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Epilepsie Homöopathie Hundeapotheke Endoparasiten

 

 

Unser H-Wurf

 

Allgemein

Auf der Seite Gesundheit haben wir einige Grundinformationen zusammengetragen, leider ist das Thema  unendlich fortzusetzen, daher haben wir  versucht uns auf wichtige Dinge zu beschränken. Allgemein ist noch zu sagen, dass die Normaltemperatur -rektal gemessen-  bei einem Hund zwischen 37,5 und 38,5 Grad liegt und die Mundschleimhäute rosa gefärbt sind - auf Druck mit einem Finger muss diese sofort nachfärben. Bei allen klassischen Krankheitssymptomen wie abnormer Durst, schleimiger Durchfall, deutliche Mattheit und Temperatur über 39 Grad, wo berechtigte Sorge am Platz ist, bitte keine "Hausmittelchen" einsetzten , sondern mit dem Hund/Welpen sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Belasten Sie ihren Hund bis zu ca. einem Jahr nicht übermäßig durch Gewaltmärsche, Bergablaufen, Fahrradfahren, Treppensteigen, glatte Böden usw... auch wenn es den Anschein hat, dass er bereits körperlich kräftig entwickelt ist, es ist dennoch seine Entwicklungs -vor allen Dinge- Wachstumsphase. 

Der Zahnwechsel findet im Alter ab ca. 4 Monate statt und hier  beißt Ihr Welpe besonders  viel. Er macht sich ein Spiel daraus und man muss "NEIN" sagen. Während des Zahnwechsel, bitte nicht mit dem Hund Zerren, Ziehen usw. Gerade in dieser Zeit kann sich durch diese Spiele eine Kieferfehlbildung entwickeln, die nicht erwünscht ist. (Mehr über das Gebiss unter FAQ)

 

 

Hot Spot

Hot Spot, Sommerekzem, feuchte Dermatitis (Hautentzündung) oder oberflächliche Pyodermie (eitrige Hautentzündung) werden diese schnell auftretenden, meist runden, eitrigen, nässenden und stark geröteten Hautstellen genannt, die besonders im Sommer an allen möglichen Körperregionen auftreten können. Die betroffenen Stellen sind schmerzhaft, meist stark juckend und da die Entzündung in der Regel mit starkem Sekretfluss (Exsudat) verbunden ist, sind die umliegenden Haare verklebt, das Tier stinkt unangenehm. Hunde langhaariger und stark behaarter Rassen - wie z.B. Berner Sennenhunde, Bernhardiner, Dt. Schäferhunde, Neufundländer, Golden Retriever, Wolfsspitze, Chow Chows - sind besonders anfällig für diese Erkrankung. Begünstigend wirkt feucht-warmes Wetter. Ursache für das Auftreten der quälenden Hot Spots ist meistens starkes Belecken bestimmter Hautstellen infolge unangenehmen Juckreizes. Als Auslöser des Juckreizes kommen Ektoparasiten (Flöhe, Zecken, Milben etc.), allergische Hauterkrankungen (Flohdermatitis, Kontaktallergie), reizende Substanzen (Spritzmittel auf den Feldern) oder kleine Verletzungen in Frage. Aber auch psychische Störungen, ernährungsbedingter Fettsäuremangel oder mangelnde Fellpflege können entsprechendes Belecken und Benagen verursachen.

Ohne gezielte Behandlung breitet sich die Hautentzündung schnell aus, die betroffenen Stellen werden größer, neue kommen hinzu. So kann sich aus einem lokalen Hot Spot rasch eine generalisierte Pyodermie entwickeln. Suchen Sie deshalb bei den kleinsten Anzeichen Ihren Tierarzt auf. Er wird die veränderten Hautstellen zuerst großzügig scheren. So wird ein Verkleben der umliegenden Fellregion vermieden, die Ausbreitung der Erkrankung gestoppt und gleichzeitig kann genügend Luft an die Wunde, um ein Abtrocknen und schnelleres Heilen zu ermöglichen. Wichtig ist auch das gründliche Reinigen der Ekzeme (in der Regel 1 mal täglich). Hierfür gibt es spezielle Lösungen, mild desinfizierende Flüssigseifen oder medizinische Shampoos, die gleichzeitig auch bakterizid und juckreizstillend wirken. 

Zur antibiotischen Versorgung der Haut braucht man ein Antibiotikum, das besonders effektiv gegen die Hauptverursacher der Krankheit, nämlich pathogene Staphylokokken und Streptokokken, wirkt, tief in die Haut eindringen kann und sogar bei Eiter aktiv ist. Bereits in der Humanmedizin hat sich die sogenannte Fusidinsäure hier besonders bewährt. Zur zusätzlichen Entzündungsbekämpfung und zur Stillung des Juckreizes eignet sich der Wirkstoff Betamethason hervorragend. Die sinnvolle Kombination beider Substanzen findet man in der Tiermedizin z.B. in Form sogenannter Carbomer-Gelee. Diese Gelees haben den großen Vorteil, daß sie trotz haariger Haut sofort einen guten Kontakt ermöglichen, sich selbst ohne größeres Einmassieren schnell und gleichmäßig verteilen und selbst auf nässenden Wunden sicher haften. Da die Gele nicht fetten und damit die Läsion nicht abdichten, ist die für die rasche Heilung wichtige Luftzufuhr gewährleistet. Durch das schnelle Einziehen des Gels in die Haut und den raschen Wirkungseintritt, lassen die Beschwerden normal bald nach, dem Patienten bleiben kaum Grund und Gelegenheit das Medikament abzulecken bzw. die Wunde weiter zu bearbeiten. 

Trotzdem kann je nach Schwere der Erkrankung zumindest in den ersten Tagen ein Halskragen als Leckschutz sinnvoll sein. Von "innen" unterstützen kann man die Therapie durch die Gabe essentieller Fettsäuren. Sie kommen hochdosiert in speziellen Futterergänzungsmitteln vor und zeichnen sich durch ihren positiven Einfluß auf die Heilung von Hautproblemen und die Regeneration von Haut und Haarkleid aus.
Die Prognose für die Heilung der Hot Spots ist gut, allerdings kann es leider zu Rezidiven kommen, wenn nicht gleichzeitig die auslösende Ursache der Erkrankung bekämpft wird

*Dr.Med.Vet.Karsten  Hesse*

 

 

Erkrankungen der Analbeutel

Die paarig angelegten Analbeutel, deren Innenauskleidung die Analdrüsen bilden, liegen links und rechts des Afters eingebettet in dessen Schließmuskulatur. Die kleinen, schlitzförmigen oder stecknadelkopfgroßen Öffnungen ihrer Ausführungsgänge münden bei 4 Uhr- und 8 Uhr-Stellung in die Afterrosette.  

Die Analdrüsen produzieren ein übelriechendes, fettiges, bräunliches Sekret, das beim Kotabsatz von dem darüber gleitenden Kotstrang aus den Beutel herausgedrückt wird und den Kot überzieht. Hunde und Katzen finden den Duft im Gegensatz zu uns äußerst gut und vor allem interessant, ist er doch individuell verschieden und dient somit als "Visitenkarte": "Von wem ist wohl dieses Häufchen?! - Aha!".

 Durchfall oder weicher Kot verhindern die natürliche Entleerung der Analbeutel. Es kommt zum Sekretstau, das Sekret dickt ein und verstopft die engen Ausführungsgänge. Auch Vernarbungen, angetrocknete Kotkrusten oder Entzündungsprodukte können die Analbeutelöffnungen ein- oder beidseitig verlegen und zu Problemen führen.  Die Symptome einer solchen Analbeutelverstopfung bzw. eines -Sekretstaus sind variabel. Neben dem typischen "Schlittenfahren" (das Tier rutscht sitzend mit seinem Hintern über den Boden), können Einkneifen des Schwanzes, Belecken der Anal- und Schwanzregion und Juckreiz in diesem Gebiet beobachtet werden. Der Juckreiz kann so ausstrahlen, dass sich die Tiere auch ihre Flanken, Hinterbeine, die Kruppengegend oder den Schwanz benagen. Sollten die Symptome nach 2 - 3 Tagen nicht besser werden, wenn es dem Tier nämlich gelingt die Öffnungen der Analbeutel durch Belecken oder Beknabbern wieder freizulegen, wird der Gang zum Tierarzt nötig. Denn wird die Verstopfung nicht behoben, kann es durch Eindringen von Bakterien zur sehr schmerzhaften Entzündung eines oder beider Analbeutel kommen. Die Symptome verschlimmern sich: ständiges Lecken am After, Schwanzbewegungen werden vermieden, Unruhe und Hecheln wegen der starken Schmerzen, gelegentlich auch Fieber und Unwillen zu Laufen, Schmerz und Aufschreien beim Versuch Kot abzusetzen. Oft ist der gesamte Analring entzündet und geschwollen, die stark vergrößerten Analbeutel wölben sich deutlich unter der Haut hervor. Daher achten Sie auf die Anzeichnen bevor es zu einer Entzündung / Verschlimmerung  kommt!

Behandlung

Wie bereits erwähnt ist die  wichtigste Möglichkeiten einer Behandlung  die Entleerung und Spülung der Analbeutel. Die Analbeutel werden durch manuellen Druck entleert, um den "Sekretstau"  zu beseitigen. Sind die Ausführungsgänge durch das zähe Sekret bereits verstopft, wird mit Hilfe einer stumpfen Kanüle eine Spülflüssigkeit in den Beutel eingebracht, um ihn schlussendlich gründlich zu entleeren. Diese Maßnahme sollte nochmals in einem einwöchigen Abstand wiederholt werden. Hunde, die zu dieser Erkrankung neigen, sollten ohnehin in regelmäßigen Abständen tierärztlich untersucht werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Ist diese bereits eingetreten, wird zusätzlich ein antibiotisches und entzündungshemmendes Medikament (zum Bsp.Ampicillin - Spülung)  in den Analbeutel hineingegeben. Ein Analbeutelabszess wird gespalten und mehrere Tage bis zur vollständigen Abheilung gespült. Die Behandlung muss häufig durch Tablettengabe (zum Bsp. Ampicillin - Tabletten, 2 x täglich, 10 Tage) unterstützt werden. Ist eine Analbeutelentzündung chronisch geworden und tritt immer wieder auf, ist eine Heilung nur durch eine operative Entfernung der Analbeutel zu erzielen. Diese Operation geschieht unter Allgemeinnarkose, bei der die Analbeutel mit einer erstarrenden Flüssigkeit gefüllt und nach deren Verfestigung vorsichtig herauspräpariert werden.  Nach einer erfolgreichen Operation ist der Hund zukünftig von jeglichem Analbeutelleiden befreit sowie auch von den dadurch verursachten Hautekzemen und starken, unangenehmen Körpergerüchen.

