen von  vergletscherten Bergen überragen mit ihren 800-1'400 m hohen Gipfeln das Küstengebiet und die Tiefebenen. Das Muttergestein ist hauptsächlich metamorph mit Granit-Intrusionen von mächtigem Ausmass. Es herrscht eine periglaziale Entwicklung und es bilden sich keilförmige Eisbrocken

Klima: Charakteristisch für das Klima der arktischen Tundra sind die langen, kalten Winter und die kurzen, kühlen Sommer. In Nome beispielsweise verzeichnete man eine Tiefsttemperatur von -47’F (-44’C) und ein Maximum von +84’F (+29’C). Die durchschnittliche Temperatur beträgt etwa 3’F (-16’C) im Januar und um die +50’F  (+10’C) im Juli. Im Winter liegt die durchschnittliche Tagestemperatur zwischen minimal -24 und -19’C und maximal -16 bis -11’C. Die sommerlichen Werte reichen von 1 – 6’C bis höchstens 13 – 17’C. Die Wachstumsperiode dauert  weniger als zwei Monate ! Im Winter muss mit recht heftigen Schneefällen gerechnet werden, im Sommer aber auch mit grossen Regenmengen. Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 18 inches (460 mm), Schnee gibt es jährlich zwischen 39 – 78 inches (1-2 m)

Vegetation:

In der feucht-nassen Tundra der Niederungen gibt es Vegetation, aber auch in der alpinen Tundra auf den höheren Bergen. Die Vegetation besteht in der Hauptsache aus Büscheln von Riedgras, durchsetzt mit weit verstreuten Weiden und Birken sowie einzelnen Hartholzwäldern (Fichten).

Die amerikanischen Entdecker unseres Alaskan Malamute  rekrutierten ihre Hunde nicht direkt aus den Mahlemiut-Dörfern, um damit die Zuchtbasis der Rasse zu schaffen. Somit sollten wir vorsichtig sein, wenn wir uns auf jenes Mahlemiut-Bild beziehen um zu erklären, warum unsere modernen Hunde so aussehen, wie sie eben aussehen, auch hinsichtlich der Länge und Beschaffenheit des Fells.  Einige das Aussehen und Verhalten unserer modernen Malamutes beeinflussende Gene gehen möglicherweise nicht auf den ursprünglichen Hundebestand in den auf der Karte eingezeichneten Mahlemiut-Dörfern zurück.Möglicherweise stammen sie aus anderen Teilen von Alaska und Canada; auch mögen die während des ‚American Goldrush’ von außerhalb eingeschleusten Hunde einen gewissen genetischen Einfluss ausgeübt haben. Die Karte gibt uns aber nützliche Hinweise über das Erbe unserer Rasse und lehrt uns, dass diese ursprünglichen Hunde große Unterschiede in einer Vielzahl von Witterungs-bedingungen erdulden mussten, inbegriffen heftige Schneefälle und Temperaturen, die von frostig bis sehr kalt im Winter pendelten, im Sommer von kühl bis warm, dies allerdings während nur sehr kurzen Perioden.

 Die Siedlungen wurden allesamt an Küsten und Flüssen errichtet, somit waren die Hunde starken Regenfällen und recht unterschiedlicher Schneebeschaffenheit ausgesetzt. Gemäss der im Rassestandard enthaltenen Beschreibung des Erscheinungsbildes, inklusive Haarkleid, wäre ein unter jenen Bedingungen lebender Alaskan Malamute entsprechend gerüstet.

 Die Suche nach den frühen Mahlemiut-Siedlungen war eine äußerst zeitaufwändige aber auch faszinierende Aufgabe. Ich war überrascht von der Vielzahl der aufgelisteten Dörfer und erfuhr dadurch, dass die Mahlemiut in einem größeren geographischen Gebiet lebten als ich mir dies vorgestellt hatte. Vielleicht motiviert ja die von mir erarbeitete Karte weitere Interessierte, nach zusätzlichen Informationen über die Geschichte unserer herrlichen Rasse zu forschen !!

deutsche Übersetzung  Helly Vogt, gefunden SKNH Club-Bulletin Ausgabe 04/06 ©Helly Vogt

 

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