oder was ist eigentlich .......

 

Augen Hüftgelenksdysplasie Athrose Gechlechtserkrankungen
Gebiss Hunde im Alter Hoden Läufigkeit/Trächtigkeit

 

Iraluq's Ernutaq am 12.06.2003

 

Augen

Augenerkrankungen können nur mit  Hilfe spezieller Ausrüstung erkannt werden. Normalerweise wird Ihr Tierarzt Sie zu einem Augenspezialisten überweisen, der diese Untersuchungen routinemäßig durchführt und speziell in diesem Bereich fortgebildet ist. In Deutschland sind die Augenfachtierärzte im sogenannten "Dortmunder Kreis" - kurz DOK genannt-  zusammengeschlossen. Diese Fachärzte  sind den VDH-Zuchtvereinen (auch dem DCNH) gegenüber berechtigt, bestimmte augenärztliche Diagnosen zu stellen und auch Gutachten/Bewertungen abzugeben, die den Vereinen als Grundlage  für  Zuchtmaßnahmen dienen ( z.B. Zuchtausschluss, Auflagen für die Zucht). Die Untersuchungsergebnisse werden auf einem speziell dafür vorgesehenen Augenuntersuchungsbogen festgehalten.  Die Untersuchungsrichtlinien sind europaweit in Anlehnung an die Vorgaben des European College of Veterinary Ophthalmologists (ECVO) erstellt worden.

 

Schematischer Längsschnitt durch das Auge des Hundes

 

Augenerkrankungen

Mikrophtalmus: zu kleines Auge, rassetypische zum Teil standardbedingte Augenanomalie

Distichiasis: Verdopplung einer gegen den Augapfel gerichteten  Wimperreihe oder auch nur einiger Wimpern. Die Wimpern bewirken eine ständige Reizung der Hornhaut und der Bindehäute.

Entropium: Einwärtsrollen des Lidrandes

Ektroium:  Auswärtsrollen des Lidrandes

Katarakt: (grauer Star) Als Katarakt wird jede Trübung der normalerweise völlig durchsichtigen Linse bezeichnet. Katarakte können sehr verschiedene Ursachen haben. z.B. können Katarakte in Zusammenhang mit Traumata, Entzündungen, Stoffwechselstörungen z.Bsp. Diabetes mellitus, MPP und Infektionen entstehen. Der bekannteste ist der Altersstar und der im Alter bei vielen Hunden auftritt. Katarakt kann erworben oder angeboren sein. Die Entwicklung eines Katarakts führt zur Beeinträchtigung der Sehkraft, im schlimmsten Fall zum Erblinden.

Glaukom (= Grüner Star)
Das Glaukom ist eine Erhöhung des Augeninnendruckes. Diese Erhöhung des Druckes schädigt die Netzhaut und den Sehnerven. Außerdem verursacht er starke Dehnungsschmerzen, da das Auge «wie ein Luftballon aufgeblasen» wird. Die Ursache für die Erhöhung des Augeninnendruckes ist immer die Verringerung oder Blockierung des Kammerwasserabflusses im Bereich des Kammerwinkels (= Filtrationswinkel).
Beim sogenannten Primärglaukom sind angeborene Veränderungen im Kammerwinkel zu finden (z.B. Goniodystrophie, enger Winkel). Das Sekundärglaukom entsteht durch erworbene Veränderungen (z.B. Verklebungen als Folge von Entzündungen des inneren Auges oder intraokulare Tumoren).
Behandlungsziel bei Glaukom ist das dauerhafte Absenken des Augeninnendruckes auf normales Niveau. Die Therapie ist medikamentell oder chirurgisch mittels Kryo-, Lasertherapie und fistilierenden Operationen möglich.

Membrana pupillaris persistens (MPP/PPM) : angeborene, fehlende Rückbildung embryonaler Gefäßstrukturen im Bereich der Pupillenöffnung, evtl. mit Trübung der Linse und/oder Hornhaut.

PRA  (Progressive Retina Atrophie):  (erbliche Degeneration der Netzhaut) Die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut  sind ungenügend entwickelt und verkümmern immer mehr.

RD ( Retina Dysplasie) : (Netzhautauflösung) RD ist ein vielgestaltige, durch Faltenbildung der Netzhaut gekennzeichnete, angeborene, erbliche Erkrankung des Auges.

CCA oder CEA (Collie-Augen-Anomalie):  CCA ist eine angeborene, vererbbare Erkrankung des Auges, die in unterschiedlichen Graden auftreten kann und eines oder beide Augen betrifft. Die Erkrankung beinhaltet eine embryonale Entwicklungsstörung des Augenhintergrundes mit nicht pigmentierten Bereichen, ausgeprägter Verdrehung der Netzhautarterien und -venen, Vertiefungen und wurmförmige Streifen nahe der Augenpapille bis hin zur Netzhautablösung.