*Dr.Med.Vet.Karsten  Hesse*

Homöopathische Therapie:

 Sulfur D6-D12 als  Hauptmittel bei Entzündungen im Afterbereich, auch grundsätzlich als Therapieeinleitung

Myristica Sebifera D2, D4 zur Abszessreifung

Hepar Sulfuris D3, D8 bei ausgeprägtem Abszess

Graphites D4,D6 wenn das Sekret honigartig und klebrig ist

Causticum Hahnemanni D12(D30) wenn das Sekret eitrig wird

Silicea D6, D12 (D30) bei chronischer Entzündung der Drüse mit Vereiterung  und Fistelbildung

Asa foetidas D4 bei vereiterten  Analbeuteln mit hoher Schmerzhaftigkeit

Aesculus hippocastanum D3 bei Entzündung der Aftergegend

Äußerlich:

Anwendung von Eichenrinden-Kompressen,-Umschlägen (Soweit möglich). Ca. 100g Cortex Quercus Eichenrinde, auf 1 ltr. Wasser, eine Stunde kalt ansetzen, dann 15 Minuten aufkochen und mit 10 ltr. Wasser verdünnen.

Hamamelis oder Calendula - Salbe, bzw. Tinktur

*Naturheilweisen am Tier, Consilium Cedip Veterinarcum*

 

Anmerkung : Hamamelis gibt es in der Apotheke auch in Zäpfchenform. Diese Heilsalbe führen Sie Ihrem Hund abends nach dem letzten Spaziergang ein, das Zäpfchen wirkt kurzfristig entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es ist aber nachweislich keine probate Therapie, um Analbeutelentzündungen effektiv und auf Dauer zu bekämpfen.

Unter anderem leiden Hündinnen öfters unter Analdrüsenentzündung als Rüden

 

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Liegeschwielen

Oft liest man, dass man den Hunden zum Vermeiden von Liegeschwielen eine weichere Unterlage bieten soll. Wir haben die Erfahrung gemacht dass sie trotz weicher Unterlage Liegeschwielen bekommen können. Liegeschwielen entstehen meist an der Außenseite des Ellbogens, sind aber auch manchmal an den Kniegelenken des Hundes zu finden. Solange dies Verhornung sich nicht entzündet oder eine Schleimbeutelentzündung entsteht, ist es nur ein Schönheitsfehler.

Homöopathie: Um Liegeschwielen zu lindern oder eventuell ganz zum Verschwinden zu bringen, helfen meist folgende Mittel : Graphites D4 und Antimonium crudum D15, viermal täglich im Wechsel und abends 1 Tablette Calcium Fluoratum D30 für zwei bis drei Wochen. 

*Quelle H.G.Wolff, Unsere Hunde-Gesund durch Homöopathie*

Natürliche Heilmittel: Hilfreich gegen Liegeschwielen ist eine Salbe aus 10g Bienenwachs, diesen bekommen Sie im Reformhaus, und 3 Esslöffel echtem Bienenhonig. Das Wachs schmelzen und den Honig hineinrühren. Nach dem Abkühlen können sie diese Salbe auf die Liegeschwielen einmassieren. Am besten gehen Sie danach mit Ihrem Hund spazieren, damit er die Salbe nicht gleich wieder ableckt. Auch hilft hier Johanniskrautöl,  1x täglich die betroffenen Hautstellen mit 2 - 3 Tropfen einreiben. Die Haut wird wieder geschmeidig, der Haarwuchs gefördert.  Vaseline oder Melkfett helfen hier allerdings auch. 

 

 

 Kim und viertgeborene Hündin / T- Wurf, März 2011  

 

Ernährung

Die Futtermittelindustrie von Trockenfutter macht es dem Hundehalter und neuem Welpenbesitzer leicht. Es gibt für jede Situation, in denen besondere Anforderungen an die Ernährung gestellt werden, Futtermittel,  wie zum Beispiel während des Wachstums, bei körperlichen Belastungen, Allergien,  wenn die Hündin trächtig ist oder ihre Welpen mit Milch versorgen muss. Den Fertigprodukten sind keine zusätzlichen Vitamine  hinzuzufügen, da das Futter eine ausgewogene Zusammenstellung an Vitaminen, die der Hund benötigt, hat. Im Gegenteil, oft ist die zusätzliche Versorgung von anderen Stoffen, das gilt für einige Vitamine und Mineralien, sogar schädlich, weil damit eine Überversorgung entstehen kann.

Kira und A-Wurf

 Normalerweise erhalten Sie von Ihrem Züchter einen Futterplan und für die nächsten Tage genügend Futter mit und können somit Ihren Welpen langsam auf ein Futter Ihrer Wahl umstellen – oder auch bei diesem bleiben. Falls Sie das Futter umstellen möchten, so lassen sie sich etwas Zeit damit, der kleine Kerl muss sich an so viel Neues gewöhnen, da wäre ein Futterwechsel nicht unbedingt das Beste für ihn und auch unnötig. . Nach einer Eingewöhnungsphase können sie dann langsam damit beginnen, den Welpen auf ein neues Futter umzustellen. Fangen sie mit einer kleinen Ration an, die sie unter das gewohnte Futter geben, langsam wechseln sie so nun die Futtermittel in dem sie immer weniger von dem geben was sie weglassen möchten und immer mehr von dem was sie füttern möchten Anfänglich wird der Welpe 3 x gefüttert, ab dem zwölften Monat bekommt er 2 Mahlzeiten. Die Fütterungsmenge richtet sich nach der Entwicklung des Hundes, die empfohlene Fütterungsmenge der Futterhersteller sind, unter Beobachtung des Hundes, einzuhalten. Allerdings isst der Welpe in seiner Entwicklungszeit fast dieselbe  Menge – wie später als erwachsener Hund.  Gut bedeckte Rippen, die noch gut fühlbar sind und keine Speckauflage haben, sind hier der Maßstab. Entfernen sie das Futter wenn innerhalb von 10 Minuten der Napf nicht leer ist. Das Füttern von Leckereien zwischen den Mahlzeiten ist nicht sinnvoll, weil sie ihren Hund für die festen Mahlzeiten zu wählerisch machen, was allerdings kleine Belohnungen für gute Taten (Gehorsam, Sauberkeit) ausschließt,  Hunde lieben auch Obst und Gemüse (das Gemüse etwas andünsten, damit die Hunde die Vitamine aufnehmen können.) , Magerquark –auf Durchfall achten, einmal die Woche ein Eigelb, Eiweiß nur gekocht füttern. Kontrollieren Sie durch Wiegen die Gewichtszunahme Ihres Welpen. Sehr wichtig dem Welpen, auch dem erwachsenen Hund, immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stellen.  

 Nicht jeder Hund verträgt jedes Futter, es kann durchaus sein, dass ein Hund mit Blähungen oder sogar mit Durchfall auf ein bestimmtes Futter reagiert. Auch die Verdaulichkeit der Nährstoffe kann in den Futtermitteln unterschiedlich sein, wenn der Hund viel von dem Futter essen muss um satt zu werden und um sein Gewicht zu halten und hinterher „große Geschäfte“ erledigt – ist die Verdaulichkeit der Nährstoffe zu niedrig. Bei guter Verdaulichkeit des Futters reicht eine geringe Menge aus, damit der Hund satt wird. Bei der Fütterung sollte man auf  Knochen, zum Beispiel von Kotlett oder Hühnchen, verzichten, da es durch scharfe Enden oder Knochensplitter zu schweren Verletzungen im Bereich der Speiseröhre, Magen und Darm kommen kann. Teilweise sind auch sehr unangenehme und schmerzhafte Verstopfungen die Folge. Kaufen Sie die im Handel angeboten Kauartikel, wie Büffelhautknochen oder Kalbsknochen usw. Füttern Sie Ihrem Hund niemals rohes Schweinefleisch, es könnte Aujeszky-Viren enthalten, bei Hunden verursacht dieser Virus eine tödliche Infektion.

Belohnung: Gerade ein Alaskan Malamute macht seine Arbeit oder Kommandos besonders gerne wenn er weiß, es gibt hinterher ein Leckerli. Achten Sie auf die Größe der Belohnung, denn gerade wenn sie mit ihrem Welpen in der Welpenspielstunde oder Junghundgruppe sind, ist eine kleine Belohnung ausreichend, denn es bringt ihnen nichts, wenn ihr Welpe "Stunden damit" beschäftigt ist seine Belohnung zu zerkleinern. Auch sollten Sie an solchen Tagen bei der täglichen Futterration die Belohnungen  abziehen. 

Wässern: Jeder der selber Sport betreibt, weiß, wie wichtig eine auszureichende Flüssigkeitsaufnahme davor  ist. Wir  Sportler wissen dies, aber wie bekomme ich die Flüssigkeit in meinen Hund hinein ? Wir wässern unsere Hunde circa 1,5 - 2 Stunden mit einer "Brühe" aus eingeweichtem Hundefutter und circa 1 ltr. Wasser,  falls wir vergessen haben es einzuweichen benutzen wir püriertes Hundefutter. Im Fachhandel angebotene lösliche Suppenbrühe (Knorr, Maggie usw.), Thunfisch oder Ölsardinen sind zwar für jeden Hund sehr schmackhaft, aber haben den Nachteil, dass sie zu stark gesalzen sind und der Hund dadurch wieder "durstig" wird. Die Flüssigkeitsaufnahme nach dem Laufen ist genauso wichtig, je nach Streckenlänger und Witterung gibt man den Hunden 30-45 Minuten circa einen 1/2 - 3/4  ltr. Brühe.

 

 

 Hündin aus  unserem R-Wurf (Nome + Koyuk)

 

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Schutzimpfungen

Impfungen müssen sein, denn nur so kann man seinen Hund vor gefährlichen Infektionskrankheiten schützen. Es ist eine regelmäßige jährliche Wiederholungsimpfung erforderlich. Alle Impfungen werden in den Heimtierausweis eingetragen. Diesen benötigen Sie außer zu den Impfterminen auch bei Ausstellungen und allen Hundesportveranstaltungen.  

Die Impfungen die Ihr Welpe erhalten hat, entnehmen Sie dem Heimtierausweis, der Ihnen Ihr Züchter ausgehändigt hat. Die Wiederholungs- und Tollwutimpfung sind mit dem neuen Tierarzt abzusprechen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass verschiedene Tierärzte, unterschiedliche Auffassungen für die Abfolge der Impfungen vertreten. 

Staupe (S)  

Die Hunde-Staupe ist bereits seit dem 18.Jahrhundert bekannt. Diese Infektionskrankheit wird durch ein Virus hervorgerufen – von dem erst kürzlich in einigen Regionen des Bundesgebietes Ausbrüche verzeichnet wurden. Gefährdet sind meist  Jungtiere zwischen 4 und 6 Monaten. Das Virus wird direkt beim Beschlecken oder beim Beschnuppern übertragen, ist aber auch im Augen- und Nasenausfluss, Speichel und Urin enthalten und wird durch diese weitergegeben. Auch über den Futternapf kann eine Übertragung erfolgen. Nach einigen Tagen bis zu einer Woche nach Infektion zeigen sich die Krankheitserscheinungen wie Fieber, Appetitlosigkeit, klarer Augen- und Nasenausfluss (der eitrig werden kann) und Husten.

 

Hepatitis (H)

Die ansteckende Leberentzündung tritt nur noch selten auf. Diese Krankheit wird ebenfalls durch einen Virus verursacht und der Virus wird, außer durch Kontakt mit infizierten Gegenständen, hauptsächlich durch Speichel, Harn und Kot übertragen. Die Hunde können manchmal innerhalb weniger Stunden sterben, ohne dass der Tierhalter vorher etwas bemerkt  hat. Symptome sind Fieber, Mandelentzündung mit Lymphknotenschwellung, starke Bauchschmerzen und Störung des zentralen Nervensystems. In der Heilungsphase können graue Hornhauttrübungen auftreten.

 

Parvovirose (P)

Parvovirose des Hundes wurde im Jahr 1978 fast gleichzeitig in Europa, Nordamerika und Australien entdeckt. Die Gefahr der Parvovirose besteht in der hohen Widerstandskraft des Virus, das außerhalb des Körpers mehrere Monate überleben kann. Über einen langen Zeitraum werden die Erreger insbesondere mit dem Kot ausgeschieden, aber auch mit dem Speichel. Die Tiere können sich durch Belecken oder Beschnuppern sowie durch Gegenstände und Personen anstecken. Die Anzeichen der Krankheit äußert sich 4 – 10 Tage nach Ansteckung. Man beobachtet Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, wässrigen bis blutigen Durchfall und Erbrechen. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust kann die Parvovirose zum Tod führen.

 

Leptospirose (L)

Die Bakterien werden von den befallenen Tieren mit dem Harn ausgeschieden und halten sich auf feuchten Böden sehr lange. Die Leptospiren werden über die Schleimhäute des Verdauungsapparates aufgenommen und rufen leichte, fiebrige Erkrankungen bis zu schwersten Leber- und Nierenschäden hervor. Auch Menschen können sich anstecken.

 

Zwingerhusten

Anders als der Name vermuten lässt, können nicht nur im Zwinger gehaltene Hunde, sondern auch in der Wohnung lebende Hunde an Zwingerhusten erkranken. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, sie ist also ansteckend. Erreger sind bestimmte Viren (Parainfluenza, canines Adenovirus2, evtl. Herpes virus canis, menschliches Grippevirus A2 !) und manche Bakterien und Bakterienverwandte (Bordetella, Mykoplasma). Auf die Ansteckung mit diesen Krankheitsauslösern können aber noch eine ganze Reihe von anderen Keimen folgen, die den Verlauf komplizieren. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, das heißt: der Erkrankte niest und hustet die Erreger aus, diese werden über den Luftstrom zum nächsten "Opfer" getragen. Hierbei können Lüftungs- und Heizungsanlagen zur weiten Verbreitung der beitragen.  Es ist eine Art „Erkältung“ der oberen Atemorgane (Entzündung des Kehlkopfes, der Luftröhre und der Bronchien) Damit die Erkrankung ausbrechen kann, muß das Abwehrsystem des Patienten durch Streßfaktoren geschwächt sein. Streß besteht zum Beispiel in Wachstum, Zahnwechsel, Parasitenbefall, Veränderungen der Umgebung und des Futters sowie Ortswechsel und ungünstige Wetterlagen (Herbst, Frühjahr). Die Tiere haben anfallartigen Husten und oft kommt  zunächst ein klarer Nasenausfluss und eine Mandelentzündung dazu. Eine rechtzeitig ausgeführte Impfung kann sinnvoll sein wenn der Hund mit zahlreich fremden Hunde in Kontakt kommt, z.B. auf Ausstellungen oder Hundeveranstaltungen. Eine weitere Möglichkeit ist, das Immunsystem nach allen Regeln der Kunst zu stützen durch die Fütterung von Echinacea-Präparate.

 

Tollwut

Übertragen wird das Virus durch den Speichel (meist bei einem Biss). Tierkadaver können bis zu 90 Tage intakte Viren enthalten. Die Krankheit läuft oft über drei Stadien ab. In den ersten 3 Tagen sind die Tiere scheu und nervös, aber auch gereizt. Danach werden sie unruhig, aggressiv und beißwütig. Die Krankheitserscheinung nennt man rasend Wut. Kurz darauf treten Lähmungserscheinungen auf, die innerhalb 2 – 4 Tagen zum Tod führen. Wenn die ersten Erregungsstadien fehlen und direkt vornehmlich die Lähmungserscheinungen auftraten, spricht man von stiller Wut. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt zwischen 14 und 60 Tagen.

         

Alter des Hundes in Wochen 8. 12. 15. danach jährlich

Parvovirose

Staupe .
Hepatitis .
Leptospirose .
Tollwut . . (oder alle 3 Jahre)
Zwingerhusten ..

 

Das aufgeführte Impfschema stellt keine Richtlinie da, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt einen individuellen Impfplan durch. Einige Tierärzte impfen auch erst in der 15.Woche Tollwut. Grundsätzlich sollten nur gesunde und parasitenfreie Tiere geimpft werden, nur so kann man mit genügend Abwehrstoffen rechnen. Alle Impfungen sind ein nur "fast perfekter" Schutz.

 

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Endoparasiten

    

Eine Entwurmung zweimal im Jahr ist empfehlenswert. Allerdings können sie nicht vorbeugend entwurmen, es werden nur die vorhandenen Würmer und Larven getötet.

 Die Würmer im Kot müssen nicht zu sehen sein!!  Wenn nur der Verdacht besteht, der Hund könnte Würmern haben, sollte man seinen Tierarzt aufsuchen. Werden wurmförmige Gebilde auf dem Kot entdeckt, ist ein Bandwurmbefall möglich. Aber auch der kleine Fuchsbandwarm lässt sich nicht auf den ersten Blick feststellen, dazu sind mikroskopische Tests von Kotproben notwendig. Normalerweise genügt eine walnussgroße Kotprobe für die Untersuchungen. 

Die bei Hunden vorkommenden Würmer sind in zwei große Gruppen einzuteilen: Faden- (Nematoden) und Bandwürmer (Zestoden).

Fadenwürmer:

Spulwürmer (Ascariden) kommen am häufigsten vor. Sie sind spagettiförmig, je nach Wurmgeschlecht und Entwicklungsstadium von wenigen bis zu zehn Zentimeter lang.

Spulwurm

Der Hund infiziert sich mit diesem Parasit entweder durch Aufnehmen von Wurmlarven, die sich innerhalb weniger Tage aus Wurmeiern im Hundekot eines verwurmten Hundes entwickeln, durch Mäusefressen oder durch die vorgeburtliche (pränatale) Infektion. "Inaktive" Spulwurmlarven können über lange Zeit (manchmal mehr als ein Jahr) in der Muskulatur einer Hündin ablagern. Bei einer trächtigen Hündin können diese Spulwurmlarven durch Hormone aktiviert werden und wandern in die Leber und Lungen der Föten. Beim frischgeborenen Welpen entwickeln sich die Larven weiter, werden hochgehustet und abgeschluckt, wo sie sich im Darm zu ausgereiften Spulwürmern entwickeln. Oder häufig werden auch Larven, die im Milchdrüsengewebe des Muttertieres liegen durch die Hormone in der Säugphase  aktiviert und gelangen über die Muttermilch zum Welpen. 

Einmal aufgenommene Spulwurmlarven aus Hundekot, Mäusen und Muttermilch bleiben aber nicht im Darm, sie wandern durch den Körper. Dabei dringen die Larven durch die Darmwand und gelangen meist bei der Erstinfektion von Welpen, die noch keine Immunität aufbauen konnten, über Lymph- und Blutadern über die Leber zur Lunge und - oft bei erwachsenen Hunden - erneut über den Blutweg in den Körperkreislauf des Wirtstieres. Einen Monat lang wandern die Würmer durch den Wirtskörper. Eine Entwurmung kann nur ausgewachsene Würmer töten, aber keine Larven, daher reicht die einmalige Behandlung gegen Spulwürmer nicht.  Mögliche Folgen einer nicht rechtzeitigen Entwurmung bei Welpen: struppiges Fell, Husten, Erbrechen nach dem Füttern, aufgetriebener Bauch, schleimig- weicher Kot bis Durchfall oder Verstopfung durch regelrechte Spulwurmknäuel. Der erwachsene Hund, der als Welpe erstinfiziert wurde und dadurch sein Immunsystem aktiviert hat, bleibt meist frei von Befall. Dies aber erhöht die Gefahr einer weiteren Verbreitung durch die Ausscheidung der Wurmeier.

Die Spulwurmlarven können auch auf den  Menschen übertragbar, deshalb sollte ihr Hund regelmäßig entwurmt werden.

Die zu den Fadenwürmern zählenden Peitschenwürmer haben ein fadenförmiges Vorder- und ein verdicktes Hinterende, die eine Gesamtlänge des Wurmes von etwa sieben Zentimeter ergeben. 

Peitschenwurm

Die auch bei Füchsen anzutreffenden Würmer verbreiten sich durch Eier mit dem Kot des Wirtstieres. Daher findet auch eine Infektion über die Aufnahme dieser Larven über den Mund statt.  Eine Untersuchung auf solche Darmeier ist deshalb nicht gleichbedeutend mit "wurmfrei", nur weil sich keine Eier finden lassen. Möglicherweise wurden nur gerade keine Eier ausgeschieden. Ein leichter Befall kann folgenfrei bleiben, ein massiver jedoch zieht vielleicht Blutarmut, Abmagerung, Kräfteverfall und eine Entwicklungsverzögerung beim Welpen nach sich.

Hakenwürmer

 sind gut ein Zentimeter lang und dünn. Die ausgewachsenen Würmer produzieren Eier, die über den Kot ausgeschieden werden. Gerade bei Zwingerhaltung können sich die Eier außerhalb des Hundes zu infektiösen Larven entwickeln und über die Haut wieder in den Hund gelangen. Ein weiterer Infektionsweg ist die Aufnahme solcher Larven über die Nase durch Belecken des Bodens oder des Fells, dem diese Larven anhaften. Möglich ist auch eine Übertragung auf den Welpen über die Muttermilch, wenn nach einer Infektion die Larven gewandert sind.  

Hakenwurm

Für Welpen kann ein Befall von Hakenwürmern zu großem Blutverlust führen. Reaktionen sind: struppiges Fell, Abmagerung, Dünndarmentzündung mit eventuell blutigem Durchfall, Eisenmangel, Blutarmut oder gar Schock und Tod.  Eine zweimalige Entwurmung mit dem angemessenen Hakenwurmmittel reicht normal aus.

Bandwürmer

Der häufigste Wurm wird 20 Zentimeter bis zu einem halben Meter lang und besteht aus einer Kette mit gurkenkernähnlichen Gliedern.  Die Bandwurmglieder sind beweglich und sehen aus wie kleine Reiskörner. Jedes Bandwurmglied, das mit dem Kot ausgeschieden wird, enthält Eier.  Dort werden sie von Insekten wie Flöhen aufgenommen. Die Insekten dienen den Würmern als Zwischenwirte. Bandwürmer sind eng mit Flohbefall assoziiert. Hunde infizieren sich,  indem sie die Flöhe schlucken, die sich entwickelnde Bandwurmlarven beherbergen. Bei Bandwürmern zählen auch  rohes Fleisch, Mäuse und Ratten zu Ansteckungsquellen.