Dermoid-Zysten: Zysten auf der Hornhaut, müssen operativ entfernt werden

Linsenluxation:  Fehlstellung der Linsen

Goniodysplasie:  Missgestaltung des Kammerwinkels

 

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Hüftgelenksdyplasie  

Dysplasie kommt aus dem Griechischen, wobei dys = schlecht und plasia = Formgebung bedeuten

(kurz HD genannt) HD ist eine Fehlbildung des Hüftgelenkes, die durch genetisch und umweltbedingte Faktoren beeinflusst ist. Sie charakterisiert durch abnorme Lockerheit des Hüftgelenkes, sowie Formveränderungen der Gelenkpfanne und/oder des Femurkopfes. 

Bei der Röntgendiagnose  liegt der Hund auf dem Rücken und seine Hinterbeine werden gleichmäßig nach hinten ausgestreckt. Die Muskelentspannung wird durch  Narkose erreicht. Das Röntgenbild muß Becken, Kreuzbein und Oberschenkelknochen mit den Kniegelenken erfassen. Für eine korrekte Beurteilung muß das Bild symmetrisch sein, durch schlechte Ausrichtung wird eventuell eine Fehldiagnose verursacht . Es wird die Kongruenz der Hüftgelenke, die Winkelmessung nach Norberg als allgemein gültige Norm (105° oder mehr bei gesunden Hunden) und Veränderungen krankhafter Art an Hüftgelenkspfanne und Oberschenkelkopf überprüft.

Norberg-Winkel

 

 

Norberg-Winkel (rechts nach links)  HD frei, Verdacht, leicht, mittel und schwer

 
  • HD-frei -A1 und A2-- (Norberg-Winkel von 105° und mehr)
  • HD-Verdacht -Übergangsform, B1 und B2- (Norberg-Winkel von mindestens 100°)
  • HD-leicht -C1 und C2-  (Norberg-Winkel um 100°)
  • HD-mittel -D1 und D2- (Norberg-Winkel zwischen 90 und 100°)
  • HD-schwer -E1 und E2- (Norberg-Winkel unter 90°)

Auf der Basis dieser Kriterien erstellte die wissenschaftliche Kommission eine Einstufungstabelle, die die HD Neigung in fünf Grade einteilt. Die FCI Tabelle wurde 1993 derart geändert, indem die verschiedenen Grade von HD mit den Buchstaben A-E benannt wurden.

 Abgesehen von dieser Tabelle existieren noch einige andere Tabellen überall auf der Welt. Da ist die  OFA Tabelle in der USA, das Britische und Schweizerische Registrierungssystem und die Schwedische HD Tabelle. Die FCI legt das minimale Alter bei 12 Monaten und 18 Monaten für HD fest. Die amerikanische OFA hat das Alter auf 24 Monate festgelegt.

   

Arthrose

Arthrosen sind chronische Gelenkserkrankungen, in deren Verlauf im Gelenk Knorpelgewebe immer mehr zerstört und zunehmend knöchernes Material zugebildet wird. Knorpelschädigung und veränderte Biomechanik des betroffenen Gelenks verursachen über eine Entzündung des Gelenks Schmerzen, die Ihr Tier Ihnen durch Bewegungsunlust, anhaltende oder zeitweise Lahmheit offenbart. Abhängig von ihrer Lokalisation werden Arthrosen unterschiedlich benannt. Zu den bekanntesten beim Hund zählen die Gonarthrose (Kniegelenksarthrose),   die Coxarthrose (Hüftgelenks- arthrose) und die Spondylarthrose / Spondylose (Arthrose an den kleinen Gelenken der Wirbelsäule).

Ursächlich für die Entstehung von Arthrosen sind:

  • angeborene Fehlstellungen und damit Fehlbelastungen eines Gelenkes oder einer gesamten Gliedmaße / eines gesamten Körperteils,
  • Entwicklungsstörungen des Gelenkes bzw. des Gelenkknorpels (OCD, HD, ED), erbliche Ursache ?,
  • Verletzungen (Traumen): Bänderrisse (Rupturen), Verstauchungen (Distorsionen), Ausrenkungen (Luxationen), Absprengungen / freie Körper ,
  • entzündliche Veränderungen (chronische Arthritis z. B. immunbedingte Polyarthritis / Rheuma oder Borreliose)
  • Operationen mit Eröffnung der Gelenkkapsel, z. B. um Folgen oben genannter Erkrankungen oder Verletzungen zu beseitigen oder
  • „altersbedingte Arthrosen“: Folgen von Kombinationen aller oben aufgeführter Reize (über Jahre) bzw. einfache „Abnutzungserscheinungen“