Bandwurm

Bandwurmbefall beim Hund kann sich durch Juckreiz am After durch auswandernde Bandwurmglieder zeigen, dabei kann es zum "Schlittenfahren" kommen, um die Würmer abzuschütteln. Verdauungsstörungen, Abmagerung und glanzloses Fell können folgen.

Fuchsbandwurm

Der für den Menschen gefährlichste Bandwurm ist der Fuchsbandwurm, der außer den Hund besonders Fuchs und Katze befällt. Der Wurm ist der kleinste mit wenigen Millimetern Länge. Der wichtigste Endwirt dieses Wurmes ist der Rotfuchs, die wichtigsten Zwischenwirte sind Mäuse.  Infektiöse Larven werden bei der Nahrungsaufnahme von Zwischenwirten wie Mäusen, auch anderen Nagern, aufgenommen, wo sie aus dem Darm wandern und über die Blutlaufbahn in die Leber gelangen. 

Fuchsbandwurm

Fuchsbandwurm, Vergrößerung

Dort wachsen sie zu tumorähnlichen Gebilden heran, in denen unzählige Bandwurmgebilde entstehen. Bei der Aufnahme von Mäusen durch den Endwirt werden sie nach der Verdauung frei. Dann entwickeln sich innerhalb von über einem Monat neue Fuchsbandwürmer.

Da sich wie oben beschrieben die Spulwurmlarven  im Körper der Hündin inaktiv einnisten und bei einer Schwangerschaft aktiviert werden und  die Übertragung während der Trächtigkeit   über die Milchdrüsen durch die Muttermilch erfolgt, entwurmt ein verantwortungsvoller Züchter seine Hündin zusätzlich vor dem Deckakt und vor Geburt der Welpen. Die Welpen werden  ab der zweiten Woche bis zur Abgabe  im Abstand von 14 Tagen entwurmt.  Es gibt Wurmmittel in Form von Tabletten, Pasten und Suspensionen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt über die Wahl des Wurmmittels beraten, denn nicht alle Wurmmittel sind gegen alle Darmparasiten wirksam. Auch die Entwurmungsintervalle variieren je nach Infektionsrisiko.

 

 

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 Magendrehung

- was dabei passiert:

Der aufgegaste und/oder mit Futter überladene Magen dreht sich im Uhrzeigersinn um die Speiseröhre herum. Die Folge ist ein teilweiser oder auch völliger Verschluss von Speiseröhre und Magenausgang. Der Magen wird sozusagen abgeklemmt, und durch die Einwirkung der Magensäure auf das Futter entsteht Gas, das den Magen immer mehr aufbläht, da es nicht entweichen kann. Die Milz, die mit dem Magen über eine dünne Gewebeplatte, das sog. Netz verbunden ist, kann sich übrigens mitdrehen. Es entsteht ein lebensbedrohlicher Zustand. 

Besonders häufig sind große Hunderassen betroffen, die Magendrehung kann aber auch bei mittleren und kleinen Hunden auftreten.

Vorbeugung

Füttern sie keine zu reichlichen Mahlzeiten. Insbesondere abends sollte nur eine kleine Menge Futter gegeben werden. Auch Stress spielt offensichtlich eine Rolle. Gönnen sie ihrem Hund deshalb nach der Fütterung eine Ruhepause von etwa 1-1,5 Stunden.

Noch ist nicht genau geklärt, warum die Magendrehung bei bestimmten Hunderassen besonders häufig ist. Solange die Ursachen nicht bis in die Einzelheiten bekannt sind, gibt es keine absolut sichere Methode, eine Magendrehung zu 100 Prozent zu verhindern.

Als Besitzer/in eines großen Hundes mit tiefem Brustkorb müssen sie daher ganz besonders aufmerksam sein, damit sie die Symptome sofort erkennen.

Symptome/ Anzeichen:

  • Plötzliches aufblähen des Magens

  •  Der Hund ist anfänglich sehr unruhig, hat starke Schmerzen, speichelt viel und      versucht erfolglos zu erbrechen, würgt.

  •  Der Bauchumfang nimmt ständig zu.

  •  Klopft man auf die Bauchwand, hört es sich an wie eine Trommel.

  • Der Hund leidet unter Atemnot.

  • Es kommt zu einem Kreislaufversagen, der Hund wirkt sehr abgeschlagen und bewegt sich nicht mehr.

Erste Maßnahmen bei einem Verdacht


Beim geringsten Verdacht müssen sie SOFORT zu einer tierärztlichen Praxis oder Klinik fahren. Rufen sie kurz dort an und informieren sie den diensthabenden Tierarzt/die diensthabende Tierärztin darüber, dass ihr Hund vermutlich eine Magendrehung hat. Zögern sie nicht, nur weil sie unsicher sind, kein Tierarzt ist ihnen böse, wenn es nach all der Hektik nur "falscher Alarm" war. Auch nicht mitten in der Nacht, denn die Magendrehung ist ein absoluter Notfall. Wenige Minuten können entscheidend für das Überleben des betroffenen Hundes sein.

Diagnosestellung:

Die Verdachts- Diagnose kann durch den Tierarzt oft schon allein durch die Klinische Untersuchung gestellt werden. Die Diagnose kann dann durch ein Röntgenbild bestätigt werden.

Behandlung

In den allermeisten Fälle ist ein Operation notwendig, um den verdrehten Magen wieder in seine richtige Lage zurückzuführen.

Zuerst muss der Hund aber stabilisiert werden, d.h. das Gas aus dem aufgeblähten Magen entfernt werden. Entweder wird der Tierarzt mit einer Kanüle das Gas durch die Bauchwand ablassen, oder aber versuchen, eine Magensonde zu schieben.

Sehr wichtig ist auch eine Schocktherapie mittels schnell laufenden Infusionen. Dann kann der Hund operiert werden.

Die Operation sieht so aus, dass der Magen geleert und in seine normale Lage zurückgelegt wird. Es gibt Tierärzte, die den Magen nicht in seiner normal-anatomischen Lage befestigen.

Nach der Operation besteht noch für ca. drei Tage die Gefahr, dass der Hund erneut Herzrhythmusstörungen bekommt, die gegebenenfalls auch noch tödlich sein können.

*Quelle: Vets4pets,Schweiz*

 

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Durchfall

Normalerweise passiert der Nahrungsbrei innerhalb von 8-10 Stunden den Dünndarm, dabei werden 80 % des Wassers aus dem Nahrungsbrei in den Körper aufgenommen. Auch im Dickdarm und Enddarm wird weiter Wasser resorbiert und so die Festigung des Kotes erreicht.  Bei Störungen dieses Verdauungsprozesses kommt es zu einer beschleunigten Darmperistaltik und somit zu einer verkürzten Verdauungszeit. Dabei kann nur wenig Wasser aufgenommen werden. Durch Störungen der Darmzotten kann es auch zu einer zusätzlichen Ausscheidung von Flüssigkeit kommen.

Ursachen dieser Verdauungsstörung können zum Beispiel Ernährungsfehler (Essensreste, Futterwechsel, verdorbenes gefressen), Futterunverträglichkeit, infektiöse Ursachen (Bakterien, Viren, Würmer) oder Störungen der Verdauungssekrete (Leber, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, sowie Nierenerkrankungen) sein.


Das Allgemeinbefinden des Tieres (Mattigkeit, Müdigkeit, Temperatur), die Farbe und Konsistenz des Kotes, Häufigkeit und Menge des Kotabsatzes sowie weitere Krankheitssymptome (Erbrechen) können wichtige Hinweise auf die Schwere der Erkrankung geben. 

Wenn keine Futterunverträglichkeit vorliegt,  der Hund entwurmt und geimpft wurde, ist es meist nichts Ernstes. Ist ihr Hund  ansonsten fit und hat keine Temperatur kann ein Fastentag eingelegt werden. Dieser Nahrungsentzug ist dringend erforderlich, um den Darmzotten Zeit zur Regeneration zu geben. Jede Fütterung in dieser Zeit führt zu weiteren Darmstörungen und verlängert die Genesungszeit. In dieser Zeit darf  Wasser oder Tee (am besten Kamillentee oder schwarzen Tee, ungesüßt! ) in kleinen Mengen, aber ausreichend, angeboten werden. Bei erwachsenen Hunden lässt sich das Problem meist durch eine 24-stündige Fastenperiode, gefolgt von einer Diät über einem Zeitraum von circa 3 Tagen lösen. Geben Sie ihrem Hund in dieser Zeit leichte Kost und auf kleine Mengen mehrmals am Tag verteilt. Wir geben unseren Hunden in so einem Fall immer eine Diät aus einem Drittel gekochtem Reis, einem Drittel Magerquark und einem Drittel gekochtem und püriertem Huhn ohne Haut, man kann auch nur gekochten, leicht gesalzenen, pampig gekochten Reis oder gestampfte Kartoffeln mit fettarmen Rinderhack oder Hüttenkäse geben. Wichtig bleiben Sie immer bei der von Ihnen ausgewählten Diät, ein Wechsel schadet wieder !  Nach der Besserung der Konsistenz des Kotes wird langsam das Normalfutter zur Diät zugefüttert. 

Aber beobachten Sie ihren Hund immer genau, zeigt er Anzeichen von Müdigkeit, Mattheit oder hat Temperatur oder der Durchfall  hat Blutbeimengungen oder die gewünschte Diät bringt absolut keinen Erfolg, sollten Sie sofort Ihren Tierarzt aufsuchen. Nehmen Sie gleich eine Kotprobe mit, falls es erforderlich ist den Kot zu untersuchen. 

Hat Ihr Welpe Durchfall gehört er sofort in die Behandlung eines Tierarztes, denn Welpen verlieren sehr schnell viel Flüssigkeit und können austrocknen.

 

Schneefressen

Schnee bewirkt eine kurzfristige Unterkühlung der Magenschleimhaut und reizt sie damit. In verharschtem Schnee befinden sich zudem kleine, spitze Eisnadeln. Diese können winzige Löcher in die schützende Schleimschicht des Magens reißen. Durch diese Löcher kann Magensäure an die Magenwand gelangen und sie verätzen. All diese Reize schwächen die Abwehrkräfte des Magens. Eine Schwäche, die Krankheitserreger zu nutzen wissen. Ungestört können sie sich in Magen und Darm breit machen und eine Magen-Darm-Entzündung verursachen. Achten Sie also darauf, dass ihr Hund keine Unmengen an Schnee verdrückt. Passionierte Schneefresser können Sie nur durch einen Maulkorb an ihrem Laster hindern. Ist es dann doch passiert, helfen aber meist schon ein Tag fasten und danach zwei bis drei Tage Reis, Quark und Hühnchen-Schonkost.


*Quelle Partner Hund, Ausgabe Februar 2002*

 

Rea und Whisper, Schweden 2003

 

Coronavirusinfektion 

Es handelt sich hier um eine erst seit kurzem bekannte, ansteckende Darminfektion. Diese Krankheit können Hunde jeden Alters bekommen. Bekannt ist diese Infektion in Europa, Nordamerika und Australien, ist aber wahrscheinlich weltweit verbreitet. Es kommt zu Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengungen und Erbrechen. Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.

 

Giardien

 Es handelt sich um mikroskopisch kleine Durchfallerreger von birnenförmiger Gestalt mit Geisselfortsätzen, die sich im Dünndarm von Mensch und Tier aufhalten. Auf ihrer Bauchseite befindet sich ein Saugnapf, mit dem sie sich an der Darmwand fest halten können. Sie dringen also nicht in das Gewebe ein, sondern vermehren sich millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut. Um andere Lebewesen befallen zu können, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle, und lassen sich als Zyste mit dem Kot nach draußen transportieren. Meist werden sie mit dem Regen weggespült oder von Fliegen verschleppt. Von der Zystenwand gut geschützt, warten sie Tage bis Wochen, bis sie von einem neuen Wirt über das Wasser oder verschmutzte Nahrungsmittel aufgenommen werden.

Die Form der Giardien erinnert leicht an eine Birne. Die zwei "Augen" sind in Wirklichkeit Zellkerne mit den Erbinformationen.

Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl bzw. Kot aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder "Camps" oft ungenügend, sodass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass Giardien auch in der Schweiz vorkommen und gerade bei der Katze zu den am häufigsten gefundenen Parasiten in Kotuntersuchungen gehören!

Verschiedene Studien wurden durchgeführt um abzuklären, ob die Giardien von Hunden und Katzen auch auf den Menschen übertragbar sind. In vielen Fällen konnten die Parasiten bei der Katze oder Hund  nachgewiesen werden, jedoch nicht bei deren Besitzerinnen und Besitzern. 

Wie können Sie feststellen, ob Ihr Hund Giardien ausscheidet? Am einfachsten ist eine Untersuchung des Kotes. Dort können die ausgeschiedenen Dauerstadien direkt nachgewiesen werden. Noch exakter ist ein Test, der nicht die ganzen Giardien, sondern nur kleine Strukturen und Produkte davon nachweist. Dieser Test wird in der Humanmedizin angewandt und ist für einen routinemäßigen Einsatz in der Veterinärmedizin leider zu teuer.

 Ein Befall mit Giardien kann und sollte behandelt werden. Zur Verfügung stehen verschiedene Medikamente, die meist über mehrere Tage verabreicht werden müssen. Leider zeigt es sich, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen bereits kurz nach der Behandlung die Giardien wieder nachgewiesen werden können. Eine Erklärungsmöglichkeit besteht darin, dass sich das betreffende Tier erneut angesteckt hat. In diesem Fall müsste abgeklärt werden, ob irgendwo in der Umgebung eine Ansteckungsquelle zu finden ist. Die andere Erklärung besteht darin, dass sich die Giardien während der Behandlung im Gallengang verstecken und für das Medikament nicht zugänglich sind. Erschwerend kommt in diesen Fällen hinzu, dass die befallenen Tiere selbst nicht in der Lage sind, den Parasiten erfolgreich zu bekämpfen. Es handelt sich dabei um so genannte Dauerausscheider. In diesen Fällen wird es notwendig sein, die Behandlung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Autor:
Dr. Heinz Sager
Institut für Parasitologie, Universität Bern

 

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 Eingeschleppte Infektionskrankheiten  

Aus vielbereisten südeuropäischen Ländern (z.B. Frankreich, Italien, Griechenland, Portugal, Marokko, Tunesien, Türkei, aber auch Ungarn und Südschweiz) können Hunde sich an einigen Krankheiten infizieren, die in Deutschland nicht vorkommen. Die meisten Krankheiten sind Infektionen mit Parasiten, die von Mücken, Sandfliegen oder Zecken übertragen werden. Die Krankheitsanzeichen sind sehr unterschiedlich und häufig nicht eindeutig zu erkennen, da die Reise schon länger zurückliegt.

 

Babesiose

Sind Einzeller, die sich in roten Blutkörperchen vermehren und diese dabei zerstören. Es werden dadurch Blutarmut und Gelbsucht ausgelöst. Durch die Zellzerstörung kommt es zu Immunreaktionen. Typische Anzeichen sind Fieber, Abgeschlagenheit, fehlender Appetit, starker Gewichtsverlust. Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung liegen zehn Tage bis drei Wochen. Die Erregen werden durch Zecken (die Auzecke  - Dermacentor Reticulatos - und braune Hundezecke –Rhipicephalus- ) übertragen. Sie kommen in ganz Europa, in Flussnähen, feuchten Gebieten, wie Auwäldern und Moorland, vor. Aktive Zeit ca. Frühjahr bis Oktober. Die Diagnose findet durch eine Blutuntersuchung statt.

 

 

Ehrlichiose

Die Ehrlichiose ist in den Mittelmeerländern eine weit verbreitete Hundekrankheit und wird wie die Babesiose von denselben Zecken übertragen, da die Träger beider Erreger sind. Kleinstorganismen (Rickettsien) setzen sich auf den weißen Blutzellen des Hundes fest und werden von diesen dann in Lymphknoten, Leber und Milz und später auch in andere Organe transportiert. Eins bis drei Wochen nach Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Blutungen an Nase und Schleimhaut, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen und Krampfanfällen. Später kann es zu Knochenmarkschäden und chronischen Blutarmut kommen. Die Diagnose findet durch eine Blutuntersuchung statt.

Hepatozoonose

Zu einer Ansteckung kommt es hier, wenn der Hund die Zecke abbeißt und verschluckt. Die Krankheitserreger gelangen so in die Darmwand des Hundes und von dort aus in den Blutkreislauf. Er setzt sich in Lymphknoten, Knochenmark und in Milz, Leber und Nieren fest. Dort kommt es dann zu Organveränderungen. Typische Krankheitszeichen sind Fieber, Appetitlosigkeit – dadurch Abmagerung, glanzloses Fell, geschwollen Lymphknoten, Nasen- und Augenfluss, blutiger Durchfall, Muskelschwäche und ein steifer Gang. Die Prognose für erkrankte Hunde ist ungewiss, da sich einige Hunde spontan erholen und andere sterben. Für eine Therapie stehen derzeit keine spezifisch wirksamen Medikamente zur Verfügung.

Borreliose, auch Lyme Disease genannt

Ist eine durch Zecken  übertragene bakterielle Infektion. Die Zecke –allgemein bekannt- als Holzbock- kommt in ganz Europa, in Wäldern mit viel Unterholz und dichter Graszone, vor. Aktive Zeit ca. April bis November. In Deutschland haben ca. 30% dieser Zeckenart den Borreliose – Erreger in sich.  Hunde, Menschen, aber auch andere Tierarten können an Borreliose erkranken. Wenn die Zecke rechtzeitig entdeckt und entfernt wird, d.h. nicht vollgesaugt, sondern noch relativ klein, ist die Ansteckung unwahrscheinlich.

Die Krankheit beginnt erst Tage oder Wochen nachdem die Zecke sich vollgesaugt hat. Müdigkeit, Fieber und Appetitlosigkeit, wie bei vielen Infektionskrankheiten sind die ersten Symptome und daher im Anfangsstadium schwer zu erkennen. Hauptssymptom ist meist Lahmheit durch Gelenksentzündungen. Borreliose verursacht im weiteren Verlauf auch eine Erkrankung des Nervensystems, des Herzens und andere Organe. Durch eine Blutprobe ist Borreliose nachweisbar. Bei frühzeitiger Erkennung kann durch Antibiotika die Erkrankung positiv beeinflusst werden. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, daher ist Vorbeugen besonders wichtig. Im Handel wird mittlerweile eine große Palette an Zeckenmitteln angeboten. Gegen Zecken-Borreliose kann auch geimpft werden. Zum erstmaligen Aufbau eines Impfschutzes gegen Borreliose muss Ihr Hund mindestens zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden und anschließend zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes ist eine jährliche Wiederholungsimpfung notwendig. Empfehlenswert ist es die Impftermine vor den Beginn der Zeckensaison zu legen, dass kann regional sehr unterschiedlich sein, daher ist es am besten die Impfungen, das „Für und Wieder“ mit seinem Tierarzt abzusprechen. Den Hund auf alle Fälle nach jedem Spaziergang gut absuchen und falls sich doch eine Zecke festgesaugt hat, immer darauf achten, dass die Zecke vollständig entfernt wird.

 

Nach dem Schlupf aus dem Ei entwickelt sich die Zecke über Larven und Nymphen zum erwachsenen Parasiten. Jedes Stadium benötigt zur Weiterentwicklung eine Blutmahlzeit.

 

Schützen auch Sie sich :

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Der Erreger der FSME, das FSME-Virus, wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Es sind jedoch auch einige wenige Fälle bekannt, bei denen die Erkrankung durch den Genuß unpasteurisierter Milch von infizierten Kühen oder Ziegen ausgelöst wurde.

Als gefährdet, an einer FSME zu erkranken, galten lange Zeit vor allem bestimmte Berufsgruppen wie Förster, Jäger, Wald- und Landarbeiter, da diese besonders häufig von Zecken gestochen werden. Inzwischen sind solche beruflich gefährdeten Personen jedoch meist gegen die FSME geimpft. Daher infizieren sich heutzutage etwa 90 Prozent aller Patienten während ihrer Freizeit mit dem Virus.

In Deutschland erkranken jedes Jahr über hundert Personen an der FSME. Es ist jedoch nicht jeder gleichermaßen gefährdet. Das FSME-Virus tritt nur in bestimmten Regionen, sogenannten Endemiegebieten, auf. In Deutschland sind das vor allem Bayern und Baden-Württemberg, aber auch aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg werden vereinzelt FSME-Fälle gemeldet.

*Quelle: Baxter Deutschland GmbH*

 

Verbreitungsgebiete des FSME-Virus in Europa

Bildquelle: Chiron Behring

Risikogebiete: geringes Erkrankungsrisiko:
gelb: wenige bis keine FSME-Fälle in den letzten Jahren

Hochrisikogebiete: hohes Infektionsrisiko:
rot: mehrere bis gehäuft auftretende FSME-Fälle in den letzten Jahren

 

Leishmaniose

Die Leishmaniose wird durch Leishmanien  (Einzeller) verursacht. Die Einzeller werden durch weibliche Schmetterlings-, Sandmücken übertragen, die man  hauptsächlich in den europäischen Mittelmeerländern findet. Die aktive Zeit ist ca. von Mai bis Oktober. Die Leishmanien werden durch den Stich übertragen, sie breiten sich zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere Organe aus. Krankheitsanzeichen treten oft erst Wochen oder Monate nach der Ansteckung auf. Meist beginnt die Krankheit mit Haarverlust, starker Schuppenbildung und kleine schlecht verheilenden Wunden, besonders um Augen und Schnauze des Hundes. Bei fortschreitender Krankheit verliert der Hund, trotz guten Appetits an Gewicht. Entzündungen der Haut werden manifestiert und die Krallen können brüchig werden. Es kann auch zu Durchfall, Erbrechen, Fieber, Muskelschwund, Lymphknotenvergrößerung, Nierenschäden und Blutarmut kommen. Gegen Leishmaniose existiert leider kein vorbeugender Schutz durch Impfungen oder Medikamente. Sandmücken sind aufgrund ihrer kleinen Größe sehr windempfindlich, fliegen daher bei Wind nicht und fehlen in direkter Küstenregion (also am Strand) und sie sind nachtaktiv. Im Gegensatz zu anderen Stechmücken fliegen Sandmücken ihr Opfer nur dann an, wenn dieses schläft. Als allgemeine Vorsorge wird empfohlen den Hund mit Insektenabwehrmitteln („Autan für  Hunde“) einzusprühen, was allerdings nicht mehr ausreicht wenn sie nicht mehr in Strandnähe sind. Der beste Schutz für ihren Hund ist es ihn nicht in Mittelmeerländer mitzunehmen, wenn Sie ihn dennoch mitnehmen, lassen Sie ihn eine Stunde vor und nach Einbruch der Dämmerung im  Haus.  