*Quelle Vet Doktor*

 

gesundes Gelenk

Ein durch Arthrose geschädigtes Gelenk

 

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Gebiss  

Die ersten Zähne, seine Milchzähne, bekommt ein Welpe im Alter von ca. 3-4 Wochen. Ein vollständiges entwickeltes Milchgebiss hat 28 Zähne. Im dritten bis vierten Monat setzt der Zahnwechsel ein. Das vollständige Gebiss besteht aus 42 Zähnen, davon im Oberkiefer 6 Schneidezähne (Incisivi = I), zwei Eck oder Fangzähne (Canini = C) 8 vordere Backenzähne (Prämolaren = P) und zwei hintere Backenzähne (Molaren = M). Im Unterkiefer kommen noch zwei Backenzähne dazu. Im Alter von 6-7 Monaten sollte der Zahnwechsel abgeschlossen sein.

 

Zahnstellungen unterscheidet man in:

Bei einem Scherengebiss beißen die oberen Schneidezähne etwas über die unteren. 
Zangengebiss, hier beißen die Schneidezähne beider Kiefer genau  aufeinander.  
Beim Vorbiss greifen die unteren Schneidezähne vor die oberen.
Beim Rückbiss / Überbiss kommen die Schneidezähne des Unterkiefers hinter die oberen.

 

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Hoden

Kryptorchismus bezeichnet eine Störung des Hodenabstiegs beim Welpen, wobei die Hoden ihre endgültige Position im Skrotum (lat.Hodensack) nicht erreichen. Unmittelbar nach der Geburt liegen die Hoden beim Hund noch in der  Bauchhöhle, 5 – 10 Tage nach der Geburt wird der äußere Leistenring und ca. 35-40 Tage nach der Geburt wird die endgültige Position im Hodensack erreicht. Mit ca. 6 Monaten verengt sich der äußere Leistenring so sehr, dass die Hoden nicht mehr hindurchpassen würden. Im Alter von sechs Monaten ist demnach eine endgültige Diagnose des Kryptorchismus möglich.

Der Abstieg der Hoden in den Hodensack erfolgt nicht bei allen Rassen  gleich früh. Bei noch nicht im Hodensack fixierte Hoden empfiehlt sich eine Behandlung durch den Tierarzt um den Abstiegsprozess zu fördern. Meist müssen nicht abgestiegene  Hoden operativ entfernt werden. Die Hodenkontrolle ist daher bei einem Junghund eine besonders wichtige Untersuchung.  

Kryptorchismus bedeutet, dass ein oder beide Hoden nicht sichtbar im Hodensack liegen, sondern unsichtbar in der Leibeshöhle. (unilateral – einseitig oder bilateral – beidseitig). 

Rüden mit nur einem Hoden sind Monorchiden (Einhoder).

 Das Fehlen beider Hoden bezeichnet man als Anorchie.  

Hunde mit diesem Fehler werden auf Ausstellungen nicht bewertet und von der Zucht ausgeschlossen.

        

                                                                                                

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    Läufigkeit

Das Durchschnittsalter für die erste Läufigkeit beträgt circa 5-7 Monate, ist aber von Rasse zu  Rasse verschieden und kann zwischen 4-12 Monaten schwanken.  Die Regelmäßigkeit wird auch durch Umwelteinflüsse, wie Klima, Ernährung und Gesundheit der Hündin beeinflusst.  

Der Läufigkeitszyklus gliedert sich in vier Phasen: Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus.    

Der Läufigkeitszyklus

Stadien Dauer und äussere Anzeichen Erläuterungen

Proöstrus (Vorbrunst)

 erste Phase

Dauer 8 - 13 Tage.

Macht sich bemerkbar durch das Anschwellen der Vulva und blutigem Scheidenausfluss, der von kaum wahrnehmbar und sehr stark variieren kann. 

 In dieser Zeit reifen die Eizellen im Eierstock in den sie umschließenden Eibläschen heran, und diese beginnen sich an der Oberfläche der Eierstöcke zu wölben. Gleichzeitig wird von den Eibläschen das Follikelhormon hergestellt, welches die Gebärmutterschleimhaut als Schwangerschaftvorbereitung zur Schleimabsonderung und zur Drüsenbildung anregt, und auch das Brunstverhalten der Hündin weckt.  

Östrus (Brunst)

 der Höhepunkt der Hitze

Dauer 4 - 7 Tage

Der Scheidenausfluss wird fleischwasserfarben/leicht rosa und die Vulva ist in dieser Phase kleiner und weicher. 