 

Sandmücke, ca. zwanzigfach vergrößert

 

Dirofilariose

(Herzwurmerkrankung) Stechmücken übertragen die Larven der Herzwürmer auf den Hund, von der Haut wandern die Larven in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg bis in das Herz. Die Würmer können bis zu 30cm lang werden und leben in den großen Blutgefäßen und im  Herzen. Es kommt zur Einschränkung der Herzfunktion, massiven Kreislaufbeschwerden, Atemnot und Husten. Da die Würmer im Blut nicht nachweisbar sind, müssen Röntgenaufnahmen gemacht werden. Die Behandlung ist sehr schwierig und führt nicht immer zum Erfolg. Verbreitet sind diese Stechmücken in Mittelmeerländern, Südeuropa, USA, Japan und Australien.

 

 

Wie kann ich vorbeugen?

Der 100%-ige Schutz für Ihren Hund ist solche Risikoländer zu meiden. Ansteckungsgefahr ist überall dort wo mit Erregern infizierter Zecken, Stechmücken und Sandmücken vorkommen. Falls Sie trotz dessen mit Ihrem Hund ein solches Urlaubsziel bereisen, ist es wichtig den Hund vor dem Befall von Zecken und Mücken zu schützen. Setzten Sie sich rechtzeitig vor Abreise mit Ihrem Tierarzt in Verbindung, denn mittlerweile gibt es ein zecken- und mückenwirksames Halsband (Protectorband), dass seine Wirkung zwei Wochen nach Anlegen entfaltet und circa 6 Monate anhält. Auch zur Vermeidung von Herzwürmern gibt es verschiedene Medikamente, fragen Sie in diesem Fall Ihren Tierarzt. Er kann ihnen auch bei den Einreisebestimmungen der einzelnen Ländern behilflich sein.

 

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Epilepsie

als Epilepsie bezeichnet man gemeinhin das wiederholte Vorkommen von Anfällen. Dabei ist es wichtig zu wissen, daß Anfälle aus unterschiedlichsten Gründen auftreten können. 


Wenn Ihr vierbeiniger Freund nicht gesund ist, ist das für Sie eine echte Herausforderung - eine Herausforderung, die Sie mit viel Liebe und Zuwendung, mit fachgerechter medizinischer Behandlung und intensiver Beobachtung meistern können.

WAS IST EPILEPSIE?
Epilepsie gehört zur Gruppe der Anfallserkrankungen. Beim Tier zeigen sich die Anfälle als Muskelkrämpfe. Sie können als anhaltende Muskelanspannung oder als Schüttelkrämpfe auftreten. Gleichzeitig beobachtet man oft: Bewusstseinsverlust, Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie Speicheln. Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch ein epilepsiekrankes Tier kann ein treuer Gefährte sein. Es braucht Liebe, Betreuung und Beobachtung.


Man unterscheidet zwei Arten der Epilepsie:
Die primäre Epilepsie ist eine angeborene Krankheit. Sie tritt häufig bei Kleinpudelrassen, Beagles und Collies auf. Die Tiere sind oft älter als zwei oder drei Jahre, wenn der erste Anfall beobachtet wird.
(auch idiopathische oder genetisch bedingte) Epilepsie

Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren, sondern tritt in Folge von anderen Erkrankungen auf. Ursache können Infektionskrankheiten wie Staupe sein. Aber auch andauernde Gehirnentzündungen und andere Krankheitsbilder können Auslöser für eine sekundäre Epilepsie sein.  (auch symptomatische oder organische) Epilepsie

Kategorien der Epilepsie 

gängige Bezeichnung:

Primäre Epilepsie

Sekundäre Epilepsie

andere Bezeichnungen:
  • Idiopathische E.
  • echte Epilepsie
  • Symptomatische E.
  • erworbene Epilepsie
englische Bezeichnungen:
  • primary epilepsy
  • true epilepsy
  • ideopathic epilepsy
  • secondary epilepsy
  • acquired epilepsy
  • symptomatic epilepsy
Hauptmerkmal:
  • verbreitete Form
  • genetisch bedingt
  • vererblich
Anfälle werden  verursacht durch  frühere oder  vorhandene Krankheit

 

Grundsätzlich werden drei Arten der Vererbung unterschieden:  
 

Die defekten Gene sind:

dominant einfach rezessiv polygenetisch rezessiv
In einem der beiden Elterntiere ist ein solch dominantes Gen vorhanden und wird an den Wurf weitergegeben. beide Elternteile haben die gleiche Veranlagung, also gleichartige Gene, dieses "Paar" wird an den Wurf weitergegeben. beide Elternteile haben für sich unterschiedliche Gene, die einzeln keine Wirkung haben, aber in der Kombination die Krankheit vererben
Befall: 
rund 50% des Wurfes sind befallen, aber nur bei einem Teil davon kommt die Epilepsie zum Ausbruch 
 
Befall: 
75 % des Wurfes sind befallen, ca. 25 % haben Epilepsie, 50 % sind nur Träger, 25 % sind ohne Befall
Befall: 
30 - 40 % des Wurfes ist befallen, aber nur bei einem Teil kommt die Epilepsie zum Ausbruch


Aus der nachfolgende Tabelle können Sie die häufigsten Ursachen der sekundären Art entnehmen: 
 
 

Ursachen der Epilepsie und Altersgruppen
Ursache Altersgruppe in Jahren
   < 1 1-5 > 5
       
Primäre Epilepsie      
       
Sekundäre Epilepsie      
Extracranial (aßerhalb des Schädels)      
     Metabolisch (Stoffwechsel):      
                      Hypoglykämie (Blutzuckermangel)      
                      Hypokalzämie(Kalziummangel)      
                      Encephalopathia hepatitica      
                      Hyperlipoproteinämie      
    Toxisch (Vergiftungen)      
Intracranial (innerhalb des Schädels)      
     Entwickelt:      
                      Hydrocephalus (Wasserkopf)      
                      Lissencephaly      
                      Stoffwechsel Erkrankungen      
     Geschwulste      
     Ansteckungen      
                      Tollwut      
                      Staupe      
                      Rickettsien      
                      Protozoale Erkrankung (einzellig ...)      
                      Pilzerkrankungen      
                      G(r)anulomatous meningoencephalitis      
     Trauma      
     Vascular (Blutgefäße)      
       

  Quelle: Managing Epileptic Dogs, Dr. T.B. William, University of Tennessee



WIE SIEHT DAS KRANKHEITSBILD BEI HUND UND KATZE AUS?
Typisch ist, dass der Anfall plötzlich beginnt. Häufig erkennt Sie Ihr Tier nicht mehr und ist auch nicht mehr ansprechbar. Dem aufmerksamen Besitzer können folgende Anzeichen auffallen: Fliegenschnappen, Schwanzbeißen, Raserei, Angstzustände oder ähnliches. Die Tiere stürzen bisweilen unter Aufschreien nieder, der Körper verkrampft sich, es besteht Kiefersperre, die zu Zungenverletzungen führen kann. Nach einigen Sekunden bis wenigen Minuten entwickeln sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen von oft hoher Kraftentfaltung. Die Tiere kauen Speichel zu Schaum, sie lassen jammernde bis stöhnende Laute vernehmen, vielfach wird Urin oder Kot abgesetzt. Der Anfall dauert oft nur wenige Minuten, danach erschlafft der Körper, die Tiere liegen ruhig auf der Seite und erheben sich bald wieder. Häufig sind sie zunächst noch benommen, stoßen zum Teil an Gegenstände und sind noch nicht wieder ansprechbar, erholen sich aber bald. Die Krämpfe können aber auch länger andauern. Nicht immer sind die Symptome in dieser typischen Form zu beobachten. Die Anfälle können, wesentlich schwächer ausgeprägt, zum Teil nur angedeutet und flüchtig sein. 

Man unterscheidet 3 Grade von Anfällen:

Petit mal: Nur sekundenlange Bewusstlosigkeit, starrer Blick, Augenrollen. Oft vom Besitzer unbemerkt.

Grand mal: Beginnt mit Streckkrampf, Umfallen, Atemstillstand, Bewusstlosigkeit, 10-30 Sekunden Konvulsionen, Pupillenerweiterung, Speicheln, Kot/Urinabgang

Status Epilepticus: Kette mehrerer Grand Mal, die ineinander übergehen ohne das der Patient das Bewusstsein erlangt. Kann durch Hirnschwellung oder Kreislaufkollaps zum Tode führen!


 Wenn Ihr Tier einen epileptischen Anfall bekommt: kühlen Kopf bewahren, beruhigend zusprechen und ihm helfen, den Anfall so gut wie möglich durchzustehen. Und bedenken Sie immer der Hund hat keine Schmerzen.


WIE ERFOLGT DIE BEHANDLUNG?
Für die Therapie werden Anti-Epileptika eingesetzt. Häufig handelt es sich um Barbiturate wie Phenobarbital. Wegen der geringen Giftigkeit und der langjährigen Erfahrung mit diesem Medikament eignet sich diese Substanz besonders gut für die Behandlung. Aber auch andere Medikamente können zum Einsatz kommen - von Tier zu Tier individuell unterschiedlich und nach dem Ermessen des Tierarztes.
Das Phenobarbital wird über den Darmtrakt aufgenommen, über die Leber abgebaut und zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden.
Bei Beginn der Therapie wird erst ein bis zwei Wochen nach Einsatz des Arzneimittels ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht. Während dieser Periode ist noch mit Anfällen zu rechnen. Anfängliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Unlust, aber auch vermehrtes Fressen und Urinieren.
Alle Anti-Epileptika müssen regelmäßig, also als Dauertherapie, gegeben werden. In keinem Fall soll das Arzneimittel ohne Rücksprache mit dem Tierarzt plötzlich abgesetzt oder die Tagesdosis verändert werden, da auf diese Weise sehr oft besonders schwere Anfälle provoziert werden können. Auch bei einem gut eingestellten Patienten können noch mehrere Anfälle pro Jahr auftreten, die dann aber oft weniger schwer ablaufen.

WAS TRÄGT ZU EINER ERFOLGREICHEN THERAPIE BEI, WAS KÖNNEN SIE ALS TIERBESITZER TUN
· Die tägliche, von Ihrem Tierarzt eingestellte Medikamentendosis muss strikt eingehalten werden.
· Eine konsequente Beobachtung Ihres Tieres ist besonders wichtig. Bei erhöhter Anfallsfrequenz, aber auch beim Gegenteil, also bei Teilnahmslosigkeit Ihres Tieres, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Auf keinen Fall dürfen Sie die Medikamentengabe ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt reduzieren, erhöhen oder gar vollständig absetzen. Jede Veränderung der Therapie kann epileptische Anfälle auslösen.
· Tierarztbesuche in regelmäßigen Abständen tragen zur optimalen Überprüfung des Gesundheitszustandes und zur Therapiekontrolle Ihres Tieres bei. Der Wirkstoffspiegel des Arzneimittels ist von vielen Faktoren abhängig. So spielen Darm-, Leber- und Nierenfunktion eine wichtige Rolle. Um eine gleichbleibende Konzentration des Anti-Epileptikums zu gewährleisten, ist die Kontrolle des Wirkstoffspiegels über eine Blutuntersuchung sinnvoll. Diese Therapiekontrolle sollte alle drei Monate, mindestens aber alle sechs Monate erfolgen. Die Funktion von Leber und Niere kann gleichzeitig im Rahmen eines Gesundheitsschecks durch eine Blutuntersuchung überprüft werden.
Ihr Tierarzt informiert Sie gern.

Ursachen für den Erwerb der Epilepsie bedürfen einer ausführlichen Untersuchung. Wenn Ihr Tierarzt oder der Tierarzt eines Welpenkäufers sofort annimmt, daß es sich um vererbte Epilepsie handelt - dann wechseln sie den Tierarzt. Im Sinne unserer Tiere und unserer Rassen ist eine vollständige Untersuchung erforderlich. Die Feststellung der Ursache ist ausschlaggebend für die vernünftige Auswahl der Behandlung (oder um zu entscheiden, daß keine Behandlung erforderlich ist), und um die richtige Entscheidung bezüglich des Wurfes, der Eltern und der Verwandten im Zuchtprogramm zu treffen.

Ein Zitat von Epilepsie-Experten  Dr. Wood, gefunden auf Dalmaweb:

"Meiner Meinung nach werden voreilige Entscheidungen zum Einschläfern epileptischer Hunde zuvorderst von Menschen getroffen, die sich davor  fürchten, daß ihr Tier einen Anfall hat oder die fälschlicher Weise  annehmen, daß das Tier während und nach der Attacke schrecklich leidet. Während eines Anfalls sind die Tiere nicht in der Lage, Schmerzen oder Angst wahrzunehmen, zumindest erinneren sie sich nicht daran. Dies basiert auf Erkenntnissen bei der Epilepsie des Menschen, und ist  - obwohl nicht völlig beweisbar - eine verläßliche Extrapolation aus der  Human-Medizin. Der Anfall ist fast immer für den Betrachter wesentlich traumatischer als für das Tier selbst. 
  
 Das Bemühen, das Tier vor Verletzungen zu schützen (ins Wasser fallen,  gegen irgend etwas zu laufen ...) ist alles, um was sich ein Dabeistehender  kümmern sollte - nicht darum, daß das Tier während des Anfalls leiden  könnte.  
  
  In Bezug auf die Lebensqualität muß noch ein anderer Mythos zerstört  werden, nämlich daß epileptische Tiere unglücklich und nicht in der Lage  sind, ein zufriedenes Leben zu führen.    Viele Besitzer berichten von einer andauernden Veränderung im Temperament nach dem ersten Anfall, und einige berichten, daß der Hund anscheinend nicht mehr so glücklich ist, seit er krampfhemmende Medikamente bekommt. Trotzdem ist es völlig normal, daß diese Tiere ein langes und erfülltes Leben haben - mit gelegentlichen oder seltenen Anfällen. Und es scheint mir unmoralisch, den voreiligen Schluß zu ziehen, daß man sich um diese Tiere nicht liebevoll kümmern kann und ihnen nicht erlaubt, friedlich und in der Umgebung ihrer Familie ihr Leben zu verbringen.  "

Falls Interesse besteht hier finden sie den gesamten Artikel von Dr.Woods.

*Quellen: Laboklin, Dalmaweb*

 

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Unser J-Wurf

 

Notfälle...

Als Besitzer eines Welpen, auch eines erwachsenen Hundes, werden Sie eventuell mit Notsituationen konfrontiert. Haben Sie immer die Telefonnummer ihres Tierarztes bereit, falls dieser nicht erreichbar ist, sollte man zur Sicherheit immer eine "Ersatztelefonnummer" eines Tierarztes oder Tierklinik in der Nähe zur Hand haben. Bedenken Sie auch, dass ein verletzter Hund aus Angst, Panik und Schmerzen beißen kann, falls dies passiert binden Sie ihm die Schnauze zu.

Insektenstiche verursachen Schwellungen und gelegentlich kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen. Benutzen Sie Eiswürfel oder Cool Packs um die Schwellung zu reduzieren. Falls sie den Stachel des Insektes entdecken, versuchen Sie ihn mit einer Pinzette heraus zu ziehen. Bei Schwellungen der Atemwege und bei einer allergischen Reaktion gehört Ihr Hund sofort zum Tierarzt.

Stromschlag: Hat Ihr Hund an einem Elektrokabel angenagt oder sich auf andere Art und Weise einen elektrischen Schlag geholt, so sind zu Beginn eventuell lokale Verbrennungen zu sehen. Wenn möglich halten sie die verbrannte Stelle unter Wasser oder kühlen Sie die Stelle mit Eiswürfeln oder Cool Packs. Um solche Situationen  zu vermeiden, lassen Sie ihren Welpen  möglichst nicht unbeaufsichtigt an Orte, an denen er Zugang zu elektrischen Leitungen hat.

Vergiftungen: Ganz besonders Welpen haben die Vorliebe alles erdenkliche anzuknabbern und zu fressen. Im Falle einer Vergiftung lösen Sie auf keinen Fall Erbrechen aus. Leider gilt es immer noch als "Hausmittel", bei Vergiftungen Erbrechen auszulösen. Die Gefahren sind jedoch bei weitem höher als der vielleicht eintretende Nutzen.  Versuchen Sie nicht, die giftige Substanz zu neutralisieren. Sie können dadurch Ihrem Hund noch mehr schaden. Verabreichen Sie keine Milch oder Öle. Manche Gifte können dadurch noch besser vom Körper aufgenommen werden. Nach Möglichkeit sammeln Sie Proben und Informationen (Reste, Ausscheidungen, Verpackungen, etc.) und suchen sie umgehend Ihren Tierarzt auf.

Hitzschlag: Vermeiden Sie Ihren Hund im Auto zu lassen. In der Sonne kann sich die Innentemperatur ihres Autos bis zu 60°C bis 70°C aufheizen. Bedenken Sie auch, dass ein eben noch schattiges Plätzchen durch das Wandern der Sonne zu einer heißen Hölle werden kann. Bewegen Sie ihren Hund im Sommer  am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden. Im Falle eines Hitzschlages muss ihr Hund so schnell wie möglich abgekühlt werden, duschen Sie ihn mit kaltem Wasser ab, wenn dies  nicht möglich ist kühlen Sie ihn mit feuchten, kalten Tüchern und bringen Sie ihn sofort zum Tierarzt.

Reinigung  von Wunden: Benutzen Sie zur Reinigung der Wunde eine  3%-tige Wasserstoffperoxidlösungen oder klares Wasser.  Zur Desinfektion benutzen Sie eine Jodlösung, zum Beispiel  Betaisodona. Beides erhalten Sie in der Apotheke. Bei einer größeren Verletzung oder falls Sie die Blutung nicht stoppen können bringen Sie ihren Hund sofort zum Tierarzt.

 

 

"Hunde"-Hausapotheke

Um erste Hilfe bei Ihrem Hund leisten zu können, sollten Sie diese Dinge stets im Haus haben. Diese  Hausapotheke ersetzt nicht die Konsultation  eines Tierarztes. Bewahren Sie die Nummer des Tierarztes oder der Tierklinik immer in der Hausapotheke auf, damit sie im Notfall sofort gefunden wird.

 

Pinzette mit abgerundeter Spitze um Fremdkörper (Dornen oder Insektenstachel, etc.) zu entfernen 
Verbandsschere   mit stumpfen Ende
Fieberthermometer  am besten digital, Normaltemperatur zwischen 37,5 und 38,5
Zeckenzange  
Kompressen  
Mullbinden  
selbsthaftende, elastische Binden erhältlich im Pferdehandel
Pflaster am besten wasserfest
Einmalrasierer  zum Entfernen der Hundehaare rund um die Verletzung 
Einmalspritze Zum Eingeben von Medikamenten oder Reinigung der Wunde
Wasserstoffperoxyd 3%ig Desinfektion und Reinigung von Wunden
Betaisodona Desinfektion von Wunden
Medikamente gegen Durchfall Canikur® oder Kohletabletten
Augensalbe gegen Augenentzündungen
japanisches Heilöl oder Nelkenöl bei läufigen Hündinnen auf die Schwanzwurzel und um die Scheide geben mindert den Geruch.
Chlorophylltabletten oder Pulver, günstiger aber schwerer zu dosieren. Rechtzeitig vor Beginn der Läufigkeit gegeben riechen die Hündinnen für Rüden nicht mehr so interessant.
Cool/Hot Pack zum Kühlen von Schwellungen oder Verbrennungen
Vaseline oder Melkfett bei aufgerissenen Pfoten, Pflege der Zitzen

 

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    Homöopathie für Hunde

Homöopatische Mittel helfen bei "einigen" Krankheiten, aber sollte ihr Hund ernsthaft erkrankt sein, stellen Sie ihn zur Sicherheit ihrem Tierarzt vor.