 

Es kommt zur Ovulation –  die reifen Eibläschen platzen und die befruchtungsfähigen Eier wandern in die Eileiter, Richtung Gebärmutter.  Die Hündin lässt sich nun vom Rüden decken.
Metöstrus (Rückbildung) Dauer 6 - 8 Wochen

Keine Äußere Anzeichen;  die Vulva bildet sich zurück

Hat keine Deckung stattgefunden, so sterben die nicht befruchteten Eier ab und werden resorbiert.
Anöstrus (Ruhepause) Dauer 3 - 4 Monate keine Anzeichen Das Fortpflanzungssystem ist jetzt passiv. Und die Hündin verhält sich Rüden gegenüber normal.

  Der richtige Decktag liegt zwischen dem 10. und 13. Tag  nach Einsetzen der Blutung, aber dies kann bei Hündinnen sehr stark variieren. In dieser Zeit hat man bei einem Spaziergang die Hündin am besten immer an der Leine. Viele Hündinnen werden auch bereits am 8.Tag oder erst am 23. Tag nach Beginn der Blutung erfolgreich gedeckt.  Der richtige Decktag ist durch einen Abstrich (Östrogentest)  oder einem Progesterontest sehr leicht festzustellen.

Östrogen und Progesteron ist ein Hormon welches in den Eierstöcken entsteht. Östrogen stimuliert den Genitalbereich und löst die Blutung bei der Läufigkeit aus.  Progesteron oder auch Gelbkörperhormon hat die Funktion die Gebärmutterschleimhaut auf die Ernährung und die Einnistung des Embryos vorzubreiten. Beides sind Geschlechtshormone  und haben direkte Wirkung auf das Gehirn und lösen Verhaltens- und Temperamentveränderungen aus, daher das veränderte Verhalten während einer Läufig- oder Trächtigkeit.

 

 

Trächtigkeit

Feststellung der Trächtigkeit

Die Befruchtung einer Eizelle durch eine Samenzelle führt zur Bildung einer Zygote, die sich bei ihrer Wanderung in die Gebärmutter mehrmals teilt und sich dann in die Uterusschleimhaut einnistet. Diese Einnistung findet bei der Hündin um Tag siebzehn nach dem Eisprung statt. Nun bilden sich kleine Fruchtblasen, die sich erst ab der dritten Woche (frühestens am 18. Tag) durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) nachweisen lassen.

Von der dritten Woche an lässt sich bei einer genauen Untersuchung manchmal ein ampullenartiger Uterus ertasten, sofern die Hündin nicht zu dick und die Bauchdecke entspannt ist.

Zwischen der fünften und der sechsten Woche der Tragzeit erreicht der Durchmesser der Gebärmutter den einer Darmschlinge. In diesem Zeitraum ist es daher schwierig, durch diese Methode einen trächtigen Uterus von einer Darmschlinge mit hartem Stuhl zu unterscheiden

Die Röntgenuntersuchung liefert erst zum Ende der Trächtigkeit brauchbare Ergebnisse, wenn das Skelett der Föten kalzifiziert ist und keine Strahlen mehr durchlässt (ab dem 45. Tag).

Andere Techniken wie Beobachtung von Verhaltensänderungen, Abhören der fötalen Herztöne (bei einigen Hündinnen in den letzten beiden Wochen festzustellen), Überprüfen des Blutes auf Veränderungen (Gerinnungsgeschwindigkeit, Hämatokritwert) oder Überprüfung der Entwicklung des Gesäuges setzen zu spät an oder sind zu ungenau, um sie zur zuverlässigen Feststellung der Trächtigkeit zu verwenden.

Die früheste Diagnose einer Trächtigkeit ist gegenwärtig also durch die Ultraschalluntersuchung möglich

 

Verlauf der Trächtigkeit

 Embryonalhüllen beim Hund

1. Chorion villosum
2. Zottenglatze (Chorion laeve)
3. Urharnsack (Allantois)
4. Schafshaut (Amnion)
5. Nabelbläschen
6. Rand der Plazenta
7. Gürtelplazenta, Typ Plazenta endotheliochorialis

 

Die Tragzeit der Hündin beträgt 58 bis 68 Tage (im Durchschnitt 63 Tage). Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Hündinnen hängen dabei mit der Differenz zwischen dem Datum des Eisprungs und dem Datum der tatsächlichen Befruchtung zusammen. Die Samenzellen können im Durchschnitt vier Tage im Genitaltrakt der Hündin überleben, bis die Eizellen befruchtungsfähig sind. Nach der Befruchtung werden die Eizellen zu Embryonen, die aus den Eileitern in den Uterus wandern und sich gleichmäßig in den beiden Gebärmutterhörnern verteilen. Die Einnistung, d. h. das Festsetzen des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut, findet erst um Tag 17 nach der Befruchtung statt; daher kann die Trächtigkeit vor diesem Datum nicht per Ultraschall festgestellt werden

Der Übergang vom Embryo zum Fötus und das Wachstum des Fötus werden durch die Ernährung über die Plazenta und die Bildung von Fruchthüllen (Amnion und Allantois) sichergestellt, die den Fötus umhüllen und schützen. Eine durch das Wachstum der Föten bedingte Umfangsvermehrung des Abdomens der Mutterhündin wird erst in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit sichtbar.

*gefunden bei Royal Canin*

 

Uterus im Querschnitt 40.Tag Tragezeit, sichtbar ein Embryo mit Hülle

 

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Geschlechtserkrankungen  

Des weiblichen Geschlechtapparates:

  Pyometra

(eitrige Gebärmutterentzündung) Eine Gebärmutterentzündung kann nach einer Läufigkeit auftreten, wenn Muttermund und Gebärmutterhals noch nicht wieder ganz geschlossen sind und aus diesem Grund Keime in die Gebärmutter eindringen können. Es kommt dann zu einer bakteriellen Infektion. Die Symptome sind gelber oder brauner Ausfluss, großer Durst, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und Müdigkeit. Man unterscheidet zwischen einer geschlossenen und offenen Pyometra. Bei der offenen kommt es zu Ausfluss und ist daher leichter zu diagnostizieren. Bei der geschlossenen ist der Gebärmutterhals geschlossen und der Eiter kann nicht abfließen. Nach der Geburt kann es durch Zurückbleiben einer Plazenta oder von Eihüllen auch zu einer Gebärmutterentzündung kommen.  Häufigere Ursache einer Pyometra kann auch eine Hormonbehandlung oder Scheinträchtigkeit sein.

 

 Scheinträchtigkeit

Ein weiteres Problem, dass circa vier bis acht Wochen nach der Läufigkeit auftreten kann ist die Scheinträchtigkeit. Die Ursache hierfür ist, dass  nach dem Eisprung Gelbkörperhormone auf den Eierstöcken entstehen, auch wenn die Hündin nicht aufgenommen hat. Dadurch verhält sich die Hündin wie bei einer Trächtigkeit. Ihr Verhalten ändert sich. Sie will kaum noch Spazieren gehen, zeigt Unruhe und Nestbauverhalten, bemuttert als Welpenersatz Stofftiere oder andere Gegenstände, das Gesäuge schwillt an und es kann teilweise zur Milchproduktion kommen. Sie können ihrer Hündin helfen, indem Sie sehr viel mit ihr unternehmen um sie abzulenken. Das Futter reduzieren um die Milchproduktion zu verhindern und das Entfernen der „Ersatzwelpen“ ist sehr wichtig. Dr.med.vet.Wolfgang Becvar (Naturheilkunde für Hunde) empfiehlt bei einer Scheinträchtigkeit den Einsatz von Pulsatilla D30 oder Ignatia D30 dreimal täglich eine Gabe. Sollte die Scheinträchtigkeit nach jeder Läufigkeit auftreten sollten Sie Rat bei Ihrem Tierarzt suchen und eventuell eine Kastration in Betracht zu ziehen.

Bei den Vorfahren der Hunde, den Wölfen, hat die Scheinträchtigkeit durchaus Gründe:Wölfe leben im Rudel in einer Familienstruktur. Nur die Leitwölfin (alpha-Hündin) wird gedeckt und bekommt Junge. Zur Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit ist es sinnvoll, dass die Welpen vom gesamten Rudel  versorgt werden. Daher kümmern sich die anderen Wölfinnen, meist Schwestern der alpha- Tiere, um den Nachwuchs und säugen ihn. Soziobiologisch nennt man solche Systeme "Helfer-am-Nest"-Systeme (Individuen erhöhen ihre indirekte Fitness, indem sie bei der Aufzucht der Jungen verwandter Individuen helfen). Aus diesem Grund müssen sie zur Milchbildung fähig sein, ohne tatsächlich geworfen zu haben. Verursacht wird das Symptom durch den Anstieg des Hormons Prolaktin  in der Phase der Metöstrus, welches auch bei der trächtigen Hündin die Funktion der  Gestagene  ersetzt. Somit befinden sich Hündinnen mit einer Pseudogravidität zum Zeitpunkt 60 Tage nach ihrer Läufigkeit in der gleichen hormonellen Situation wie ein tatsächlich gravides Tier. In freier Wildbahn garantiert die Tatsache, dass Hunde einen ausgeprägt saisonabhängigen Sexualzyklus besitzen (saisonal monoöstrisch) die Gleichzeitigkeit des Werfens der Welpen und des Angebotes an Ammen für die Jungen.