 

Bienen- und Wespenstiche  Apis D6, einsetzbar mit Ledum D6 im Wechsel

Allergien

Apis Mellifica D6, Cardiospermum D3, Lachesis D12, Rhus  Toxicodendron D6, Urtica D6

Haarkleid

abgebrochene Haare -  Lycopodium D30; trocknes Haarkleid, Schuppenbildung - Sulfur D6; übermäßiges Haaren -  Sulfur D6, Thallium aceticum D6

Juckreiz

durch Nervosität - Nux Vomica  D30, ohne Haut- oder  Fellproblem - Agaricus D 30

Arthrose

Rhododendron D3, Bryonia  D6,Causticum D12,Dulcamara D12,Harpagophytum D6, Hekla Lava D6

Milchmangel

Agnus Castus D1,Alfalfa D1, Asa foetida D6, Chamomilla D6, Phytolacca D3, Lactovetsan®-N

Verstopfung

Nux Vomica D6,Alumina D8, Opium D6, Magnesium phosphoricum D6, Byronia D4-D6, Sulfur D6,

Husten

Virusinfektionen: Arsenicum Album D6

Durchfall durch Schneefressen Arcenicum Album D6

Durchfall

 Pulsatilla D4-D6, Podophyllum D4, Mercurius solubilis D6, Arsenicum Album D6,Antimonium crudum D4

Bindehautentzündung

akute und eitrige: Belladona D6, Hepar sulfuris D3, Pulsatilla D6; Chronisch und eitrig: Argentum nitricum D6; mit wässrigem Ausfluß: Aconitum D6, Allium cepa D6, Apis D6, Euphrasia D6; mit Schwellung: Apis D6

Ohrenentzündung

akute, eitrige,schmerzhafte: Hepar Sulfuris D3; akute, wässrig-eitrige: Mercurius vivus D6, chronische-den Gehörgang verstopfende: Tellurium D12; chronische, eitrige, mit Geschwürbildung: Aethiops antimoialis D3; chronische,schrundige, blutige: Acidum nitricum D6; chronische, mit honigartigem Ohrschmalz: Graphites D6

Beruhigungsmittel Avena Sativa - bei schwachen nervösen Hunden, Passiflora incarnata bei emotionellen Problemen wie Nervosität und Angst
Scheinträchtigkeit agressiv, keine Milch: Ignatia D30; im Haus, träge,viel Milch: Pulsatilla D30; Hysterisch: Asa foetida D4; zum Stoppen der Milchproduktion: Phytolacca D3,Salvia officinalis D2
Vorhautentzündung Spülung:Echinacea-angustifolia-Tinktur, 1 : 10 mit abgekochtem Wasser verdünnen.  2 - 3 Täglich eine Woche lang mit einer Einmalspritze spülen. Innerlich: Echinacea-angustifolia 3 täglich eine Dosis über eine Woche.
Gesäugeentzündung Belladonna D4-D6, Apis D6
Zwingerhusten  Arsenicum Album D6 Belladonna D6, Drosera  D2, Ipecacuanha  D6, Spongia D6
Verstauchungen, Prellungen, Blut- und Gelenkergüsse Taumeel D6, Arnica D6
Reisekrankheit, Erbrechen beim Autofahren  Tabacum D6 oder Petroleum D12
Bisswunden Arnica D6
Schockzustände, zum Beispiel nach Unfällen, Beissereien  Aconitum D6
Gelenkentzündungen Byronia D6, Rhus Toxicodendron D6, Phoshorus D6

Quelle: "Homöopathie für Hunde" von A.H. Westerhuis und "Unsere Hunde-gesund durch Homöopathie" von H.G.Wolf

 

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Gut durch den Winter....

Pfotenpflege

Die Pfoten werden oftmals wenig beachtet, dabei stellen sie ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem gesamten Bewegungsapparat und dem Boden dar. 

Den ersten "Stoßdämpfer" der die Gliedmaßen abfedert bilden die Ballen. Diese bestehen aus einer stark verdickten Epidermis mit einer dicken, weiche- elastischen Hornschicht, einem hohen Papillarkörper, der Blutgefäße und Nerven heranführt und einer starken Unterhautschicht. Diese Unterhautschicht besteht aus zahlreichen elastischen Fasern in die Fettgewebe eingelagert ist.  Bei dem Fett handelt es sich keineswegs um das bekannte weiße und "flutschige" Depotfett, sondern um sogenanntes Baufettgewebe, das wie ein Kugellager funktioniert und die festweiche, federnde Konsistenz der Ballen bedingt. Beim Fleischfresser sind zusätzlich Schweißdrüsen im Ballen integriert, die auch als "Duftdrüsen" dienen und deutliche Trittsiegel hinterlassen. Werden die Ballen als Tastinstrumente gebraucht (Mensch, Affe....) so ist die Verhornung wesentlich weniger stark. Entsprechend der Verwendung des Zehenendorgans als Grab-, Scharr-, Kratz- und Tastorgan wird der Ballen im Verhältnis zum Nagel positioniert. D.h. wenn der Hund flache Ballen hat, dann haben die Krallen einen zu starken Bodenkontakt und ständige Probleme mit Absplitterungen oder ähnliches sind die Folge.

Insgesamt entwickelt der Hund 5 Zehen, wobei die erste (Daumen) nur verkrümmt und ohne Funktion ist. Besonders an den Hintergliedmaßen entwickeln sich diese sogenannten "Wolfskrallen" bei Rassen, die durch gebietsweise Inzucht entstanden sind (verschiedene Hütehundrassen). Bei einem Laufhund kann es zu Verletzungen an der Wolfskralle kommen. Auch bei der korrekten Fixierung von Booties kann sie hinderlich sein. Ist diese Wolfskralle nur in der Haut verwachsen und besitzt keine sehnige oder knöcherne Verbindung zum Bein, so konnte sie bisher ein Tierarzt in den ersten 3 Tagen nach der Geburt entfernen. Nach dem neuen Tierschutzgesetz ist das aber jetzt verboten und Hunde bei denen diese Kralle amputiert wurde dürfen streng genommen auf Ausstellungen auch nicht mehr vorgestellt werden. Über die Verallgemeinerung dieses Amputationsverbot eben auf alle Körperteile kann an andere Stelle nachgedacht werden - in diesem konkreten Fall ist die Regelung eher schlecht, da der Tierarzt wenn sich der Hund später an diesem sinnlos herum wackelnden Körperteil verletzt hat, es aus medizinischen Gründen in Vollnarkose entfernen darf (muss).

Die Kralle bildet im Prinzip die Form des sogenannten knöchernen Krallenbeines nach. Um das Krallenbein befindet sich die sogenannte Lederhaut, die mit dem bindegewebigen Bett die Krallenbildung und Ernährung des Horn gewährleistet. Die Ballenstärke bestimmt die Höhe es Krallenabstandes zum Boden und damit den Abrieb und den Typ der Fußung.

Training-/Haltungseinflüsse, die Pfoten und Krallen beeinflussen: Werden die Hunde permanent auf weichen Boden gehalten, bildet sich keine derbe Hornschicht an den Ballen aus, weiterhin nutzen sich die Krallen nicht ab. Bei den ersten Rennen werden dann wunde Ballen und Krallenrisse auftreten.  Die Hunde sollten deshalb auch in der trainingsfreien Zeit auf hartem Untergrund (Asphalt, Split) moderat bewegt werden, um die Verhornung der Ballen intakt zu halten.

Bei Hunden mit schlechter Haut-/ und Hornsubstanz empfiehlt sich die Zugabe von Biotin/Zink/Omega-Fettsäuren, wie z.B. Mirra Coat special Care der Firma Albrecht.

Untersuchung der Pfoten:  Nach jedem Training oder auch mal zwischendurch und auf jeden Fall bei Lahmheiten müssen die Pfoten  untersucht werden. Man fängt damit dazu mit der Reinigung mit klarem Wasser an, denn bei verdreckten Pfoten sieht man nichts. Man untersucht den Krallenansatz auf Schwellungen und Entzündungen. Man betrachtet den Ballen. Nicht vergessen die "Schwimmhäute" zwischen den Zehen von oben und unten zu betrachten, da sich hier gerne Risse bilden, besonders nach längerem Schneetraining. Man biege die Zehen vorsichtig auf und ab und zur Seite, um zu kontrollieren, dass die Bänder intakt sind.

Behandlung der Pfoten:

  • Nach Renneinsatz (häufig bei Wagenrennen) Abschürfung der Oberhaut am Ballen
  • Bei Vorschein des rosigen Unterhautgewebes zur Vermeidung von Entzündungen nicht mehr Einspannen. Auf jeden Fall Pfotenschutz/Bootie.
  • Keine Lotionen / Salben, wie Bepanthen o.ä. sondern Pfotenschutzbalsam auf Wachsbasis mit Aloe Vera oder Hamamelis.
  • Vorbeuge betreiben: Haltung, Fütterung, Zucht; rechtzeitiger Einsatz von qualitativ guten, intakten und  Booties.
  • Keine "Behandlung" von intakten Pfoten.
  • Kleinere Spalten, geringe Tiefe : Blue Ointment, Zinkoxidspray, Booties.
  • Größere, tiefere Spalten, Schwellung der Pfote: Kein Renneinsatz! Betaisadonna (Polyvidonjod)-Salbe, Bootie. Strenge Beobachtung des Hundes (Lahmheitsverlauf, Fieber) da systemische Infektion möglich.
  • Nagelverletzung: Kürzen des gesplitterten  Hornteils (Blutungsgefahr) Verband oder Bootie, je nach Infektionslage antibiotische Salbe. Aus systemische Infektionen achten.

  • Geschwollen Pfoten oder Zehen nach dem Rennen (keine Verletzung): Kortisonhaltige Salbe und Bootie locker anlegen. Besteht die Schwellung noch, sollte der Hund nicht mehr am Rennen teilnehmen, da die Gefahr von Blasenbildung oder Gewebeirritationen groß ist.
  • Infektion der Pfoten können sich in 24h zu einer Allgemeininfektion entwickeln, daher sind sie ernst zu nehmen.
  • Amoxicillin hat sich als gutes Basisantibiotikum bei derartigen Infektionen bewährt.

von Dr.med.vet.Karsten Hesse

 

Tipp: 

Schnellballbildung: wenn  sich Schnee zwischen den Ballen  festsetzt, sollten Sie bei langhaarigen Hunden die Haare zwischen den Ballen kürzen, ansonsten Speiseöl zwischen die Ballen reiben (Originaltipp von schwedischen Mushern)

 Wählen Sie für ihre Spaziergänge möglichst Wege, die nicht gestreut werden, denn die gestreuten Splitsteinchen sind für die im Winter ohnehin empfindlichere Ballenhornhaut oft schmerzhaft und nicht selten spießt sich sogar ein Steinchen in die feuchte und auch aufgeweichte Pfotenhaut ein. Auch Streusalz kann in kleinen Hornhautrissen unangenehm brennen und zu Verätzungen führen. Zu Hause angekommen lecken die Hunde an der schmerzenden und brennende Pfote, wodurch  noch mehr Keime in die Wunden  einmassiert werden. Die Folge sind Leckekzeme, Zwischenzehenekzeme, eitrige Hautentzündungen, Bewegungsunlust durch wunde, schmerzhafte Pfoten.  Des weiteren können scharfe Eiskanten und Firnschnee an den ungeschützten Pfoten zu kleinen bis tiefen Schnittverletzungen und Schürfwunden führen. Man sollte nach jedem Winterspaziergang die Pfoten gründlich kontrollieren, mit lauwarmem Wasser reinigen und alle Splitsteine und Salzreste entfernen und nach Bedarf Vaseline/Melkfett oder eine spezielle Pfotenschutzcreme auftragen.

 

Frostschutzmittel 

Kommt der Hund in die Gelegenheit das süßschmeckendes Frostschutzmittel aufzulecken, kann dies zu schwerem Nierenschaden und – je nach Giftmenge – zu tödlichem Nierenversagen kommen.


Symptome: Starkes Speicheln, spontanes Erbrechen schon Minuten nach dem Aufschlecken, Durchfall, Mattigkeit, Taumeln, Krämpfe, Hinfälligkeit

Suchen Sie sofort einem Tierarzt auf, wenn der Verdacht besteht, dass Ihr Hund die Möglichkeit hatte Frostschutzmittel aufzuschlecken.


Behandlung: Magenspülung, Infusionen, um die Nierenfunktion zu erhalten; als Gegenmittel wird Alkohol zur Infusion gegeben

 

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