*Prolaktin ist ein Hormon  das vor allem für das Wachstum der Brustdüse  und die Milchsekretion  verantwortlich ist. Gestagene oder Gelbkörperhormone bereitet die Gebärmutterschleimhaut  auf die Einbettung der befruchteten Eizelle vor

*Quelle Wikipedia*

 

 Gesäugeentzündung 

Bei säugenden Hündinnen, aber auch bei scheinträchtigen Hündinnen kann es zu einer Gesäugeentzündung (Mastitis) kommen. Durch Kontrollieren des Gesäuges werden sie eine Gesäugeentzündung sehr schnell erkennen. Teile oder die gesamte Milchleiste ist mehr oder weniger hart geschwollen, warm und auch gerötet. Die Hündin kann eventuell Fieber bekommen. Bei einer säugenden Hündin kann es passieren dass sie die Welpen nicht mehr saugen lässt. Hier sollte man sich auf alle Fälle mit dem Tierarzt in Verbindung setzen, denn der Einsatz von Antibiotika, um die Welpen nicht zu gefährden, ist nötig. Bei einer scheinträchtigen Hündin kann man homöopathische Mittel wie Belladonna D4 oder D6 (stündlich gegeben) und/oder  Apis D6 verabreichen. Zur Kühlung der Milchleiste versucht man eine kalte Kompresse mit Essigwasser oder essigsaurer Tonerde oder Calendula – Umschlägen. Sollte die Gesäugeentzündung allerdings nicht zurück gehen ist es auch  hier wichtig einen Tierarzt aufzusuchen.

 

 Gesäugetumore

Als gewissenhafter Hündinnenbesitzer sollten sie die Gesäugeleiste Ihrer Hündin überwachen. Durch Abtasten kann man kleine Knoten sehr schnell entdecken. Die Knoten sind meist leicht zu verschieben und knorpelartig. Meist handelt sich es um harmlose Verdickungen, bösartige Gesäugetumore (plattenartige, schwer verschiebbare Geschwulste)  sind eher selten. Aber bei Auftreten von Knoten sollten Sie sich zur Sicherheit mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen.

  

Des männlichen Geschlechtsapperates:

  Vorhautentzündung

Der Rüde leckt sich vermehrt an der Penisspitze und hinterlässt kleine Flecken durch Abtropfen von eitrigem Sekret. Eine etwas gelbe, dickflüssige Absonderung aus der Vorhautöffnung ist normal.  Wird der Ausfluss allerdings dünnflüssig und eitrig und ist die Vorhaut gerötet liegt eine Vorhautentzündung vor. Meist tritt eine Vorhautentzündung auf, wenn Rüden durch den Geruch von läufigen Hündinnen stimuliert werden.  Eine Spülung entfernt Eiteransammlungen, hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Rüden selbst helfen können. Einmal eine körperwarme Spülung mit Echinacea-Tinktur ( 1 : 5 verdünnt) 1 bis 2 x täglich über 1 Woche oder einen Tee aus Ringelblumenblüten. Ringelblumenblüten erhalten Sie in der Drogerie oder Apotheke. Brühen Sie hiervon eine Tasse Tee auf. Wenn der Tee erkaltet ist ziehen Sie ein Einmalspritze von 5 bis 10 ml auf und spülen Sie den Penis damit. Dies machen Sie 1 x 2 täglich circa 4 Tage lang.

Homöopathische Mittel:

Pulsatilla D12 : Ein grünlicher, milder Ausfluss verschmiert die Vorhautöffnung

Hepar Sulfuris D12 : Der Ausfluss ist grau-gelb, beißend und scharf, so dass die Penisspitze Erosionen aufweisen kann.

Sollten Spülungen und homöopathische Mittel keine Besserung bringen, gehen Sie bitte mit Ihrem Hund zum Tierarzt.

 Prostataentzündung

Eine akute Entzündung der Prostata kann man leicht mit Problemen an der Hinterhand oder Wirbelsäule verwechseln. Der Hund läuft ungern und wenn steif und breitbeinig. Wenn die Vorsteherdrüse entzündet ist reagiert der Hund auf Druck im hinteren Bauchbereich und er kann Schwierigkeiten beim Kotabsetzen haben. Der Rüde leckt sich häufig an der Penisspitze, verliert unkontrolliert rötliche Flüssigkeit aus der Penisöffnung und Urin wird tröpfchenweise verloren. Die Drüse, in normalen Zustand je nach Rasse pflaumenkern bis walnussgroß, erreicht dann die Größe eines Apfels. Durch das Betasten der Drüse vom Mastdarm aus wird die Diagnose gesichert. Eine Prostataentzündung gehört in die Behandlung eines Tierarztes.

Quelle: Vet-Doktor

Zumindest im jährlichen Abstand, bei Rüden, die älter als 5 Jahre sind halbjährlich, sollten Sie Ihr Tier in Ihrer Tierarztpraxis zur Untersuchung der Prostata vorstellen. Da die Prostata in unmittelbarer Nähe zum Enddarm liegt, kann mit einer einfachen Tastuntersuchung im Enddarm Größe und Beschaffenheit der Prostata beurteilt werden.

Wenn Ihre Tierärztin / Ihr Tierarzt bei dieser für Ihren Rüden möglicherweise unangenehmen, aber nicht schmerzhaften Untersuchung Veränderungen an der Prostata ertastet hat, kann mittels Röntgen- und/oder Ultraschalluntersuchung eine genauere Diagnosestellung erfolgen.
Während im Röntgen nur der äußere Umriss des Organs sichtbar ist, kann im Ultraschallbild auch die innere Struktur begutachtet ( ggf. Darstellung von Prostatazysten) und eine genaue Vermessung der Prostata durchgeführt werden. Entsprechend der Diagnose kann Ihre Tierärztin / Ihr Tierarzt dann eine gezielte Therapie der Prostatavergrößerung einleiten und damit auch möglichen Folgeerkrankungen wie z.B. der Vergrößerung von Prostatazysten oder der Entstehung einer Perinealhernie (Dammbruch) vorbeugen.

 Hodenentzündung (Orchitis)

Tritt meist durch eine Verletzung oder auch Infektion auf. Die betroffenen Hoden sind geschwollen und wärmer als sonst. Eine Tastuntersuchung ist meist mit großen Schmerzen für die Hunde verbunden. Es kann Fieber auftreten, sie bewegen sich steif und gehemmt, sitzen meist und werden apathisch. Eine Hodenentzündung gehört auch in die Behandlung eines Tierarztes, denn nach einer starken Infektion kann es zu Sterilität kommen, wogegen Verletzungen meist ohne Folgen ausheilen.

  Bei einem Hodensackekzem  ist nur die Haut der Hoden betroffen. Die Hoden werden vom Hodensack (Skotrum) umhüllt. Dieser dient zur Schutzfunktion. Unter ungünstigen Wetterbedingungen, wie z.Bsp. feuchte Kälte, kann es zu Entzündungen des Hodensacks kommen. Durch Lecken und „knappern“ wird die Entzündung der Haut noch verstärkt. Der Rüde bewegt sich ungern und bevorzugt kühle Stellen zum Liegen.

   

 Hodentumor

Tritt meistens bei älteren Rüden auf und sind in der Regel gutartig.  Bei den betroffenen Hunden sind meist keine Verhaltensänderungen festzustellen. Es sind die Hoden eindeutig vergrößert oder haben eine ungleiche Größe und Härte, des weiteren kann das Haarkleid stumpf und der Haarwuchs spärlicher werden. Es kann auch nur ein Hoden betroffen sein. Es erfolgt meist eine Kastration des Rüden.

   

 Nebenhodenentzündung (Epididymitis)

Auslöser können hier Erkältungen, Verletzungen nach Beissereien oder Infektionen sein. Die Nebenhoden sind vergrößert, prall gespannt und fühlen sich warm an. Der Rüde vermeidet Bewegung und wirkt im Laufen und Stehen breitbeinig und steif. Es kann zu Fieber und Appetitmangel kommen.

   

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Alter Hund ... was nun ????

Okkomut CV Kotzebue Wolfface -Wolfie- 

Am 19.03.2006 - im Alter von 14 Jahren und 10 Monaten, bei seiner Lieblingsbeschäftigung .... schlafen!

Im Durchschnitt wird ein Hund 12 Jahre alt. Einige Hunde erreichen sogar das 16.-17. Lebensjahr. Es steht fest, daß genetische Veranlagung und äußere Umwelteinflüsse den Alterungsprozeß bestimmen. Jetzt stellen Sie sich bestimmt die Frage auf was muss ich achten, was muss ich tun, was muss ich ändern...: 

Wann ist mein Hund alt?

Wissenschaftler haben herausgefunden, daß der Beginn des Alterns in direktem Zusammenhang mit der Größe des Hundes steht. Kleine Rassen, z. B. ein Dackel, haben eine höhere Lebenserwartung als mittelgroße und große Hunderassen. Die ersten Alterungsprozesse lassen sich hier erst ab dem 8. Lebensjahr feststellen. Mittelgroße Hunde hingegen altern schon ab dem 7. Lebensjahr. Große Rassen haben die geringste Lebenserwartung, bei ihnen beginnt der Alterungsprozeß bereits mit 5 Jahren, bei Riesenrassen, also bei allen Rassen mit mehr als 45 kg Körpergewicht, sogar schon etwas früher. 

Altersbeschwerden

  • Das Fell ist meist weniger dicht und glänzend, häufig beobachtet man Haut- und Fellprobleme

  • Sie sollten bei der  Fellpflege den  Körper Ihres Hundes auf Geschwüre, Warzen und meist gutartigen Fettgeschwulsten abtasten. Viele Hunde haben im Alter damit Probleme.

  • Die Sinne (Geruch, Gehör, Geschmack, Sehkraft und Erinnerungsvermögen)  lassen nach 

  • Die Fitness lässt nach weil die Muskeln schwächer werden und sich  an verschiedenen Körperpartien zurückbilden. Es kann zu Gelenkverschleiß kommen. Die Herzleistung nimmt ab und es können chronische Atmungsprobleme auftreten.
  • Die Aufnahme von Futter wird schwieriger, da das Gebiss schlechter wird, Magen und Darm arbeiten langsamer. Leber und Niere sind weniger belastbar.
  • Sorgen Sie dafür dass ihr Hund problemlos an seinen Liege/Schlafplatz kommt.. sollte er hierfür Treppen steigen müssen, wechseln Sie rechtzeitig den Platz.
  • Kontrollieren Sie die Krallen öfters, denn dadurch er sich weniger bewegt müssen diese vielleicht geschnitten werden.
  • Eine regelmäßige Zahnkontrolle ist auch sehr wichtig, damit man rechtzeitig lockere Zähne, Zahnfleischerkrankungen und Infektionen erkennt.

Ernährung des alten Hundes

  • Um den Verdauungskanal zu entlasten, sollte man das Futter auf 2-3 Mahlzeiten verteilen. Durch Einweichen des Futters bekommen die  Hunde  zusätzliche Flüssigkeit, aber man erleichtert auch die Futteraufnahme. Es ist auch sinnvoll die Futtermenge etwas zu reduzieren,  zum einen nimmt die Muskelmasse ab und zum anderen bewegt sich das Tier weniger. Übergewicht ist daher oft ein Altersproblem, wenn die Fütterung unverändert bleibt. 
  • Am besten die im Handel angebotenen Seniorfuttersorten verwenden. Diese sind  auf den alten Hund und seine Bedürfnisse abgestimmt. 
  • Achten Sie auf die Verdauung, da es im Alter mit einer zunehmenden Darmträgheit zu rechnen ist, hier kann man mit Ballaststoffen entgegenwirken, die zum Beispiel in Gemüse, Obst, und Weizenkleie enthalten sind.
  • Wenn bei den Laboruntersuchungen veränderte Werte festgestellt werden, sind unter Umständen spezielle Diäten nötig, die Sie über Ihren Tierarzt beziehen können. Daher sind regelmäßige Tierarztbesuche besonders wichtig. Durch gezielte Untersuchungen kann man Erkrankungen rechtzeitig erkennen und handeln.

Achten Sie auch immer gut darauf dass ihr Hund genügend trinkt. Vermeiden Sie Veränderungen in der gewohnten Umgebung des Hundes. Das ist besonders für die Orientierung bei eingeschränkter Sehkraft wichtig. Somit vermeiden Sie Stress für ihn. Haben Sie mehr Geduld mit ihm weil er langsamer reagiert und akzeptieren Sie Ticks im Alter, die vorher vielleicht nicht vorhanden waren, dies kann bedingt dadurch sein dass er nicht mehr so gut hört und sieht.


Wie wird das Alter berechnet?

Das Denken dass ein Hundelebensjahr 7 Menschenjahren entspricht ist veraltert. Aktuelle Forschungen gehen davon aus, dass das erste Jahr der Lebensdauer eines Hundes das eines Menschen entspricht der 15 Jahre alt ist , das zweite Jahr entspricht weiteren 10 Jahren und jedes Jahr danach weitere 5 Jahre. Die Zahl der Jahre ist abhängig von der Größe des Hundes. Größere Hunde wachsen langsamer, deshalb gilt hier die "Faustregel" 12 menschliche für 1 Hundejahr. Bei größeren Hunden ist die Lebenserwartung auch geringer als bei kleineren Hunden. 

Hier ein Tabelle, die Ihnen hilft das Alter ihre Hundes zu bestimmen...

Hunde Jahre

Mensch
(Kleiner Hund)

Mensch
(Großer Hund)

1

15

12

2

24

19

3

28

26

4

32

33

5

36

40

6

40

47

7

44

54

8

48

61

9

52

68

10

56

75

11

60

82

 

Grönie meets malamute

 

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